Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 36 (1872)
- Issue
- Heft 44 (29.10.1872)
- Date
- 1872-10-29
- Page
- Seite 866 (sequence 4)
- Language
- German
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PehürfrM dßr Gemeinden allein kann sie nicht bestehen. Denn, V.er.schiedjeyheLt t>$, SttzydpMtes kann/ die Letztere doch nur in den allgemeine^ Umrissen beruhe^,. Die Eine, rv.ill mehr, die. Andere. Weniger gestrichen haben; die. (Sjtne wjss. den^ Opfer^iM ode,r. die Rückkchr oder den persönliche^ Messias in den gebeten behalten, die Andere beseitige^, Hwge,gen, Md sich. dieses . Bedürfnis ir; den Einzelheiten^ nicht, so, ausgehilde.t haben, daß, es. durchaus, EtMs Besonderes, vpn alley Wehenden, Gebetbüchern AbMichendesi erfordern sollte. ED kann, daher hier nur die, Eigentümlichkeit, sagend wir der, Eigenwillle der einzelnen Männer maßgeWd sein, welche, die Bearbeitung W Gebetbuches, übernommen haben. PSen.n irgendwo, so müßte, mit, der Rücksichtnahme auf, die Gesammtheit ein Jeder dieser Männer von dem. Streben sich leiten lassen Das anzunehmen., was er in den anderen Gutes und PaffenW, findet, damit aufdiesem Wege,, nach und nach die Uebereinstimmung wiedergesunden werde. So aber wollte hiß jetzt ein Jeder dieser, Herren durchaus Etwas Eigenes und Neues schaffen, und verschrfiähete, es, von einem Anderen irgend Etwas Anderes aufzunehmen. Dies zeigt sich besonders in den deutschen Gebeten, die als feststehende eingerückt worden sind, und in, der freien, Bearbeitung des hebräischen Textes. Wäre da den Vorgängern Alles mißlungen, und der neue Bearbeiter. Allein konnte jedes Mal das Vorzüglichste leisten? Geipiß nicht, und wenn wir noch einmal ein,sn, prüfen,den Blick auf die vorliegenden Gebrthücher werfen^ so gewahren, wir bald in. dem einen, bald in hem anderen hier, und da eine Meisterhand, aber auch, Vieles, was. anderswo, wieder besser gegeben ist und, danach vorzuziehen wäre. Namentlich ist dies, auch mit dsn Rei^ereier^ der, Fall, die mitten in den Gebeten angebracht worden^ sind. Hier also liegt der K,noteypunct, den, die Zukunft zu lösen hab^n, wipd. Wir, haben, hiermit, durchaus., keine, Anklage, irgend Jemandes, erheben wollen. Die früheren . RabbinerversaHrnlungen und Shnodesichaben immer Com? Missionen, für die Bearbeitung des,Hebetbuches erchähsL; abe^eß ist pWals. eine Leistung von diesen, zum Vorschein. gekvMMN. T>ie Gemeinden wahren also allerdings auf^fich sel.bst.'apgevjiesissl. Auch ist,, es, nicht., glaublich. W, wenn 'je^. eine. ^ommisfiors,. gMW, »Krde., aus. dei^. zahlreichen.. vorhAnderien. Gebetbüchern, daß,Beste herauchuwählen unh.z^WmKzustelleq, dies.Werk zu, Stands kächch denn eine durchgängige Einigung in ihrem . Urthnse über. all^ EznzeMKe^ würde, schwerlich, erzielt werden.- Wir können es daher nur zur Pflichtmachen, daß, wo irgend, em neuesiGebetbuch in Aussicht genommen wird und man sich, einest her vorhandenen, nicht, aneignen zu. können vermein^ der Bearbeiter nicht sowohl, darauf ansgehe, selbst wieder ein ganz neues zu produciren, spndern sorgfältig. die. vorhandenen prüfe unddas Beste und, Zweckentsprechendste herauswähle. Auf- - diese Weise wstrde die convergirende Bahn wieder betreten werden, während man bis jetzt nur divergirende. Linien verfolgte. Zum Schluffe wollen wir nur kurz! den etwaigen Einwand zurückweisen, daß wir in unsrem. „Neuenisraelitischen Gebetbuche für die Wochentage, Sabhathe und alle Feste", das bereits-in 500 Exemplaren weit verbreitet ist (zweite Auflage. Louis, Gerschel, Berlin 1864), denselben. Weg. eingeschlagen und nur eigens verfaßte Gebete und Betrachtungen gegeben, hätten. Allein man. beachte nur den. Zusatz zum obigen Titel: „Zum Gebrauche, w ä h r e n d. des Gottesdienstes und bei der häuslichen Andacht." Unser Gebetbuch war-nicht bestimmt, in. die Synagogen für den öffentlichen Gottesdienst eingeführt zu werden,' sondern Denen, zu dienen, welche den. hebräischen Gebeten, nicht immerfort, folgen wollen, und sich von Zeit., zu Zeit mit. eigener Andacht zu sammeln und zu erbauen gedenken. Während wir daher nur das- Schema, die. Tephillah, die Kchuschah in hebräischer Sprache, für diese und andere, rituelle Gebete eine freie Bearbeitung gaben, fügten wir viele Betrachtungen und Gebete, theils in. die. rituellen Gebeteeinzuschieben, theils für alle Zeiten und Gelegenheiten, hinzu, so daß sich unser Gebetbuch mit allen diesen besonderen Gaben an das rituelle Siddur. anschließt, und. es gleichsam fortwährend begleitet., zugleich, aber, auch für die häusliche Andacht darüber hinaus geht. Diesem Zwecke gemäß find auch die Gebete . und>Betrachtungen vielmehr I für. die, Persönlichkeit und ihre Beziehungen, als für die! Gemeinde abgefaßt. Unser Gebetbuch collidirt daher mit j den. hier von uns besprochenen-durchaus, nicht. Ebenso j wenig, mit der kleinen Schrift, die wir. unter Nr. 4an-! geführt, einer Sammlung von Gebeten deßOberrabbiuers. ihr. A. A. Wolfs in Kopenhagen. Es-sind dies nur. ) Gebete, die, außerhalb des Rituals stchen, hauptsächlich l Gelegenheitsgebete, Sie sind durchaus-angemessen in : Foxm unp,Inhalt, wenn. sie . auch nicht selten in's Breite : gehssn.