Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 36 (1872)
- Issue
- Heft 11 (12.3.1872)
- Date
- 1872-03-12
- Page
- Seite 201 (sequence 3)
- Language
- German
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fortdauerndem Kampfxdeß Guten, und. hes Mösen,. .einen - unaufhö.rlichem Proceß &,<#, ^utenuyd^des.,Dösen,l MchM Mi daß GM -allmälig, -siegreich Meidet,..jderl .chberMych/'M,M'..tt^-DchM^WZe sortdauert, peil auch? -HM Böse saus, den menschlichen VeHäKnifsen.M immervon- .neuem: wiedergehiert. « ÄHod^W.-KWPfetzsim diesem! Iroceffe siegt auch, oft. für layge- Zeiten, das-PöseMdwirderst durch ein ^unermüdliches -Ringen und durch un-' zähsige Opfer ausseiner Herrschaft)- wieder verdrängt.! Oft wird dasj ursprünglich. Gute. ,Dadurch , -daß es ver-1 lebt , und abstirbt, dennoch.aberseme. Geltung nicht.her-} geben, will, zunz Bösen , - und fordertdie Keugestaltung! dG.Lebens -zu meinem schweren-,St^M^auf.^ Wnfo-.ge-.! .wahren wir,^ daß nicht seltendas.-GM. durch,- das,..Böse j bewirkt wirdU: und das Böse/ aus-dM- HMn - Nahrung \ und Macht...zieht,; i M; den .Misten Fällem fließen ^die { -Thränen des, Jammerst Picht Men den,Thränen.-der j Freude;was den einen, erhebt, stürzt den,andern, . und! Wes und Gemeims miM,rsich-M . einer unförmlichen -Masse, Dies ist die Wahrheit, und an diesem, Processe; Haben ln gleicher Weise, und - in ^ähnlichem Verlaufe alle! -bedeutenden. Glieder der.. Weyschheit^ihM Antheil .in der .Vergangenheit wie. in der .Gegenwart.. Es ist dies keine: christliche, keine jüdische, keine heidnische, es ist,die mensch«; liche Welt, die von demselben Gotte getragen und ge-! leitet wird. Brauchen .wir hierfür Beweise.anzuführen?! Jedes. Stück Weltgeschichte zeigt uns . das Abbild davon.! Wird nicht per fromme Sinn und die Gottesfurcht un-? zählige, male zum Dienste der Heuchelei und her Herrsch-.! .sucht, benutzt? nicht, der Patriotismus für. dynastische j und für revolutionäre Zwecke ausgebeutet? Ist der; Krieg nicht eine brutale Bosheit? Haben wir nicht j feit 1855 sechs furchtbare, Kriege gchabt, und.haß. KM, > desien wir uns heute freuen, ist eß. nicht - aus , ihnen her-! vorgegangen?.; Nachdem-die Sklaverei und. die.Leibeigenj -schaft beseitigt sind, hat sich nicht die, sociale. Frage.geboren, und häuft sich nicht gerade, an den Stätten des emsigsten Fleißes, und in - den Eentren. der Ciyilisation \ ent furchtbares Proletariat, in welches - mit, dem .Elend» nur.allzuviel auch;die Unsittlichkeit,ihresl,-Einzug hält^ \ Hat. das Gute niemals im Alterthum. gesiegt?!. Wie so j kam es denn,- daß - die Urbarer^ des Mütelalterß nur; durch die geistige Hilfe des Alterthums gebrochen wer-! den konnte? . . . Doch wozu sollen wir diese Fragen! häufen, deren Beantwortung nicht zweifelhaft ist und in j jedem Zuge einen Beweis für das oben Gesagte dar-! bietet. r ,J;, »Wenn, wsr dem wiedererwachenden christlichen Katio nalismus hiermit eine Äa^nung haben zurüfen wollen, Acht wieder die alten Wege, die ihn zum Verfalle führten, zu beschreiten, so geschah es, weil wir an ihm ein hohes Interesse nehmen , und weil wir uns noch aus MsrÄ''Mgend ''erWern/' wie abstoßend und einseitig er sich auch gegen' Judenthum und Juden zu betragen pfleM Die Zeit ist' seitdem bedeutend vorgeschritten, und das Mittelmäßige und Einseitige vermag sich noch weniger äüfzurichten und zu erhalten als vordem. Dogma oder nicht i« Lanhedrm X (D)? vj;': Es ist nicht' unsre Absicht, heute schon wieder in den vor kurzem heftig geführten Streit einzugehen , ob das Jüventhüm DogMen hübe oder nicht. Man berief sich damals auf die Aufstellung von Dogmen schon im Talmud, und zwar im zehnten Abschnitt des Tractats San-' hedrin, wo diejenigen aufgeführt werden , welche durch Läugnung gewisser Glaubenssätze „den Antheil am zukünftigen Leben" verlören. Hiergegen wandte man ein, daß im Verlaufe desselben Abschnitts mehrere geschichtliche Personen und'' Zeitalter , sowie auch solche aufgezählt werden, welche gewiste verwerfliche Handlungen vollbringen;, also nicht gegen einen Glaubenssatz verstoßen, und denen ebenfalls der „Antheil am zukünftigen Leben" abgesprochen wird, Wir bemerkten damals, daß das Sachverhältniß doch ein anderes sei, und wir bei Gelegenheit näher darauf eingehen würden. Wir wollen dies jetzt versuchen. .; Es ist also hier vom „zukünftigen Leben", vom „Antheil am zukünftigen Leben" (asn obu»b pbn) die Rede, und dies ist schon an. -. und für sich ein Dogma. Es handelt sich , also nicht um eine Strafe des weltlichen Richters , auch nicht um, eine im Gesetz angedrohte göttliche Strafe wie sondern um die Erlangung oder den Verlust des Antheils am zukünftigen Lechen.. Wir erinnern nur .an jenen Satz in Berachoth .54, 1 Talm. Babli, 12, 4 Jeruschalmi, wo es heißt: „Alle, die ick Heiligthum einen Segensspruch schlossen, sprächen „von der" Welt" (übis^ d. h. von Ewigkeit)'; als aber dieKetzer (Saddücäer, Epikorßim)Jrrlehreü^predigten und sprachen, es gebe nur eine Welt, WordM mam, däß^uianPreche: - „von Welt zu Welt" "vb^n ' iVvon EwigkÄ'zp'Kwig^