Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 36 (1872)
- Issue
- Heft 33 (13.8.1872)
- Date
- 1872-08-13
- Page
- Seite 651 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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V Die Anstalt., hat bereits 60 Waisen erzogen und' in^s;>Praktische-.Leben: eintreten lassen-- und eineangehängte Tabelle zeigt, welchen.Beruf-sie-gewählt, welche Lebensstellung sie bis jetzt erreicht haben. Diese Tabelle zeigt aber auch mittelbar, mit welchem Interesse Herr Stern seinen ehemaligen Zöglingen auf ihrem Lebensgange folgt und wie sie mit ihm in stetem Zusammenhänge bleiben. Schreiber dieses hat mit dem edlen Stifter niemals in Verbindung gestanden, kann aber dieses Referat nicht schließen, ohne ihm seine Verehrung auszudrücken. Welch ein Bewußtsein muß es sein, bereits mehr als 80 armen älternlosen Kindern eine völlig sorgenfreie Kindheit und angemessene Heranbildung verliehen, und diese nicht hoch genug zu schätzende Wohlthat auch für die Zukunft zahlreichen Kindern gesichert zu haben! Herr Meyer Jakobson begnügt sich, wie tvir erfahren, nicht mit dem Hergeben der Geldsummen, sondern besucht die Anstalt jedes Jahr, wohnt dem Unterrichte bei, beobachtet die Zöglinge und bereitet ihnen festliche Stunden. Möge er diese Befriedigung ,1 sein Werk dauernd gedeihen zu sehen, noch viele Jahre genießen. Hannover, 2. August. (Privatmitth.) In der jüngsten Sitzung des provincialständischen Verwaltungsausschusses wurde für das laufende Jahr dem hiesigen jüdischen Schullehrerseminar wiederum ein Zuschuß von 1800 Thlrn. bewilligt und an die jüdischen Schul- und Synagogengemeinden der Provinz die Summe von -3000 Thlrm vertheilt. Die jüdische Lehrerversammlung, welche Hierselbst am 1. Juli abgehalten werden sollte, hat aus Mangel an Theilnahme, da nur vier Lehrer von auswärts erschienen waren/ nicht stattfinden können und ist auf den nächsten Herbst verschoben worden. Aust'dem vor kurzem hier stattgehabten vierten deutschen Bündesschießen waren auch zwei Juden unter den-besten Schützen und haben als solche ebenfalls Preise'ethalien, nämlich Th. Levy aus Berlin und Th. Moses aus Hamburg. Am vorigen Montag ist Sir Moses Montefiore in Begleitung der vr. Dr. Loewe und Daniel auf seiner Rückreise von Petersburg hier eingetroffen und hat sich mach , eirtem anderthalbtägigen Aufenthalte wiederum direct nach , ,Loydon: begehen, f) . v - n -ÄuM, d^ Wueftzn^Mpnographie von Zu nz über: InHildesheiin würde neulich r von den - städtischen Collegien über diedortige - städtische höhere Töchter-> schule werhandelt, bei welcher Gelegenheitvonbeidens Collegien . ein -Antrag wes freisinnigen Bürgervorsteher-- - : Wortführers Gerstenbergangenommen wurde / nach. I welchem die Stadt, sich verpflichtet, dafür Sorge zu - tragen,., daß die Schule ihrerseits auch: den religiösen?? Unterricht ihrer Schülerinnen alle r.Glaubensbekenntnisse, sobald mindestens 15 Schülerinnen eines^Bekenntnisses die Schule besuchen, leiste, r? --? - Der Umstand, daß in Ae r z e n die jüdischen Hausbesitzer seit langer Zeit zu den dortigen Schullasten beitragen müssen, hat vor kurzem neben anderen Entscheidungsgründen den ersten Senat, des Appellätionsgerichts zu Celle veranlaßtin einem von Seilen der Stadt Nerzen gegen die Verwaltung der dortigen königlichen Domänen angestrengten Processe. auch dieser die; Verpflichtung zu den Schullasten beizutragen aufzuerlegen, indem geltend gemacht wurde, daß jene die Monatstage des Calenderjahres finden sich: auch^ mehrere unsere Gemeinde betreffende Angaben^ von denen jedoch eine falsch ist. Zum 7. August bemerkt er nämlich, daß an jenem Tage in Amsterdam S.. Rosenthal, früher in Hannover Besitzer einer werthvollen hebräischen Bibliothek, gestorben sei. Allein die-' ser Mann hieß nicht S., sondern L. Rosenthal- und: istnicht in Amsterdam. sondern hier in Hannover: ge?, storben. Roch eine andere Unrichtigkeit, ist mir aufgestoßen, nämlich zum "4. Mai, wo gesagt ist, daß an' jenem Tage in Berlin Ed. Munk, der Brüder des Orientalisten Munk in Paris, gestorben sei. -; Ed.? Munk ist aber in Glogau gestorben und war keines-- Wegs der Bruder von Salomon Munk und. überhauptnicht mit ihm verwandt, nur war Glogau die.lIe- Lurlsstadt Beider. Zuweilen zeigt sich Zünz auch zu abhängig von Graetz und theilt Vesten Jrrthümer, so' z. B. zum 23. April , wo er nüch Graetz 7-200 Brückenhausen schreibt, während es R o ckenh.a usen, heißen muß (vgl. Ebeliüg: die deutschen Bischöfe,11, 106»; ferner zum 23. Juni, an welchem nach. Graetz 7, 161 die Märtyrer in Weißenbürg geblutet Haben sollen, welches Facmm aber, wie vr. Wiener' bereits im Ben Chananja 1-863, 396 nächgewiesen 'hat,? am' 4Juli , stattfand; ferner zum 29. November- :an welchem. Tage, ermit.Graetz 7,: 398 diez-Märtyrer in, Augsburg fallen'W,.. was, jWch...schop am. 22. No-, vember derKaÜ war. Solche Jrrthümer,. deren IM noch mehrere nachcheisen ließen/ fallen bei' Zrrnz, derbekanntlich mit einet iMMnsen Gelehrsamkeit sonst'eine anstaunenswerthe Akribie'-verbindet, E so mehr« auf. wmzm mvi Corresp.r^,r 33