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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-04-16 · Heft 16 (16.4.1872) · p. Seite 303

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 16 (16.4.1872)
Date
1872-04-16
Page
Seite 303 (sequence 3)
Language
German
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mari-nichfaltigstetz geschichtlichen Notizen^ beweisen. ^Eine WNerlegüngi^rann' man " nicht veÄängenj 'iüän"müßte kritischen Süchk -'za'' Grunde' liegt ' Und was - -aus 'diesem chaotischen' Durcheinänder -M! Motiv Hervorleuchtet/ be- Mtkert^wir, ' daß 'diesnichts anderes als - die alte Feindschaft gegendas' nn«1!'it• ist: Daß^ Ver^ Möndtheismus ein Eigenthüm'des israelitischen Stamtnesi MÄnd alK-solcher'bis äüf die Ursprüngszeit dieses sStäMW'es hinäüfreicht^ * daß' MM Stamm' «mit diesem'Moüdtheismüs im ganzen Mterthüm allein steht und ' so ' die'Wurzel-alles monotheistischen Bekenntnisses geworden ist —- das ist es, was man bekämpfen' und beseitigen -will.- ' Man will deshalb auch-dem'israelitischen Stämme' Ne 'Vielgötterei, womöglich 1 den' Fetischismus, oder wenigstens doch den Sonnen- und Sternendienst, den' späteren Säbäismus, als seine ursprüngliche Religion infinuiren, und' da' doch sein Monotheismus einmal Nicht wegzuescamöüren ist-'so' fucht man deffen Entstehung in fÜ" späte Zeit 'wie möglich ZU verlegen. - - 'Er soll eine späte- - Frücht - der ' Entwickelung, ' möglichst der nachbabylonischen Zeit sein, also einer Periode, wo einige Anklänge auch bei den Griechen zu Puden wären. Man springt daher''mit-Männernwie Samuel, David und Säldmo/ ganzuuäch Belieben um," und wo 'sich an ihnen irgend ein nebensächliches Zeichen einer weniger lauteren Gotteserkenntniß erspüren läßt, macht"man dies zum eigentlichen Gepräge ihres ganzen Lebens, ihrer Anschauung und Gesinnung; und so lasten sich ja auch die älteren Propheten bei Seite drängen. Jedermann weiß, daß bis zum ersten Fülle Jerusalems das Heidenthum irttmer wieder in Das israelitische Volk eindrang, daselbst Anhänger fand,- aber stets mit Ausdauer von den treuen Bekennern des Monotheismus bekämpft' ward. ' Gerade dieser Kampf, der von der heiligen Schrift-stets genau berichtet-wird, legt Zeügniß von dem tief eingewurzelten Monotheismus ab. Die Gegner jedoch kehren^die Sache um, und nehmen jede 'Andeutung über ein' stets als Abfall Gezeichnetes-' heidnisches"Vorgeheirals einen Beweis an, daß die - Israeliten eigentlich Polytheisten und der Monotheismus ein" "späteres -Erzeugniß »gewesen ' sei. Dies ist das unhistorische und unkritische Verfahren 'dieser Herren. Zu diesem Zwecke scheut-' sich der Franzose auchnichtmit den allgemeinsten geschichtlichen Ansichten nach Willkür umzuspringen. Nichts' ist ähm einerseits thörichter, als eine Einheit in religiöser und sprachlicher -GMndlage > bei allen-5 MenschenstämmeN' finden zU wollen; andrerseits aber b'chaüptet er,' -daß alle semitischest Völker «uri-Äne^AWge^AnH'MunA-'UndMchMg^b'esäßech/^Ä will, />däs-' durch l'Verrenkung Uüd'Verschmelzung der dm umfangreiches Werk ' über die 50 - Seiten' der Abhandlung schreiben. 'Jndeß tst'Diesauch nicht nothwendig, denn die" Zeit schreitet 'schnell über - solche' Mißgeburten einer phantastischen, principien- und 'regellosen, dagegen von willkürlichen Voraussetzungen ausgehenden Kritik hinweg. Wenn -wir uns dabei öfter aufhalten, so thun wir - dies nur 'um zu warnen, und besonders um die strebsame Jugend von dieser Verirrung zurückzuhalten: Nicht die' Kritik'soll sie scheuen, aber daß endlich die' Kritik nach festen und vernunftgemäßen Grundsätzen geübt werde, das sei ihr Bestreben. Das geringste 'Körnlein, das auf' solchem Wege gefunden wird, ist von großem" Wetthe^ aber die' glänzendsten Und - schimmerndsten Untersuchungen )* "sobald sie nach fälschen - Regeln oder' ohne alle Regel geführt werden, sind nutzlos, schnell vergänglich und wie jeder Jrrthum schädlich. ';; \ - Zeitungsnachrichten. Deutschland. ' Berlin, 21. März. Die „K. Z." schreibt: Der Staatsanzeiger meldet amtlich die Adelstitelverleihung, welche den Banquiers Gexsön Bleichröder' und Hansemann -zu Theil/ geworden ist, und'' fügtlaüsdrücklich Hinzu taff _ bei Sfret sei. Es ist dies der erste Fall in Preußen, daß ein Israelit, welcher directe Nachkommenschaft hat', geadelt wird. Ueberhaupt ist die Nobilitirung Bleichröders der zweite Fall der Adelung eines Israeliten (der erste betraf den Freiherrn Abraham Oppenheim in Köln). Emen persönlichen Adel" gibt es in Preußen nicht. Der vorige. König wies das 'Nobilitirungsgesuch eines hochberühmLen Israeliten, Meherböers,' wenn auch in der huldvollsten Form, juÄ ". ' ' ' Berlin, 26. März. (Privatm.) Wer den Lauf der Dinge aufmerksam verfolgt', wird manchmal in überraschender Weise nicht blos,den Wechsel gewahren, der sich" vollzieht, sondern rmch die Vergeltung/ die ost in 'scheinbar kleinen' Momenten sich manifestst., Es ist dies 'LemerkeUswÄth, weil ja -auch das kleine .Ausfluß der großen"'Müdustgen ’ ift Und Liese gleichsam

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