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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-12-24 · Heft 52 (24.12.1872) · p. Seite 1025

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 52 (24.12.1872)
Date
1872-12-24
Page
Seite 1025 (sequence 3)
Language
German
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Berhältniß des deutschen Buydes zum französischen, und die MotivirunZ" der. jetzigen Neuorganisation ausführlich dargelegt wird. , , Rechtsanwalt Makower (Berlin) : Man mache ihm den Vorwurf, er zerstöre das Statut der Alliance. Was wäre denn da zu zerstören? Die Wenigsten in der Versammlung, hatten wohl das Statut der Alliance gelesen,. das diese wohlweislich zurückhalte. Er wolle es ihnen, also in seinen Hauptzügen einmal vorlesen. Das Centralcomits habe seinen Sitz zu Paris und werde von der. ganzen Welt auf der Generalversammlung aller über das. Erdenrund verbreiteten Mitglieder in Paris erwählt. Natürlich finden sich zu dieser Generalversammlung. aber nur die pariser und einige Mitglieder aus der französischen Provinz ein. Ueberall können je zehn Leute zusammentreten und ein Local- oder Regionalcomitö bilden, welches das Recht habe, in ausschließlich localen Interessen auf eigne Verantwortung hin zu beschließen und zu handeln; bei Veranstaltung von Subscriptionen müssen aber alle Einkünfte der Generalcasse nach Paris übersandt werden. Nur auf Vorschlag! von zwei. Dritteln der Mitglieder des Centralcomitö's kann nach zweimaliger Abstimmung darüber in der Generalversammlung in Paris eine Veränderung des Statutes beantragt werden. Dies' wolle der Redner allerdings zerstören. Bisher dürfe Berlin nur für Berlin und seine nächste Umgebung, aber nicht für Böhmen, Rumänien rc. wirken. Das dürfe nicht so bleiben. Man müsse Paris dankbar sein, daß hier zuerst der Gedanke einer allgemeinen Organisation entstand,, aber die Schöpfung selbstständiger cooperirender Körperschaften sei durchaus nöthig. Uebrigens übersetze sein Vorschlag die Hauptsachen wörtlich aus dem französischen Statute. Die Motivirung des vr. Bamberger wünsche Redner nicht in's Statut aufzulrehmen, da internationale Verbindungen, als welche , durch das-Amendement dieser Verein erscheine, ohne Unterschied den Regierungen verhaßt seien. Der Gedanke der internationalen Verbindung, bestehe doch in Wirklichkeit, ohne im Statute ausgesprochen zu sein. Auch ließe das Amendement den Verein vielleicht als politischen erscheinen, und könne ihm. zu anderen Zeiten einmal die Polizei auf den Hals ziehen., Ferner werben dem Vereine unmöglich die wünschenswerthen. Corporationsrechte zugestanden werden, wenn sein Statut von der Verbindung mit dem Auslänbe sprich^ Levy: Besondere. ComitöS sind nicht, nöthig, und waren auch bei.der rumänischen Angelegenheit nicht nöthig. Als Zweigverein, einer allgemein j ü bi sich ln, nicht französischen Verbrüderung könne auch das berliner Comits politisch wirken. Die Alliance habe.auch für die moralische Hebung der Juden, namentlich durchs die Errichtung von Schulen im Orient, schon Vieles geleistet. Die Mängel des Statutes ließen sich ganz, gut im Vereine mit dem pariser Centralcymits abändern. Gerade die Alliance habe bisher den internationalen Zusammenhang aller Juden erhalten. Rabbiner vr. Meyer: Die Frage sei, ob eine ganz neue Grundlage geschaffen, oder die alte bestehlende, wenn auch mangelhafte, Leibehalten werden solle. Seiner Meinung nach sei nur im Zusammenhänge mit der Pariser Alliance isTadlite universelle vorzugehen, da sonst die alten Mitglieder der Alliance israölite unii verseile in Deutschland dem neuen Vereine nicht bei- > treten würden. Auch habe ein Comits in Berlin immer noch weniger politischen Einfluß , als in Paris, wo ein Crsmieux als Gleichberechtigter mit Thiers verhandeln! könne. Sanitätsrath vr. Neu mann (Berlin) bestätigt, daß die Pariser mit selbstständigerer Gestaltung der auswärtigen Comitss einverstanden seien. So hätten sie; die selbstständig von Berlin ausgegangene Thätigkeit jn! Rumänien rc. unterstützt und sich sogar dafür bedankt,! Dennoch sei das Statut zu ändern; doch dürfe daxnm! der Zusammenhang mit der Alliance israsllte .unLv$rr., : seile in Paris, die sich durch.ihre Leistungen die West' j erobert habe und in Deutschland allein 3000 Mitglieder s zähle, nicht zerrissen werden. Wenn auch Makower sich j factifch nicht von den Zielen der Alliance losreißen wollen i so trenne doch fein Statut- Frankreich und Deutschland, s Statutarisch oder durch eine. Resolution sei die thatsächj liche Verbindung mit der Alliance isra&ite universelle! zu bekennen, und hierzu eigne sich die von vr. Bam-! berger vorgeschlagene Einleitung. Ohnedieß sen der!makowersche Bereit) ebenso gut ein politischer...V. I Advocat L e h m an m (Dresden): - Die Frage gipfelt \ darin, ob das Perhältn iß zur Alliance ein siU-b o rsdinirtes bleiben, oder ein coordinirtes werdM j soll. Darum ist keinenfalls das Band, mjt ihr.zu. lösen, l Deshalb, wünschten er und seine, FreundedenZweck deS deutschen Vereins und das Berhältniß zur Miaute is,- i raslite universelle in der, Einleitung des Statutes klar darzustellen. Wenn man fürchte, eine internationalem

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