Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 36 (1872)
- Issue
- Heft 48 (26.11.1872)
- Date
- 1872-11-26
- Page
- Seite 960 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Aber selbst Diese thaten es nicht der heiligen Sache wegen, sondern. nur um sich zu erheben und berühmt zu machen vor der Masse des Volkes durch Geltung, Ansehen und-mißfälliges Betragen, und in ihrer geringen Anzahl störten sie Diejenigen, welche bei ihrem Thun allerdings die heilige Sache im Auge hatten. (Or Hachajim des Rabbi Joseph Jehez.Bl. 2.) .. . 6) Sie befaßten sich nicht mit den pragmatischen Gesetzen, wie Sukkah, Lulaf, Zizith, Thephillin und anderen göttlichen Geboten; denn in ihrem Herzen machte sich die Vorstellung breit, daß jene der Antheil und Boden wären für die Masse, die keine geistige Bildung besäße. Womit sollte diese auch ihrem himmlischen Vater wohlgefällig erscheinen, wenn nicht eben durch sinnliche Werke, die ihr entsprechen! Sie selber hingegen befleißigen sich der geistigen Gesetze; denn mittelst derselben gleichen sie den Engeln, die ihren Schöpfer erkennen, und deshalb' beachteten sie keines der sinnlichen Gebote. (Daselbst: Bl. 10, Sp. 4.) Anmerkungen des Äebersetzers. Aus Versehen sind einige Stellen des Textes unübersetzt geblieben. - Nach Einschaltung derselben ist an den betreffenden Orten wie folgt zu lesen. S. 742: bevor Du an Dein Werk gehest; höre auf den Rath und nimm Belehrung an, damit Du weise seiest in Zukunft; wende Dich von dem Falschen und dem bösen Leumund ab ... S.759. Sp. 1. unten: was große Sünde ist, obwohl es in den Augen des Volkes nur geringfügig erscheint. Hinterbringe auch keine üble Rede und berichte nichts Schlimmes den Menschen, keine unerfreuliche Botschaft; sperre Deinen Mund nicht weit auf beim Lachen, so daß Du Deine Zähne zeigst, denn Du offenbarst damit nur Deine Schande. Fliehe die Lieder der Trunkenen ... Das. Sp. 2: Haffe den Schein und die Schmeichelei, denn sie ist verächtlich und lasterhaft, ohne'Nutz und Frommen, sondern zu Schmach und Schande, und siehst Du Deinen Nächsten in Thorheit den Weg der Vernunft verlassen, so' belehre ihn; nimm nicht Rücksicht auf die Person im Gesetze, wenn sie Dir im Unrecht erscheint. Deiner eigenen Lebensgefährtin gegenüber... Das.: tadle das Falsche und den Frevel; fahre das Gethier des Schilfes an, das gegen die Männer der Treue und des Glaubens... . Das.: und Deine Kraft übest. Zu erfüllen, was Du gelobt hast, dem darfst. Du Dich nicht entziehen. Besser ist es, kein Gelübde zu thun . .. Das.: und sei nicht stolz auf irdischen Erwerb und Gewinn, denn seine Macht ist fremdartig und seine Arbeit nichtig; rühme Dich nicht der Weisheit... S. 760. Sp. 1: worin es Dein Schöpfer Dir nicht zuvor gethan hätte. Siehst Du einen Menschen, der viel Worte von seinen Thaten macht; so denke Dir; das ißf ein Prahler, ein unzuverlässiges Rohr, und-stütze Dich nicht aus ihn. .Gewöhne Deine Zunge leise zu sprechen, daß Deine Stimme nicht auf der Gaffe gehört werde; der Weisen Worte werden in Milde vernommene m einer sanftmiithigen Antwort, die den Zorn beruhigt, nicht in Heftigkeit und Leidenschaft. Auch mache Dir zur festen Regel, Deine Aussprache nicht zu scharf zu betonen, denn Du könntest eitel und lächerlich in Deiner Wortführung erscheinen. Ueberlege das Wort... Das.: Zank und Feindschaft entstehen, selbst wenn der Gegner sich weise dünkt; denn das Lager seines Verstandes ist kurz, und Starrsinn sein Götze; halte Dich daher zu gut, um mit ihm lange Worte zu wechseln, Deine edle Rede abzunutzen; denn 'bei vielen Worten wird Sünde nicht vermieden'/ aber es hält seine Lippe zurück der Verständige, und sieht Heil. Nimm Jeden in freundlicher,' zuvorkommender Weise auf, grüße Jedermann zuerst, damit Du Liebe und Freundlichkeit antriffst, schätze auch nicht den Niedrigen gering.... Das.: die übermäßig sind in Speise und Trank, die sich rühmen mit ihrem Essen und Trinken, und hinterher Wimmern und Jammern zeigen, vom Wein trunken sind, und im Uriheil unzurechnungsfähig. Schränke Deinen Mund ein im Streit. .. Das.: und denke Sein im heiligen Segensspruch bei jeglichem Genuß, damit Du keine Geringschätzung Dir zu Schulden kommen lassest. Die Hilfe steht bei Gott für jede Sache, die Du zu thun Dir vornimmst, und des Ewigen Wille gelingt in Deiner Hand durch Seine Hilfe; denn Er bewahrt Heil den Gerechten. Tod und Leben, liegt in der Macht der Zunge, und ihre Freunde genießen ihre Frucht; fest hält der Gerechte an seinem Wege, und wer reiner Hände ist, erstarkt immer mehr. Sei eifrig in der Erfüllung der göttlichen Gebote... Das. Sp. 2: Nimm Dich Deiner Verwandten an, und wenn sie verarmen, so hilf ihnen auf, entziehe Dich nicht den Bedürftigen, und laste ihre Seele nicht schmachten, aber knüpfe kein Geschäft mit ihnen an, denn sie können Dir Stacheln und Dornen sein; sei bedacht. . . Das.: denn zu allen Zeiten sollst Du Dich zu Gott erheben mit lautern Gedanken, und besonders in den Stunden des Gebets und der Thorahvorlesung. Wenn Du im Gebete stehst, so lasse Deine Augen nicht umherschweifen, sondern hefte sie auf Dein Herz; wenn Du redest... Das.: Setzest Du Dich zu Tische, so achte auf das, was vor Dir steht; greife Deinem Tischgenossen nicht vor; enthält er sich des Mahles, so thüe desgleichen. Nimm von dem, was vor Dir steht, und sei nicht unmanierlich . .. Das.: und der'Weisen Reden bespötteln; diese muthwilligen Frevler sind schlimmer und nichtswürdiger, als alle andern Sünder, und Uebertreter, denn sie freveln aus Frechheit. Mein Sohn, 'gehe nicht' des Weges mit ihnen, halte Deinen Fuß zurück von ihrem Pfade. Verbinde Dich nicht mit den Bösen....