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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-11-13 · Heft 46 (13.11.1866) · p. Seite 730

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 46 (13.11.1866)
Date
1866-11-13
Page
Seite 730 (sequence 8)
Language
German
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»ja; T)Mit, man mir aber nicht den Vorwurf mache, meine Schilderung sei zu grell aufgetragen, so erlauben Sitj mir, Herr, Redacteur, daß ich an einem; conereten Fajlle Mit MglichsterVermeidungperspnlicher- Angriffe die Wahrheit der, von mir. angedeuteten „Theorie" des Eharlatanthums und meiner Ansichten über, die Genesis desselben darthue. Sie haben es sicherlich, errathen, bfiß ich auf, „die Äffaire -Nascher" werde zu sprechen kommen,- was sich mir heute. um so eher verstatten darf, als,-- all, die. curiosen Bewandnisse, welche es um diese hat,, selbsd aus. den elastischen Grenzen. des, öffentlichen MheimMes. schon längst hinausgetreten. Es . wipd miy. zwar nicht, einfallen zu behaupten,, daß Hr. Rabb. ör. 'S. Naschsr. (reete Nascher) Charlatan von Profession, sei, aber daß er. geniale Anlagen zu.dieser edlen averrathen,. kann,ihm Keiner nehmen. Wir.kjnrnch,Recht „S. M ,unp rsein Leben" .als, -„StMe?, benutzen,, die, uns über manches belehren, wird! —, Wie . zu seinen. „Erfolgen" denn,; eigentlich' gekommen , mußunsere erste Frage sein,, denn mit-den „Erfolgen" beginnt - heutzutage das? Leben.. Kam,. — zupr erster,Male zeitlebens 7-- nach ,Spreeathen, predigt. hei, den,. 8Good-ll-e-'I^ch, und, ist, aufgenommen — da^r,leibhafte_Eonterfei eines zweiten veaj,- vidi, vici.r N^n,zsind wir. unbescheiden genug, uns zu interessiren,. w^ wenn. die Gemeinde der Humanitätsmänner eigens lichaufgenommen? Daß sie von dem.eurrioulum des, 23jHh.rigew.Mannes, nurblutwenig gewußt, Weniger, no.ch.won.dessen Characler und Qualisicaüon,; ist offenbar. — wahrscheinlich sind - ihre Mitglieder, von - den, „durch- und /vergeisteten" Reden, hes, Jünglings derart-, in,Ent- und Verzuckung gerathen,, daß, nur;. die allf0-: gleiche Äcceptation ihrer. ^Bewunderung, einen schwachen Ausdruck, verleihenkonnte,: Da -erlauben.wchnns nun wieder, mit. ernster Miene zu fragen:, darf einer „fr.om- Mfl Humanitätsgemeinde", eine Predigt, die gefallen, hch. ,7denn de guslibus nanest disputandiim die, schöne, Predigt, fragen wir,, das, einzige Kritermyr., sein, das. .über Würdigkeit .oder Unwürdigkeit des Bewerbers entscheidet?!— Sehen wir nun dazu „die Hülfen" zu jkntdecken, die. unserem Freund so Hoch hinauf (!). verhelfen. Kaum, hatte der „Rabb.-vr." die . ersten ,. Male, die Kanzel der kleinen Gemeinde der 8eKoohkue^, Idh in Berlin .betreten, da war. schon in einem-üeff; irnMagyarenlande, erscheinenden Journale („MenMa-!nanja" Nr. 19) zu, lesen,-wie, folgt: „,(N. Berlin,- 4: j Mai) Hr. Rahb> vr, S. N., Sohn des,Oberrabb. zn.- j Baja, .hat. aufs Aufforderung bis jetzt.3 -gottesdienstliche i l Vorträge in der, Synagoge derfrommen Humanitäts-; gern, gehalten. Gediegener Inhalt, markige, literärische, j und /schwungvolle Sprache, Tiefe und Innigkeit des Ge-; fühls und der Ueberzeugung, scharf pointirte, in Gegensätze, sich-auseinanderlegende Gedanken, gestützt von jüd. j Gelehrsamkeit, und getragen von einer, mit-voll- und-,!wohlklingendem Organe gehaltenen begeisterten Box-. \ tragsweise -sind es, die die Predigten sammt und. son-; ders . auszeichneten, . Der Beifall steigerte sich mit jedem, j Vortrage, bis zu dem Maße, daß Dr. N. hier als einer j der; eminentesten. jüd< Redner der Gegenwart. allseitige. , j Anerkennung - fand. Unter der Menschenmenge, die -zu - den - Predigten wogte, waren die größten Notabilitäten^ l sowie, die V.orstcher und Repräsentanten.der Gesammtl gemeinte- „ zu- /sehxm - Der Erfolg war, / daß auf Der-. jWendung., und.'Unterstützung hiesiger hervorragender, f Persönlichkeiten, Hr. 0^. N. einstweilen der Humgni-. tätsgem.. erhalten bleibt,, von wo aus sein.Uehergangs ^zur. großen-Gemeinde,mit Beftimmchejtexwartet - wird." / Man erkennt aus diesen -wenigen Worten schonzu welch, veredelter^ Ausbildung die,- MaxktschreMei,- diese pxactischste,/Kunst, der Phantasie Dank devErvM-, genschaften -des Jahrhundert.es,. vorgeschritten sei; nur j die - eine,/ Thatsache,: den Berlinern (wird, von Ungarn,; aus -.einMabbi. feijC; gebotenbezeugt aurchestey die, Aus-, - dehnung und Großartigkeit des industriellen /Betriebs, derselben.Nun -noch Eines! Vielleicht,istMnen auch \ schon einmal. das „PaMnerthum" unseres Wunder- -! kind.esauffällig, /geworden;, wir. wenigstens, haben oft-- - mals;, uns / eines, Achselzuckens.darüber /NW. erwehren ckönnen,. daß,so oft Sie, einen „vr. M" zu Gesichte;be^ -kommen, .flugs -auch, der „Rabb." sich-Ihnen, jrepräsen-, ttrt, deyn auch damit wie mit so vielem, bei-Hrn. N>. mußes sein wunderliches,,Bewhndqn habe,n.,/ Nun,sei, , sogleich zur Vermeidung,- eines jedqn - Mißvexständnissesi >. beWxkt> daß,Hr., N. wirklich „Rabbiner", autorisirter. R. sei,, das. will..sagen,, er führt sein ordentliches Rah-/ binatsbefähigungs-Zeugniß in,.der Tchche./. Ein - Zufa.ll .'nun hatte-es.gewollt,, daß Hr,R.fa,sd8em.w^ richtiger'j -pr.. Post /zum- Rghbi jpxomovirt wurde, — - kurzvor, .; seiper UnteWehmunMeise.-. ncrch Berlin, — und, unter, : ganz eigeMgearheijeten ^UmständenwelcheHrn^ K. das,, lEircholen^qn AtzMn M PMt,Mchteu^dtziUchdRah-/. w „Mrlichkeit", upd ■ „Ungeschick" aus den-Winkeln, wo, sie .unbemerkt sin Armseligkeit sehen, sobald-nicht herauskommen.

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