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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-12-24 · Heft 52 (24.12.1872) · p. Seite 1035

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 52 (24.12.1872)
Date
1872-12-24
Page
Seite 1035 (sequence 13)
Language
German
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FmWA aLgchattene HochM Mm WrsenM zu wchrem- Undso» geschah es demrauch in diesem Jahre; daß deren Viele, in verschiedenen Städten und Dörfern auf dem Gottesacker begangen wurden. Wann en-lich werden die klare Vernunft und der rehre Glaube wt&x den Menschen zur Herrschaft gelangen! — Die Pflicht der Dankbarkeit» gebietet um, nicht unerwähnt zu" lassendaßauch viele- Privatpersonen aus den höheren Gesellschaftsklassen mit theilüahmvollem Eifer sich der Md UnzMutznug der Leidenden ohne Rücksicht auf deren Bekenntniß und Stand gewidmet Habens - So> verdient namentlich ein -junger Student derhkestM UniversiM, Herr Mätwiewicz, der unermüdlich, gerufen und ungerufen, Hülfe und Tryst spendend an jedes Krankenlager eilte, mit. Auszeichnung genannt zu Werdern. Wilna, im Nov. (Mdatwitch.) Der Judengehässigkeit «Mncher russischer Blätter hatte eine im vergangenen Jahre von einem ehemaligen Jeschiwahbocher, Hx.afPMn.-M Namen,. hexausMebem Broschüre, „das Buch vom Kahal", in welcher der durch und durch charakterlose.! Verfasser vM und. aus dem. Mischen Gemeindeleben die schmuzigsten, verlogensten Märchen der Oesftntlrchkeit austischte, einen willkommenen reichhaltigen Stoff geliefert, den für ihre leidenschaftlichen Angriffe gegen die Me« i fBcife zu verwerthen, „Golos" und ähnüche Zeäülngen nicht müde werden. Obgleich nun jedem Unparteiischen» der nur eMWMaßen mit den Verhältnissen der jüdischen. Gemeinden iw Rußland bekannt ist, die Angaben und CnMllungenBrafmanns als freche-, ekelerregende Denuneiationen desselben gegen seine ehemaligen Glaubensgenossen erscheinen Mußtenso Mßt sich doch nicht lLugLen^ daß. ^das Buch vom. Kahal" den Juden viel Unheil, Angriffe und Verdächtigungen selbst: von nicht ganz übelwollender Seite zugezogen hat; denn es schien Bielen unglaublich, daß ein Mensch die Stirn haben könne, auf Grund gefälschter Wenstücke mH Wig erfundMy LhaWchem Diejenigen in der öffentlichen Meinung anzuschwärzen und staatlich zu schädigen) denen er selbst seinem Bekenntnisse' nach einst angehört HM PorMrM Mn hatsich Herr Scherschewski d«, daukmswerttzen Mühe MttzrzMN, eüne kritisch g^ ordnete und sorgfältigft ausgeführte Widerlegung des bmstnannfchen Machwerks unter dem Mel „über das Büch vom' Kahal" zu Liefern; welche hoffentlich dazu, beitxagey wird, - Msere- GsturbeMgeuoffen in. dM-Ingen' aller Derer zu rehabiütirön, chie in gutem Glauben durch die Broschüre -„das Buch vom Kahal" zwarÄrregeführt, sich aber doch derbesseren Belehrung nicht absichtlich verschließen. Aus Rußland, im October.. (Privatmitth.z Merspätes- Wiesehr der Besuch der höheren Bildungsanstalten Seitens der jüdische« Jugend,, überall-, von Jcchr zu Jahr zunimmt, beweist auch eine dem jüdischen Wiestnik aus Tagamog zugegangene Mittheilüng, nach welcher das dortige Gymnasium gegenwärtig von 80 jüdischen Schülern besucht wird, . während im Anfang der sechziger Jahre nur ein einziger dasselbe besuchte. — Demselben Blatte entnehmen wir, daß bei einem in Tiraspol, Gouvernement- Cherson, ansgebrochenen großen Brande, dutch den namentlich viele Juden stark heimgesuchr wurden, der dortige StadtprWent, Herr Kaminski, denselben sofort , aus der» Stadteaffe 1000 Rubel zur Linderung der ersten Noch überwies, sodann eine aus fünf Israeliten und vier Russen bestehende Bersorgungscommission zur Unterbringung und Unterstützung der vom Unglück Betroffenen bildete, und endlüh eine besondere Subvention bei der Regieruag uaMuchte. Am e r r k a. Newyvrk, im December. Die Jew. Tim. meldet, daß man Herrn Watermann, Lieutenant im 22r Regiment der vereinigten Staaten , aufgefordert hätte,, seine Demission einzureichen, weil man erfahren hatte, daß er Israelit sei, und man keine Juden im Regiment haben wolle. Und dieses Factum ereignet sich iy Newyorkl A ir z e i K e lt. Mit dem 1. April 1873 ist die Stelle deS Religionßlehrers, Eantors und Schächters zu besetzen'. Fester Gehalt 200 Thlr., sowie NebenemkÜnfte circa 100 Thlr. Bewerber wollen sich unter Vorlegung' ihrer Zeugnisse" baldigst melden. Swinemüttde, im December' 1872'. Der Vorstand der Synagogen-Gememde. Adolph MkMvy;

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