Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 35 (1871)
- Issue
- Heft 1 (3.1.1871)
- Date
- 1871-01-03
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
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14 keinen Zweifel, daß der Congreß in der nächsten Sitzung die rumänische Negierung anerkennen wird. Wir wünschen dem angehenden Diplomaten den besten Erfolg und halten uns vollständig versichert, alles was in Peixotto's Macht steht für die Gleichberechtigung der rumänischen Israeliten zu thun, und für das beste Einverständnis; beider Negierungen zu leisten, das wird vollständig geschehen. Amerika hat den Juden in der Schweiz zu ihrem guten Rechte verhelfen, vielleicht gelingts auch in Rumänien. Jedenfalls wird man in Bucharest die Stimme von vierzig Millionen freier Menschen wenigstens einigermaßen berücksichtigen. Das Ausbeizen eines jeden Schandflecks mittelalterlicher Intoleranz und schmachvoller Knechtung ist reiner Gewinnst für die Menschheit. Peixotto's Mission ist eine herrliche. Er hat das begriffen und geht mit Begeisterung an's Werk. Bon unseren geehrten Freunden, Gönnern und Eollegen in Europa erbitten wir die freundlichste Aufnahme, brüderliche Unterstützung und volles Vertrauen für unfern Freund und Liebling Benjamin F. Peixotto. Freundlich gesinnten europäischen Blättern wird dieser Aufsatz zur besonderen Üeuntnißnahme empfohlen. A «; e i ge». Tamsonsfckule in Wolfenbüttel. In Folge der Einberufung eines unsrer Lehrer zum Militärdienste ist dessen Stelle baldmöglichst wieder zu besetzen. Theitnahme an der Beanssichügung der Zöglinge und Leitung des Unterrichts hauptsächlich in den Elementarsächern sine die wesentlichen Pflichten des anznstellettden Lehrers, dem — je nach den Leistungen — fährt. 150—• '2<H) Thlr. nebst ganz freier Station lWohnung, Speisung, Wäsche, Heizung u. f. u>.) zugesichert werden. Meldungen mit Zeugnissen und Lebensgeschichte sine dem Unterzeichneten einzusendcn. Tircetor Dr. E h renber g. Vaeante Lehrerstelle. An einer höheren israelitischen Lehranstalt ist auf den l. April 1871 die Stelle eines Lehrers für hebräische und allgemeine Fächer für mittlere Elasten zu besetzen. Bewerber, welche bereits an größeren Schulen unterrichtet haben und namentlich im Hebräischen gute Kenntnisse besitzen, werden erfüllst, sich unt. Einreichung eines eui-r. vitae u. einer Abschrift ihrer Zeugn. sub. Lit. II. M. mittelst der Exped. dies. Blattes zu melden. Vaeanz An der hiesigen Synagoge soll der erste Cantor angestellt werden. Erfordernisse sind: eine schone Stimme, musikalische und sonstige Bildung, die Fähigkeiten die Gebete sowohl'als die Abschnitte aus der Thora gehörig vorzutragen, sowie vor allen Dingen sittlich religiöser Charakter und unbescholtener Ruf. Die Qualification zur Ertheilung jüdischen Religionsunterrichts sowohl als zum Schlachten des Federviehs wird gewünscht. Festes Gehalt 500 Thlr., ferner freie Wohnung und sämmtliche Nebenrevenüen. Nur hierzu qualificirte Personen wollen sich, unter Beifügung ihrer Zeugnisse und eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes bis zum 25. Januar 157 1, bei uns schriftlich melden. Bromberg, d. 11. December 1870. Der Vorstand der Synagogeu-Gemeinde. Ein geprüfter jüdischer Lehrer wird zum 1. Januar oder 1. April 1571 für die Gemeinde Zabrze bei einem Gehalte von 300 Thalern gesucht. Anmeldungen und Zeugnisse sind an den Unterzeichneten Borstand franco einzusenden. Salomon Schüller. Für ric hiesige, kleine Synagogen-Gcmcinde wird ein nnvcrhciratheter Rcligions- und Elementarlehrer gesucht, der zugleich die Stelle eines CantorS zu versehen hätte. Reben einem fixen Gehalt von 200 Thlr. pro anno ist demselben Gelegenheit geboten, sich durch Privat-Unterricht ein Ncbeneinkominen von 150—200 Thlr. zu verschaffen. Rcflectirende wollen sich unter Beifügung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten wenden. Enger (Westphalen.) Der Vorstand der Syuagogeu-Gemeinde. A. G, Vorrcuter. Offene Lehrerstelle. Zum 1. April 1571 soll an der Real- und Volksschule der hiesigen israelitischen Gemeinde die Stelle eines Lebrers der deutschen Sprache und Literatur, Geschichte und Geographie besetzt werden. Bewerber, welche die tannltrm docendi in im genannten Fächern für alle Klassen einer höheren Schule besitzen, wollen ihre Meldungen nebst Prüsnngszcngnissen an Herrn Tircetor Dr. SBacrttHtlft dahier, baldigst einreichen. Frankfurt a./M., den 24. December 1570. Der Schulrath der Realn. Volksschule der '_israelitischen Gemeinde. «Offener Neiseposten. Ein tüchtiger junger Mann, der sich als Reisender für ein Weingeschäst eignet und Camion stellen kann, findet bei gutem Salair dauernde Stellung. Offerte sub. U. 3705 besorgt die Annoncen-Expedition von Äudolf Mosse in München.