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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-03-12 · Heft 11 (12.3.1872) · p. Seite 204

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 11 (12.3.1872)
Date
1872-03-12
Page
Seite 204 (sequence 6)
Language
German
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wegen Beerdigung Angehöriger; der. aus dem badischen; Judenverbanpe,-Ausgetretenen auf t dem Friedhöfe der! -hiesigen israelitischen Gemeinde, die ich Ihnen? da sie > jvon allgemeinem Interesse -ist , mittheilen will; - Dieselbe, sprich^ sich dahin-aus, „daß die hiesige israelitische! Gemeinde nicht verpflichtet, ..sei,. die Beerdigung von - Mitgliedern der sich, so nennenden israefit.^Religions-! gefÄschast auf, Wem' Medhtzfe"; diese durch ihren^erklärten Austritt , miß' der,'organisirten Judenschaft de^ Großherzogthums aufgehört ha- : Len, Israeliten,im Siyne unseres' HndesrWs. unld ' folgeweise der diesen ^zustehenben.MMstnd Pflichten theilhaftig zusein. M bleibe daher.' her.^Polizeibehörde - in 'vorkommenden Sterbefällen der Ausgetretenen' nur übrig, die Beerdigung auf dem allgemeinen städtischen ^Friedhöfe' anzjwrdnm.".^ DUe Kntscheid.ung dürfte sich! von segensreichem .Einflüsse für1 unsere vom Verfall bedrohten Wischen'^eMÄezustande erweis^ indem dieselbe' einen Damm bilden würde gegen das Ueberhandnehmen , der da und. dort drohenden Austritte einzelner aus dem badischen Judenverbände. , Es steh t so zu'hoffen, .daß das, wä^ Pas Lebest zu trennen und eben dadurch zu zerstören drohr der Toi» zusammen und befestigend erhalten werde. Was. unseren Shnagogenbaü betrifft, so hoffe ich, daß derselbe 'im' Frühjahr begonnen werden. wird. Wenigstens. ist bereits ein Plan .für denselben vom Shnägogenräch genehmigt. , ffs muß nun zur Bewilligung des Aufwandes für dm Bau, der sich auf etwa 100,000 fl. belaufen durfte, hie Gememdeversflmmlung berufen werden. Dann erst wird sich zeigen,, ob nicht, wie befürchtet wird einzelne,, die. mit der von der Mehrheit gewünschten Einführung der Orgel nicht einverstanden sind, andere Indifferente, aus Mangel an Opferfreudlgkeit von dem Rechte des Austritts aus der Gemeinde Gebrauch machen werden,' wodurch die finanziellen Gemeindekräfte geschwächt ] und in.. Folge davon der köstspielige. ' Shnagogenbaü'' wieder in, Frage gestellt werden könnte. Uebrigens hoffe sch,, der bessere Geist in der Gemeinde wird ,siegen , und wir werden nicht allzu lange mehr per Segnungen eines würdigen Gotteshauses und eines erhebenden Gottesdienstes entbehren müssen. Das walte der gütige Gott!. i Münster; in Westphalen. (Eingesandt.) Wir habenvon .eiyem Acte der Pietät, und zugleich der Wohlthätigkeit; zuberichten, den wir .in .diesen Blättern um so lieber veröffentlichen , weil er manchen wohlhabenden - Israeliten Westphalens und Rheinlands hoffentlich eine ' Veranlassung zur Nachahmung geben dürfte. Es haben nämlich, die Herre^ Gebrüder Grünebaum in Gesecke und Lippstadt dein hiesigen israelitischen LehrersemiM. eine ^Schenkung M 2M Dhlrn. zufließen, lastenwir, dWBestinmtung^^ daß fa dieser Anstalt für chre - verstorbenen Aeltern Wahrlich das Kaddischgebet gesprochen werde^ wie. dies Mch schon für frühere Wohlthätqr der ^Anstalt geschieht. Da. jette wohldenkentzem Männer schon-anh^wärts in ähnlicher Weise .diese. Absicht „stas AndmtznWWv chrfurchtßvoller HinnerWg, zu^exhalten, .Ausführung gebracht haben, s0s,W^die.Hauptabsichr hei,,her jüngsten Schenkung diese, die Zwecke des hiesigen Lehrerseminars, welches .auf.:die, Unterstützung der Israeliten. in .Westphalen . und. Meinsanp hauptsächlich, angewiesen ist, - zu, -fördern. Wp WM - mfr , gern j der Hoffnung hingeben, , daß wir ähnlicher- HMlungM recht bald manche, zu verzeichnen haben, .werden.; .;f .;r; vr. St.,.;; , Bon», 20. Februar. (Privatmitth.) Unsere Leser werden sich erinnern, daß auch ein, Blättthen in Euskirchen den Schmähartikel der ,Hugsburger-Postzeitung"*) gegen die Juden abgedruch hatte. Der, dortige Gemeindevorstand; erhob,,, unserem; Rache,folgend, Beschwerde bei dem Staatsqnwalt,- dagegen , und, in diesen. Tagen > ^verurtheilte das Zuchtpolizeigericht - zu B.onn den Redacteur zu vierwöchentlichem Gefängmß. — Auch in der „Köln. Zeit." wird,jetztderMachweis geführt, wie außerordentlich überlegen die Zahl der jüdischen Schüler auf, den höheren >,LehrflNstalten . gegenüber denen der beiden christlichen Konfessionen ist, Sie sagt: v - „Den neuerdings erhobenen Klagen der Ultramontanen gegenüber,. dgß. .die Katholiken. nicht: , im Verhältniß zu ihrer Zahl bei Besetzung der Staatsämter berücksichtigt,; würden,, haben folgende Zahlen Interesse. Nach dem „Centralblatt sürchjegesaMMLe Untexrichtß- - : *) Der Artikel stützte sich auf, das - .Pamphlet des Professor Rohling, „Der,Talmudjude", Welches in zwei Heften von dein Seüiinärdirectdr' vr.' Kr ö ü e ^'' (bgl. S.^ 674 v. I.) kräftig widerlegtworden' ist/ wobei'dem Herrn Professor' Unwissenheit und Etttstellung-'ttclchgewiesen werdest. Die Erwiderung.-: Rohlings^i'jerweist diese Eigenschaften noch mehr.

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