Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 35 (1871)
- Issue
- Heft 38 (19.9.1871)
- Date
- 1871-09-19
- Page
- Seite 768 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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768 Bei Adolf Cohn Verlag und Antiquariat in Berlin, Dorotheenstr. 57, ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kochbuch für israelitische Frauen von kedevlra Wolf geb. Heinemann. Nebst vollständiger Speisekarte und Hausapotheke, Anweisung zur Führung einer religiös-jüdischen Haushaltung. Fünfte verm. Ausl. —Preis: geh.! Thlr. Sauber geb. 1'/' Thlr. Irsdiefs Mel jetzt Wexstrasse 23, Hamburg. Unterzeichneter empfiehlt sein neues Etabliffement, welches 50 der schönsten Zimmer, Hestanration & Cafe enthalt, alles den Anforderungen der Neuzeit gemäß eingerichtet, und welches namentlich auch für Durchreisende sehr gut belegen ist. Küche streng nach dem jnd. Nitus. Ergebenst _Adolph Hirsche!. HeiraLhsgesuch. Ein Kaufinann, 28 Jahr alt, Israelit, in einer mittleren Stadt wohnhaft, sehr wohlhabend, von angenehmen Aeußeren sucht sich zu verheirathen. Er reflectirt auf eine junge Dame von angenehmen Aeußeren, Bildung und guter Familie; gleiches Vermögen erwünscht, aber nicht unbedingt erforderlich. Gefl. Offerten, sowohl direct als auch durch Vermittler werden snb v. H. 365. durch die Herren Haafenstein u. Vogler in Leipzig erbeten. Heiraths-Gesnch. Ein junger Mann, Anfangs der 30er Jahre, Theilhaber eines sehr rentablen und selten betriebenen Industrie-Geschäfts, sucht auf diesem Wege, wegen Mangel an geeigneter Bekanntschaft, eine Lebensgefährtin, mit welcher er glücklich durchs Leben wandeln möchte. Dieselbe muß aus achtbarer Familie, religiös erzogen, gut gebildet und eine baare Mitgift von mindestens 5— 10,000 Thlrn. haben. — Die besten Referenzen hinsichtlich seiner moralischen und bürgerlichen Stellung, stehen zu Gebote. — Vertrauensvolle directe Offerten, beliebe man, nebst Beifügung der Photographie, unter Chiffre „Gottes Segen" an die Exp. d. Bl. abzugeben und sich der strengsten Discretion versichert zu halten. Wir ersuchen diejenigen Herren, welche für die von ihnen bestellten und in Empfang genommenen Exemplare des „Gedenkbuches p." Zahlung noch nicht eingesandt haben, dies gefälligst nächster Zeit zu thun, da die Rechnungen über diese Schrift abgeschloffen werden sollen. Die Redaction der Allg. Zeit, d. Judenth. in Bonn. Zartsinnigste Ehevermittlungen der vornehmsten und reichsten Parthien. Gesucht 1 honnetter Geschäfts-Mann, für 1 Mädchen aus guter Familie. Baares Vermögen 4000 Thlr. Ein Geschäftslocal in einer Mittlern Provinzialstadt Pommerns, in dem seit vielen Jahren mit gutem Erfolge ein Kurzu. Posamentierwaaren-Geschäft betrieben wird, und sich zu jedem andern Geschäft wegen seiner frequenten Lage eignet, will der Besitzer mit auch ohne Lager verkaufen oder verpachten. Junge Leute, die sich selbstständig machen wollen, wollen ihre Adresse unter B. V. 50 in der Exped. dies. Zeitung niederlegen. Aufruf! Am 11. Juli e. starb zu Wronke, Provinz Posen, der zweite Lehrer der dortigen jüdischen Schule, College Rosenthal, eines plötzlichen Todes. — Trotz der angestrengtesten Thätigkeit des Verewigten, der sich oft des Nachts keine Ztuhe gönnte, - war es ihm während seiner 27-jährigen Amtsthätigkeit leider nicht gelungen, seiner Hinterbliebenen Wittwe mit ihren sieben noch unerzogenen Kindern, von denen das jüngste und das älteste 14 Jahre zählt, eine sorgenfreie Existenz zu sichern. Der Verblichene hat seiner Wittwe weiter nichts, als einen guten Ruf hinterlaffen. Unendliches Ach und Weh entströmt den Lippen der Wittwe, der ihr Ernährer entrissen ist: ernst und traurig schauen auf ihre klagende Mutter die unversorgten Kleinen, die so früh ihres Vaters und Erziehers beraubt sind. — Daher halten es die Unterzeichneten in der trostlosen Lage der armen Lehrerwittwe für ihre heiligste Pflicht, sich der unglücklichen Familie eines verstorbenen College» anzunehmen, und wenden sich im Namen der Hinterbliebenen an die wohlthätigen Herzen aller israelitischen College», Gemeinden und besonders kinderlosen Familien, damit für die Linderung der Noch der Wittwe und namentlich für die Erziehung der Waisen Etwas geschehe. Möge dieser Ruf an unsere Glaubensgenossen, die nicht mit Unrecht □'^rn -:a heißen, vom Segen des Allerhöchsten begleitet sein! Jede Gabe wird von jedem der Unterzeichtneten mit Dank angenommen, und öffentliche Rechenschaft abgelegt werden. Jnowraclaw u. Wittkowo, im Septbr. 1871. Die Lehrer der jüdischen Schule in Jnowraclaw: Julius Masur. Louis Cohn. M. Elias. Glück, Schreiber, Lehrer in Wittkowo. p'abnbb Tchnw br -rj: bVp — v-c; ^2 ciap: ciNns Yirds' br -2 a Mp!nb -n:; r: c*a bvta -a v-a^n o-nbb? -aa bVp!ov? r» &“?»! cnbb D-btfön °-yn2 sy'tz 'ia>- “VN.T p'tnrf? : awsg n» o»p_> "üityn bst a-'jMrvn jnrsbx,, ■nb-b -nV?: ,NTfitpirv> — ■nKbSKTnN:-« Verlag von Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld^ Verantworilicher Redactcur vr. H. Lotze. Hierzu Feuilleton-Beilage Nr. 38.