Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-06-25 · Heft 26 (25.6.1872) · p. Seite 509

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 26 (25.6.1872)
Date
1872-06-25
Page
Seite 509 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3224737-3226852-3226879--30734-3253624
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Hrldesheim verwaltet, sehr z«Gute, da'er für jette Verwaltung abgesehen von den Sporteln bei Drauungen, einen fixen Gehalt von 500 Thtrn: bezieht. Uebrigens ist es noch fraglich, ob in Zukunft das Landesrabbinat Hildesheim fernerweit in seiner gegenwärtigen Ausdehnung bestehen bleibm wird, da z. B. die Synagogengemeinde Götiittgen, welche in letzter Zeit sehr zugenommen und -auch tim bereits ihrer Vollendung nahe neue Synagoge erbaut hat, beabsichtigt, sich von dem Verbände zu trennen und selbstständigeinen Rabbiner anzustellen. Die Entscheidung Äbcr diese Angelegenheit wird die UmglicheBauvdrostei demnächst zu treffen haben. Auch in Celle beabsichtigt man, eine neue Synagoge zu bauen. Hannover, 10. Juni. (Privatmitth.) Bor Kurzem sind hier Dr. med. Esberg, Commercienrath Siegmund Meyer und Obergerichtsanwalt Benfey mit dem Kronenorden vierter Classe decorirt worden, jener für theils im Felde, theils in den Lazarethen geleistete Dienste , und die beiden letzten für ihre hingebende Thätigkeit als Mitglieder der freiwilligen Krankenpflege. Die für die nothleidenden Juden in Persien in hiesiger Gemeinde veranstaltete Sammlung hat, außer den von dem Banquier M. I. Frensdorff allein zu diesem Zwecke gespendeten 100 Pfund Sterling, die Summe von 1067 Thlrn. 29 Sgr. und 5 Pfund Sterling 1 Sch. ergeben. Die Verwaltung der israelitischen Cuttusgemeinde in München hat sich bezüglich der projertirten neuen Synagoge für den Plan des Bauraths O p p l e r Hierselbst, der bekanntlich die hiesige Synagoge wie die zu Breslau gebaut hat, erklärt. Nach einem von dem Magistrate zu Stettin dem Vorstande der dortigen Synagogengemeinde unlängst zugegangenen Schreiben hat die königliche Regierung daselbst auch jüdische - Lehrer zur Elementarlehrerwitwencasse zugelassen. Ein analoger Fall hat hier stattgefunden, indem ein christlicher, an dem hiesigen jüdischen Seminare wirkender Lehrer als Mitglied des Vereins zur Unterstützung der Wittwen und Waisen jüdischer Lehrer in unserer Provinz ausgenommen-worden--ist.^ :■ Dem vor zwei Jahren von seinen Cvllegen gegebenen Beispielefolgend/ ist jetzt auch der jüngste der hiesigen Stiftsgelehrten, Dr. Pleß ne r aus Posen, mit einer Pnblicätron hervorgetreten , indem er Mi Vorträge hat erscheinen lassen, von denen er den einen in seiner Vaterstadt und den andern in Berlin gehalten hat. Beigegeben ist ein hebräischer Anhang, welcher sich auf das Chanukasest bezieht und aus zwei Gedichten und einem Pilpul besteht; in jenen erweist sich der Verfasser als guten Hebraisten, und in diesen als tüchtigen Talmudisten. In Hameln starb aM 24. Mai m dem seltenen hohen Alter von 100 Jahren 5 Monaten Frgu Friederike Michaelis, geb. Jacob Meyer, und einige Wochen vorher in gleichem Alter in Meppen der Israelit David Hamburger. (Vgl. Nr. 16 dieser Zeitling l ■> In Emden, wo seit dem Tode des Landrabbiners Hamburger das Landrabbinat vacant ist, scheint man endlich nach einem ziemlich langen Interregnum an die Besetzung dieser Stelle zu gehen, und hat bereits Rabbiner Dr. Buchholz aus Stargard um 1. Juni die Reihe der zu diesem Zwecke veranlaßten Probepredigten eröffnet. Die beiden anderen auf die engere Wahl gebrachten Canbidaten sind Kreisrabbiner vr. Glück aus Sammler und Rabbiner Dr. Zuckermandel aus Märkifch-Friedland. Königsberg, 6. Juni. (Eingesandt.) Eine in Nr. 22 dieser Blätter enthaltene Correspondenz unter der Ueberschrift: „Von der polnischen Gränze" erfordert eine thatsächliche Berichügung, um deren freundliche Aufnahme ich um so dringender bitte, als durch jenen Artikel die Bestrebungen und Leistungen des HaUptgränzcomitss, dessen Geschäfte zu -führen ich die Ehre habe , in ein falsches Licht gestellt werden, und der Herr Correspondent die Sache, der er vielleicht nützen will, geradezu schädigt. - - Indem die betreffende Correspondenz unsere Bestrebungen um Förderung der Auswanderung aus Westrußland nach Amerika bespricht, giebt sie uns auf der einen Seite zu viel, auf der andern zu wenig. „Was die Alliance, resp. das Hauptgränzcomits gethan/ soll als „Impuls^ dankenswerth sein, aber nur als Impuls, mehr nicht; denn von 300 aus Czaki ausgewanderten Personen ist beispielsweise nur ein einziger durch das Hauptgränzcomits befördert worden." Diese Behauptung ist in allen ihren Theilen irrthümlich. Das seid kaum zwei Jahren bestehende Cowit6 ckaün unmöglich:dek Impuls zu -einer L^wegung ge- *

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.