Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 36 (1872)
- Issue
- Heft 29 (16.7.1872)
- Date
- 1872-07-16
- Page
- Seite 580 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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5. Buch Mosis am 6. Kapitel und am 11. vers. 18) und wenn man würde einen Iüden sehen, daffelbige auf seinem Kopfe haben, dem soll man die Hirnschal durchbohren; aber Elisa hat immer sein Tefillin getragen ungeachtet des Verbots; da hat ihn einmal ein Bogt erwischt; geschwind nahm Elisa die Tefillin von den Kopf in die Hand. Der Bogt fragt ihn: „Was hast Du in Deiner Hand?" „Ich Hab Flügel von einer Tauben." Da sprach er: „Laß mich sie sehen." Da that er die Hand auf und hatte rechte Flügel von einer Tauben in der Hanv; daher hieß man ihn „Elisa mit den Flügeln". „Nota": Die Iüden sind gar mild Wunderwerck zu dichten. Denn wo sie nur wöllen, da muß ihnen ein Wunder geschehen sein und das muß man glauben bei Verlust der Rabbinen Gnad und des jüdischen Himmels, da man Gesottenes und Gebratenes isset und süssen Most aus dem Paradeiß trinket. (!) 4. Unter Nr. XIV. wird die bekannte Geschichte von R. Jehoschua und des Kaisers Tochter mit den silbernen und irdenen Krügen erzählt. Hierzu schreibt der Professor folgende Nota: ' „Aus welcher Pbysiea mag dieses genommen sein, daß allein die häßliche Leut können gelehrt werden und nicht die hübschen? Es wrrds vielleicht dteser Rabbi daher abgenommen, haben, daß gemeiniglich die Iüden, weil sie am melsten den Thalmud studieren, häßlich, ungestalt, unstetig und garstrg seynd, auch sich keiner Reinligkeit befl<rffrgen. Bon David stehet ja: er sey braunUcht und schön gewesen, der doch ein hocherleuchteier Prophet war. Müßte also dieser häßliche Rabbi vrel werser und gelehrter im Gesetz gewesen sem als David der König, ja als Moses felbsten. Denn im andern Buch Mösts am 2. stehet: er sey schön gewesen, nemltch von Angesicht und an Gestalt. Item von Joseph stehet auch im 1. Buch Mosis am 39. daß er schön und hübsch von Angesicht gewesen sei, desgleichen von der Königin Esther (!) und von dem Propheten Daniel samt seinen Gesellen, welche alle hochoerständige Personen gewesen sem, denen die ungestalte Rabbinen alle werden nach dieser Regel müffen vorgezogen werden." 5. Bon Rcb Huna, der mit seinem Studieren ein alt Haus aushielte, damit es nicht eiustele. „Rab Huna, der hatte ein Haus, das wollt einfallen^ und er hatte noch viel Wein darinnen liegm. Da gierig Rab Ada in das Haus und sagt also lang über der Halachah, bis man das ganze Haus ausgeräumt hatte. Wie er fertig war, fiel das Haus ein. Als dies Rab Huna hörte, ward er traurig; denn es soll sich keiner in Gefahr begeben in der Hoffnung als sollt ihm ein Wunder geschehen; und wenn ihm em Wunder geschieht, so zeucht man es ihm ab hernach im Paradies an seinen guten Werken." Nota: „Die Iüden müffen vor Zeiten herrliche Sach gehabt haben; denn wo und wie sie nur gewolt, hat eS müffen ihres Gefallens zugehen, wenn sie nur einen heyligen Rabbi zu Hüls genommen. Heutiges Tags gefchicht solches nicht mehr, die. Rabbinen werden gewiß nicht mehr so heylig sein (!) oder wird ihnen alles gespart werden bis ins Paradeis, weil sie sagen: so einem allhie auf dieser Welt ein Wunder gescheh, so gehe es ab an den guten Werken im Paradeis, denn durch ihre Heyligkeit verdienen die Iüden ihren Himmel. Aber im selbigen Jüdenhimmel begehre ich nicht zu sein, mag ihnen denselbigen wohl allein gönnen." 6. Zween Rabbinen werden uneins in einem Fastnachts-Gelag und ersticht einer den andern. „Rabba und Rabbi Sira hielten mit einander Fastnacht <?); mitten im Gelag stand Rabba auf und erstach den Rabbi Sira. Morgens, als ihm der Wein aus dem Kopf kam, reuete es ihn gar sehr, fieng an und betete so andächtig, daß Sira wieder lebendig war. Ueber ein Jahr kam Rabba wiederumb zu Rabbi Sira und sprach: Komm, laß uns wieder Fastnacht halten und einander erstechen (?!). Aber Sira sprach: Ich wils das zweitmal nicht wagen/" Nola: „Ich hätte es ihm auch nicht geratheu. Wunder ists, daß man von keinem Propheten so große Wunderwerk findet als von den Rabbinen, die können einen wohl erstechen, wenn sie toll und voll seynd und des Morgens wieder lebendig machen ... Aber die Kunst können sie heutiges Tags nicht mehr." 7. Bon Abba Saul der kroch in eines todten Menschen Schienbein. „Baba Saul erzählete einsmals, daß er wäre in eines todten Menschen Schienbein gekrochen und Härte darin drei gantzer Mell Wegs gelaufen und harte doch nicht können das Ende finden; dieses, sagt er, war das Schienbem des Königs Og zu Basan des AmoriterS." Nota: „Wer lügen will, der mag eben so mehr rechtschaffen lügen", sagt das Sprichwort, man hat so viel von einem als vom andern. Im 5. Buch Mosis findet man von Og dem König, daß sem Belt 9 Ellen lang gewesen sei, ,aber dieses ist nichts gegen diesem Schienbein, das allein 3 Meilen lang gewesen ist. Wre lang muß denn der ganze Körper gewesen sein? Allezeit läufst es auf 15 Merl Wegs. Nun möchte ick gern wissen, wie sich dieser große Mann, der 15 Mell lang ist gewesen, Hab können in einem Bett 9 Ellen lang wenden (!). Man darff allhier nicht drüber lachen, es möchte die Rabbinen verdrieffen." — — (Schluß folgt.)