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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-03-12 · Heft 11 (12.3.1872) · p. Seite 203

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 11 (12.3.1872)
Date
1872-03-12
Page
Seite 203 (sequence 5)
Language
German
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ZeiluugsyLchrichteu. * Deutschland. .n7-BMn, M Fe6rüär."(PrivaWtth/)' - Unfern' Lehrern an /her Knaben -' und Mädchenschule wurde von Rn Behörden ünseE jüdischem Gemeinde eine' bedeu- WWHehalLSzÄäge'HewHH so'daß diese den Lehretn än' den slÄtisihen Schulen 'gleichgestellt sind. Mäü Wß^'dem' edlen'-'und' rücksichtsvollen Willen der W- NeWevertr'etüNg,''!Vie'detz' Schulvorstandes alle Aner- ÄttniÄg zollend'' BÄde^Aü-stäMP ffäst uiir von unb'emittelten Kittdern ^besucht- - kosten hier Gemeinde jährlich 15,000^18,000 Thäler. — An der Mädchenschule Ed'jetzt'ein literarisch gebildeter Lehrer gdsücht/ "Die Stelle Ist üne schöne'-und gut dotirte/ An ^ünsereü jüdischem ÄhränstMen sind diä Literäten besser besoldet Wd''HävenswöcheMch *6ter Stünden" w'enigek}[pi] ünterrichterr? altz' W MÄeüMchrer:^''Sowohl in der Mädchen^ als in der Knabenschule fehlt es an Raum, um alle sich anmeldenden Schüler aufnehmen zu können: Biele armo jüdische Kinder müssest deshalb die städüscheri'CömMuNälschülen besuchen.' '^Der Gemeiüde- Vorstand wird tHer "bald noch eine Religionsschule für ' diese Schüler 'gründen müssern Vor einigen lo1* näten" erhielt*ün'ser S e mi n' a r ein: Legat vöü 10,000 Thlrni, ' eM Vermehrung seiner Mittel , die um so Willkömwenerist, als dasselbe intensiv-und extensiv in stetein Wachsthum' begriffeü Ist.- Sie habenmit Recht''die Verhandlung unseres'' Abgeordnetenhauses über den evangelischen' Oberkirchenrath/ besondersdie Rede des vr/ Kosch, ausführlich gegeben. Merkwürdig livär'' dabei, daß diese Behörde gär keinen wirklichen Vertheidiger fand, und daß von ministerieller'/Seite sür^den-Bestand ' derselben üichts/ älsdie Neuheit des Cültüsmiiiisters" in - seinem Amte 'betont wurde. ' Eine Desörganisation dieser^ Behörde kann seitdem nicht öe'rWüt werden,' M'-ihr Präsident 'MÄtthis - nusgvschiedetrWi WÄ^sehen^hieb im-kleinert ^dasselbe, was im großen nach der kinderräuberischen Mortarageschichle'in^Jtaliettvökging//, HisttäDit ist noch/ sehr kirchlich'/gesisint, viel!.siMichex'äls das/vorige/Jähr- MndM;':i aher. Hcte^hierärchisch^N: "Hochwuths 5-- fanätifche^iUebergriffe. 'gegen dieiconfessionelle /Duldsamkeit kann'siec nicht-vertragen. ' rv- -l? Leider ist in'dem Befinden des Herrn Vr. Kosch keine Besserung' eingeLreLen, und -er-würde, um einer sorgsamen Pflege theilhastig zü-werden, äNs der Wohnung des Heckn von Forckenbeck, der ihn als Gast im Präsidialgebäude Äufgenommenhatte, in das jüdische Krankenhaus gebracht. -?! -; “;,i Berlin^ 28. Februar.'' Die „K. Z." schreibt: „Eine langes Zeit Hindurch schwebendeFräge hat/heute zu ällgeüreineb' Befriedigung ihren' Abschluß / erfahren. Der geheime Medicinalrath vr. Traube ist zum ordentlichen' Professor der/ medicinischen' Facultät /'der Universität'Berlin' ernannt worden.. Bekanntlich/ ist damit diie erste Ernennung eines Jsräelitenzü' «Ä derartigen StäatsamtJ vollzogen. Schon nach '/dem Tode des Professors /Griesinger war hie Professur füb die Klinsi / so' chie für /die. Seelenheilkünde erledigt; für'/ den' Lehrstuhl des' letztgenannten Zweiges,'wurde der Privätdoce'nt' vr'''Westhhal als außerordentlicher Professor berufen. Für hie klinische Professur brächte die Facultät den Geheimenräth Traube in Vorschlag; Herr von Mühler aber ging daraus/nicht"ein, sondern fragte ölt,' ob. nicht ein ordentlicher Professor für die Seelenheflkunde berufen werden sollte. Unstreitig hatte der fromme Herr von Mühler nur aus confessionellen Bedenken diese Rückfrage erlassen,, zu welcher ihn vielleicht ein . anderer hochgestellter Mediciner, der sich hekanntlich seiner besonderen Protection zu erfreuen hatte, bewögen haben mochte/' Dem.Cultusminister vr. Mk wird die endliche Ernennung Traube's zum Verdienste angerechnet werden? .... - " ' ■ ‘ Hiermit hat vr. Falk eine' der' ersten Forderungen, die an/ ihn zu stellen waren, erfüllt,, und ist abermals eine künstlich aufrecht erhaltene Schranke gefallen/'Allerdings glauben' wir nicht, daß' nunmehr' es den jüdischen' Aspiranten uM einen akademischen Lehrstuhl leicht gemacht werden wird,'einen solchen zu erlangen i Traube's Fall war zu drängend ,'/ um einen. Beweis abgeben zu können), aber jedenfalls ist doch die höchste akademische' Stufe den Juden nicht/ mehr principiell verschlossen , 'und wir/hoffen , daß sich/dies bald, auch bei den mittleren und/ höheren Lchränstälten/äußerhälh der Universität erweisen.werde. r* ... X-,. Karlsruhe (Baden), 26. Februar. (Privatmitth.) Ich erhalte soeben-' Keniitmß / von 'einer' in HidstnNagen 'erfolgtem 'Entscheidung''des 'großhvrz'öglicheM 'Ministe-' riuüts 'des Innernüber eine-- anhängige' Streitftäge

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