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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-04-16 · Heft 16 (16.4.1872) · p. Seite 306

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 16 (16.4.1872)
Date
1872-04-16
Page
Seite 306 (sequence 6)
Language
German
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Makower, -der DichternÄuerbach/- waren.unter-ihnen, und die /Presse hattet ihre 'besten-'Mäste entsendet.. An den Sarg des Mitglieds der c Fortschrittspartei des alten Steuerperweigerers Kosch kam auch der Minister des Innern Graf:Eulenburg und nahm seinen- Platz neben dem-einzigen.heut anwesenden Sreuerverweigerer Ziegler, während Löwe-Ealbe, dev'Präsident des frankfurter Parlaments, über das Meer gejagt und zurückgekehrt in's Vaterland, auf dessen anderer Seite saß: Alle, die: in-einer hinter uns liegenden Zeit bedrückt, verfolgt - und zum Theil - in jedem Lebensglück, hart geschädigt wurden, haben aus dem Lethe der Vaterlandsliebe getrunken, und - dies , unglückliche Nachtstückihres Lebens ist wie - ein Traumgesicht hinabgesunkem Das theure Blut unserer Söhne-und Brüder, das sie ^in Strömen öergossen, um uns einneues Vaterland aufzubauen,: hat. uns vereint Als sie miteinander litten) froren und - durch alle- - Wetteri sich1 hindurch arbeitetenals sie Arm an Arm standen im Kugelregen, als sie einander zu Hülfe kamen, als sie im heißen Drange des -Gefechts einer-den anderen heraushieben, ' hat da der Jude-gefragt: bist du-auch mein Glaubensgenosse? haben da -Katholiken und - Protestanten und letztere unter einander sich ckatechisirt?! Q! Dev Schande und Schmach! - wenn -wir die Väter, über den - Leichen der braven Jungen, die bei einander gebettet liegen, wenn wir, während kaum - ihr - Blut erkaltet ist, unseligen Hader erneuern wollen. „Wir sind durch theure Opfer und Kämpfe geeinigt, wir haben ein deutsches Vaterland. „Der -Geist unserer Kinder mahnt uns zur' Einigung, und diese Mahnungen fühlten auch die Leidtragenden) welche vor der Leiche Koschs standen, eines geistigen Mitkämpfers - am diesem Erwerbe. Auch der wackere Kosch war -allen eine - Mahnung, allen Haß, alle Verfolgung aufzugeben und, jeder nach seinen besten Kräften- , ehrlichwffen dazu -beizutragen, das-Vaterland in Gerechtigkeit, in Sitte, Arbeit, Bildung, Liebe zu allem edlen, zur festem Stätte zu machen für -unsere Nachkommen. „Und während so sich-unter den Männern, die in Lebensanschauungen, Religion.und Politik sich trennten, während. in: einer - -ganzen - Bürgerschaft, ja im. ganzen deutschen - Volkedie - höchste - Wonne:! auf- Erden, der Friede sich vollzieht, steht) draußen noch immereine zwar kleine -aber eifrige Rotte , ' die in ihrem unauslöschlichen -Durst nach Gewalt i in ihrem Maßlosen SLolze--«achiHMchaftrdaSrBaterland'>schädigt,^trennt- und nicht-Massenwill ' vonihren-Gelüsten, Praktiken) Verdrehungen > Verfinsterungen, welchedie deutschen Stämme - wieder' -auseinanderreißen, ja - wieder'' Juden und Christen, Katholiken und Protestantentrennen,-ja letztere -wieder mit Verwerfung aller Glaubensfreiheit innerhalb der - Gemeinde, in Eine Schablone-des Glaubens,-wie sie sich solche zurecht gemacht, - Hineintreiben möchten. - . „Diese - Männersollten, wenn - nicht die Wuth ihr Aüge verfinstert hat,--aus ^Feierlichkeiten, wie die von Twestens und Koschs -Leichenbegäugniß, soviel -heraussehen, daß sie außerhalb der Bildung der Zeit-stehen, daß sie - in verwerflicher -ThäLigkeit sich -ubmühen, -und daß alles dies Bemühen unnütz -ist. --'Denneine'-reif gewordene-Welt, -die - frommer ist' - als -sie, weil sie 'bei aller Frömmigkeitihr -bestes Theil, die-Mildefesthält, sieht ihr Treiben schon mit Unwillen an, ttnd dieser Unwille - muß1 zuletzt - sein-Genüge finden:" - - ü Nach eingelaufenen Berichten ist am 4. April Vormittags 11 Uhr unter äußerst zahlreicher Betheiligüng der-Einwohnerschaft aus allen 'Ständen c und Bekenntnissen das feierliche Leichenbegäugniß in Königsberg vor-sich gegangen, v Straßburg, 21. März. Vor zwei Jahren hatte ein Herr Benjamin Levy beider Verheirathung seiner Tochter dem hiesigen Waisenhause - -eine Obligation-der Stadt Paris zum Geschenk - gemacht. 'Im - vorigen September ist diese mit dem großen- Loosevon 200-000 Francs herausgekommen. - Bon hier aüs wandern viele Familien, namentlich von - der- -ländlichen Bevölkerung, nach Amerika aus.;.5 Schmalkalden, 24. März- (Prwatwitth.) Nachstehend gebe ich Ihnen; - abschristlich - die-' Entscheidung königlicher Regierung in Kassel über den Ihnen' bereits mitgetheilten Vorfall - in unserer Gemeinde'Gehe Nummer 10). - -- Kassel,-den 18. März 1-872. - Ihre Beschwerde gegen - das Landrathsamt in Schmalkalden vom 14.-' vorigen- Monats - vermögen wir nicht - für begründet zu r erklären, da der-Eintrag des dem L. M. am 31. Februardies es Jahres - geborenen Sohnes in die * Shnagogenbüchev mit- Rücksicht -aus die ausdrückliche Erklärung- 'des- Vatetsj'Mid MNeMAttg^ hörigen dem mosaischen' Glauben MeNbNbdngu wöllett)

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