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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-04-23 · Heft 17 (23.4.1872) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 17 (23.4.1872)
Date
1872-04-23
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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lassen geschehen,., weil ich benannter Ungehörigkelten' müde war. Bei der Vollziehung, tiefes Vertrages gaben RosenLanm und Grünebaum, da ich wegen der zweideutigen Fassung des Kündigungspassus zu unterschreiben Bedenken trug, die Erklärung ab: „Wir sind Ehrenmänner und werden niemals kündigen"! Ein sehr ehrenwerther Zeuge wird dies bewahrheiten. Herr? Rosenbaum sagt in seiner Erwiederung : Diese Erklärung sei eine Andichtung und entbehre schon ihrem Inhalte nach jeder Glaubwürdigkeit. Wenn Herr Rosenbaum damit sagen will, daß er den ersten Theil der ungezogenen .Worte dem. Inhalte nach für nicht glaubwürdig hält, so habe ich nichts dagegen zu erinnern und acceptire diese sehr demüthigeMeinung. Wenn ferner Herr Rosenbaum sagt, daß trotz der Artikel in öffentlichen Blättern-sich westphälische Lehrer um die hiesige Stelle beworben hätten , so erlaube ich mir ihn zu fragen: ob ihm kein Fall bekannt fei, wo ein Bruder Aaron seinem Bruder Moses die . Wolle hat wegkaufen wollen? Wenn ihm aber solche Fälle bekannt sind, sobraucht -er. sich nicht zu verwundern, , daß es auch unter den Lehrern Personen von ähnlicher Denkungsart giebt. Verschwiegen.aber hat Herr Aaron Rosenbaum, daß Lehrer, sobald sie von 'den hiesigen Zuständen Kenntniß erhalten, ihre Bewerbung zurückgenommen haben. Ob Lehrer Meyer von. Salzkotten, nnsoweit er meinen Gegnew in ihrem Gebühren gegen mich, das ihm genau bekannt war, vor Regelung unserer Angelegenheit durch . Ertheitung von Religionsunterricht Vorschub leistete, recht gehandelt hat / darüber kann ich umsomehr bas Urtheil den Collegen überlassen, als der, Präsident des deutsch - israelitischen Lehrervereins die Erwartung ausgesprochen hat, d a ß k e in sich: f. e l b st un d seinen Stand achtender Lehrer mit der hiesigen Gemeinde .in Beziehungen trete.? . Fast glaube.ich, dem Herrn Rosenbaum und seinem-Scriptum zu viel Ehre erwiesen zu haben, indem ich mich so,lange mit ihm. beschäftigt habe, .da er und sein Scriptum in den Augen vernünftiger Leser durch die Geringschätzung, womit er über die Lehrer im allgemeinen und über den rheinisch-westphälischen Lehrerverein, der weit über die Gränzen des engern Vaterlandes , mit Ehren genannt wird, und über den Redakteur des Synodalblattes,. Herrn Klingenstein, der einen so hervorragenden Ehrenplatz in der Lehrerwelt einnimmt,'insbesondere spricht, sich selbst gerichtet hat. Da Herr Rosenbaum durch seine Erwiederung, wie er es unverhüllt ausspricht, nicht seine Rechtfertigung, „sondern nur , einen Beitrag zu meiner Charakteristik in die weiteste Ferne bekannt zu machen" bezweckt, , so bemerke ich schließlich, daß ähnliche Motive mich nicht geleitet haben,-sondern , mir. die Absicht, seine, ungerechtfertigten Behauptungen gegen mich zurückzuweisen. ' Lippstadt den 4. April 1872. . Leopold Mandel. Druck von I. B. Hirsch selb in Leipzigs

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