Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 36 (1872)
- Issue
- Heft 38 (17.9.1872)
- Date
- 1872-09-17
- Page
- Seite 752 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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-igefüHEMtzde Werk-der. AärgaU 'am großen ^eidge-4 nössischen lFreischießenvom 121' Mai (an diesem Täge^ Hatte^die'Schweiz' über die Bundesrevisionabzustimmen, und-dckhat der Aargau mit einem bedeutenden Mehr: i f ü r° ’bic Annahme' sich 'ausgesprochen) den Gedankenkonfessioneller Trennung' mit 25,000 Kugeln durch-l bohrt' hat'.- Und wenn jener Judaskuß; den man Uns! ' angeb'oten hat, ndch eine weitere Antwort will, so findet er "sie dort bei jener Fahne, welche die aargauischen- -Israeliten heute'mit auf's schweizerische Nationalfest -gebracht haben; auf' jener Gesetzestafel leseer die zehn Geboteauf welche jeder Patriot seine Kinder taufen ' läßt; sie heißen: - - ^Än's Vaterland/-an's -theure, schließ dich an, : -Das halterest mit deinem ganzen Herzen! - '-'Der -1! LandamMan'' und Erziehungsdirector Herr -äDr/ A. Keller/ -welcher nicht nur in der-Schweiz, son-: dem auch --in - Deutschland i einen guten Klang hat,! sprach sich unter anderem folgendermaßen aus: Unterden-großen Festen, 'welche die Israeliten bis diesen. Tag begehen, feiern sie den Versöhnungstag , und an 'diesem Tage beten sie: Herr, Gott der Väter! Schreibe mit'zu einem glücklichen". Leben alle deine Bundes- Mnder! ' ' Und nach diesem Gebet legt das ganze Volk 1 ein öffentliches Bekenntnißr seiner Schuld vor dem Herrn ab. -.]■.?;/■• S ch w e d e n.?- " - Bonn, 6; Sept. (Privatmitth.) Die Augsb. „Allg.! - Ztg.", die'sich vor-einiger Zeit zur Bertheidigerin der- - Rumänen hat gebrauchen kaffenindem sie die Miß-' ' Handlungen der " Juden als' ganz unbedeutend und nur! durch Parteigänger -übertrieben, ausgab , Regierung: Mud Volk- Rumäniens belobte, die Juden aber ml Schatten! stellte — hat es -jetzt auch übernommen, die-! jettigen Blätter anzuschwärzen, welche den, schwedischen : Institutionen wegen des jüngst gemeldeten Vorgangs, . daß'dreien Juden der- Aufenthalt in Malmö / Ge-! - schäfte! halber, verboten worden, Intoleranz vörgeworfen i haben:' Sissrbemüht sich zu-zeigen, daß die Regierung nicht -anders habe handeln können, weil das Gesetz,; welches den Juden die Niederlassung .lediglich in den!!.Städten: Stockholm^? Gothenbüxg^ Karlskrona r uyh:.' .PorrkKylg. geslatwt!'!.noch. nHt,.aüfgch^ben.-sei.! Miese. Mühe.-. HMe.'sie.. sich;ffpstren können- .denn Nie--: mand'werlangt von dieser etwas Ungesetzliches-,, -und! - höchstens: konnteman' von ihr''verlangen/.': daß sie: die i:Abänderung des- Gesetzes; vom Reichstage längst: hätte ' fordern sollen.? Aber von den? schwedischen Institutionen zu sagen, wie es die Augsb. Allg.. Ztg. thut, daß /ihüen am wenigsten:Intoleranz v.vrzuwerfen: sei, heißt doch der Wahrheit geradezu: in's Gesicht schlagen.. Wie lange ist es denn? her;- daß in Schweden der?Uebertritt ' zur katholischen Kirche mit Landesverweisung und Güterconfiscation belegt ' war? Nach wie vielen Jahren ' zählt es. denn, daß den Juden in Schweden die gewöhnlichsten bürgerlichen Rechte. gewährt worden sind? ' Freilich, der Cours, den die Augsb. Allg. Ztg: seit -1859 durchgemacht hat , erfordert durchaus ein sehr schwaches Gedächtniß, welches von Jahr zu Jahr vergessen -kannwas geschehen ist. Man muß dann aber /Anderen - nicht ebenfalls ein so . schwaches Gedächtniß insinuiren wollen: Den drei Juden ist der Ausent- - halt in Malmö verweigert worden ,: weil sie Juden sind. Dies ist intolerant. Verlangt es so das schwedische Gesetz, so ist das schwedische Gesetz-intolerant. Dies ist die einfache Logik, welche die Phrasen der Augsb. Mg. Ztg. nicht zu beseitigen vermögen. Donausürstenthümer. Bonn, 9. Sept. In Bezug auf die in der vorigen Nummer mitgetheilte Nachricht über die von den vereinigten Staaten Nordamerikas in Anregung gebrachte Auswanderung der rumänischen Juden bemerken wir nachträglich: Man kann es wohl nur als eine Ironie ansehen, wenn die rumänischen Minister beschließen, die Auswanderung der Juden durch Aushändigung von Gratispässen. zu /befördern. Damit sollen die armen Juden etwas-beginnen können!. Hierzu das Ge-* räusch eines Ministerraths und einer Gesetzesvorlage für die zukünftigen Kammern! Das ist ja das eigentlich Traurige bei den rumänischen 'Vorgängen, daß überall seitens der Rumänen ein? gewisser Hohn auf Humanität? und /Recht--herausklingt, der den unverdienten Mißhandlungenerst das rechte Gift beisetzt. Man sieht sich' nicht blos von den Thaten, sondern noch mehr von der- Art, wie sie geschehen , tief im Herzen verletzt! : ' Piatra, 16. August.- Von hier aus erhält, die Murm Post" /einen -Bericht-,?rbcr:?bic Zustände/des ^Landes/durchaus i chchr/?als/-orientalisch, -.-denn ..als