Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 36 (1872)
- Issue
- Heft 20 (14.5.1872)
- Date
- 1872-05-14
- Page
- Seite 403 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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jti^affwr ^# toentjj Dank haM: Die» eMedew waren M'-den ihnrn 'vdrliehedMi^chtckrMchtrWMedM'MM^l'-LMeS'M-Mm^ zugleich ssolche Beschräükuwgen auferlegte,die ihnen ^firner-» hin' üümöglich machten; einen Staat im Staate, und zwar einen bewaffneten' zu bilden. Die' Katholiken wollten die Hugenotten überhaupt nicht dulden, sondern aüsrotten. Selbst die Rückberufung der Jesuiten 1603 vermochte die eifrigen Katholiken nicht für Heinrich IV. zu gewinnen«, und daß, hieraus, .die Ermordung des. Königs (1610) stoß, ist geschichtlich sicher..^ Der Versuch scheiterte, denn der bigdtte 'Geist nahm wieder so überhand,. daß Ludwig XIV. das Werk seines Großvaters zertrümmerte nntz.',dM'Wck^vonKäntes wieder aufhob (1685). Erst in Deutschland konnte das Werk der Parität der Con- Monen gelingen, aber wur nachdem der dreißigjährige Krieg Deutschland As zur äußersten Erschöpfung vertoÄstet hatte. Der gedachte Aufsatz ist um so interessanter, als'er' ausführlich die Kämpfe schildert, welche Hemtich IV. gegen beide Cönfeffionen zu bestehen Hatte., bevor er das Edict. durchsetzte,, und die Art und Weise, Are er sich während seiner ganzen Regierung gegen beide RÄigionMMen benahm. 'Seine Idee ging vorzugsweise dahiri, nicht; die Religionen an sich zu schwächen, söndÄn sie nur politisch ohnmächtig zu machen, daß sie sich der StaMdee üyd dem Statüsintereffe unterordneten. Es. ist also derselbe Kampf, den gegenwärtig das deMche'Reich wVnuiM zü kämpfen hat, hierbei aber, in ''Mb' die'' MehMeit - des Volkes auf seiner Seite M. " Wir haben es Hon wiederholt bemerkt, daß man bei Beurtheilung der Zeiterscheinungen, um sie richtig zu virstehen, die Cvnttnuität ver Geschichte niemals aus dest Mgen verüeüeü darf. Eine Idee nimmt ihren Urshrüüg, tritt irr der Wirklichkeit auf, scheitert wiederholt, dnrlgt theilweise durch und strebt nach ihrer, ganzen. Erfüllung,bis diese gelungen ist, unangefochten besteht, um zuletzt wieder vor einer neuen Gestaltung zu stehen.' Wo das gegenwärttge Geschlecht in dieser Entwicklung stehe, weis es hinter' und was es noch vor sich habe, zu erkennen, ist ebenso wichtig wie anregend. Hierzu liefert der vorliegende Aussatz einen schönen Beitrag. Das Journal des Debüts bringt 'einen bemerkenswerthen Beitrag von I. AffSZat zur Ophirfrage. In demselbm beruft sich dieses Mitglied, der geographischen Gesellschaft «ich emen Vortrag 'voll Joseph Halkvy, dessen Veröffentlichung er anküÄditzt : Halsvy'habe bie 'Einwürfe vM Lassen ickydö seiner Schult Kegen -die Verlegung Ophirs außerhalb Arabiens gründlich widerlegt Äüd gezeigt, daß Ophir ein Hafen von Jemen, bei Havila, dem heutigen Chaulan, sei, von wo dann sehr wohl Expedittonen nach der aftikanischen Ostküste unternommen, sein könnten. ... .Mauchs-Entdeckungen, die Übrigens nähere Untersuchungenwon ütglffcher Seiten öthig-machen, seien eben dadurch bemerkenswerth, daß^ierAnhaltspüncter zirÄeüen- Schlüssen Md"^orschüngen. böten.jMrr ckötznen a'uf hiese Controberse, deren für und wider wir. früher mWthellt haben« Nicht' weiter, eingehen, MHiAder Streit zwischen dch betheiligten Gelehrten Lemerkenswerthe Ergebnisse geliefert hat. Änimexhin rstalskeine müßige Ueberhebung zu betrachten, daß A. Petermann eine Frage, in der noch keineswegs das letzte Wort gesprochen.war, wieder in Anregung brachte und eine neue Prüfung der ActeN hervornef. Der betreffende.Artikel' der, Deba.1s> det die Fachlenner so. wie die vielen. Freunde res biM scheu Alterthums intereffiren wird, fleht, in der Nummer vom 30. April. . r, Die Juden in England. -: nr Eine befreundete Hand sendet uns die, Nr.63 des zu Pittsburg (Amerika) erscheinenden „Volkshlatts^. .vom 13. Februar, . in welcher ' unter,!.ybiger- ÄcherstrHM-.. gender Artikel zu lesen ist:, ' >,Emer Driginalcorrespondenz des „CincinnailCdinmercial". aus London zu Folge erfreuen sich.die Juden, in<EsiM land' einer sehr bevorzugten Stellung in deröffentlichen Meinung. Ihre stricte Geschäftsehrlichkeit, ihr Ordnung/-, sinn, der Umstand, , daß es in England leineneinzigen jüdischen Bettler und Trunkenbold gibt u. M haben zü dieser endlichen Bevorzugung wach Jahrhunderten^ per schwersten Bedrückungen beigetragen.^. In diesem '.Jahrhundert feien die Mehrzahl der Lordmayors von London Juden gewesen*);.ein wenn-gleich abtrünniger Jude — Disraeli —■ habe wesentlich dazü heigetragen, das Borurtheil zu Erschüttern, unw da etwa ein halbes.^utzönd Juden im 'Parlamente,'sowie der jüdische Generatstaats.- anwalt Jesse "große Unbestechlichkeit : und' Geschastsgewandtheit gezeigt hätten, und da außerdem Männer, wie Sir Moses Monttzfiore, sich csüch deiche Kn aÜM BÜr'gerjtugenden gezeigt Hätten,so dürfe Äaü'sich' nichtWdMrndaß trotz großer Aniwcosität von Seiten derkirchlrches Seelen die Jud'enffehr Ä der GüUft Ä esiglMü .Volkes gestiegen seien. ' ' . ' ' . ^Merkwürdiger Weise zeichneten,sich dagegen die englischen Juden in Künsten und Mffenschaftem bei wMw nicht so ffehr aus',- als ihre Landsleute in Deütschlünd, und ''äußei Güldstücker, * dem berühmten Professor des Sanskrit an der londoner 'Utnversttät / gebe iS: keinen jüdischen 'Gelehrten in'England, ^dex sich mit Leuten wie Spmö'za, 'Stahl,' Mendelssohns Neander (?))' Heines Bensch/Sterir,' AuchbaK,''Gäns"Ündpielm ätwerch WM. köiicke. -' 'WK' di/' GZschiW' her IuheN in deidin Mildern rentit/^Msinddie 'Münde für die 'Mschiedetien Geistesrichtungen derselben klar. Von jetzt - an roird es auch iw Deutschland 5im'Verhältniß' zu ihrer Anzahl l *) .ist^eine.große^Üebertteibungz. unsres Wissens sind ' Vis jetzt.zwei Jnben Lordmayors von London gewesen, Salomons -Wb Redact. d. Allg. Z. d. I.