Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 30 (1866)
- Issue
- Heft 46 (13.11.1866)
- Date
- 1866-11-13
- Page
- Seite 727 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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'• -; 'HM ^Änem rreHästeü -Daüke l für ''den lBorständ J$t Cöln und-besoüders * für! ben: Vorsitzenden, Herrw S.-M. rFUmk,!.trtNÄte'^Pch - die Biersämmlung. JedÄciMs Haben 'Mt Idee -des Seminars und die ^Zusammengehörigkeit der Gemeinden eine energische Belebung aus dieser Versammlung empfangen. Mag das gewählte Comite nunmehr seine schwierige Aufgabe mitl -Eifer und Ausdauer lösen, und so auchaus-der gestreue-' len'Saat-eine'kräftige Frücht erstehen!*) So eben geht uns zur Veröffentlichung zu folgende j Erklärung. j Veranlaßt durch das bekannte, von dem Rittergutsj besitzer Herrn Lob in Hamm entworfene und durch die j königliche Regierung bestätigte Statut des Marx- Hainj dörfischen Lehrer-Seminars in Münster - find die Unter-! zeichneten einem Eomits beigetreten, das die Gründungeines Seminars . in der Rheinprovinz bezweckte. Nachdem aber in der - am I. Nov. hier? stattgehabten Ver- - sammlung einer großen Anzahl Gemeinde - Vorstände -,Rheinlands und Westfalens mit Einwilligung des Herrn Lob beschlossen wurde, daß das fragliche Statut den Wünschen der Gemeinden entsprechend abgeändert, das Marx-Haindorfische Institut einer Reorganisation unterworfen werden soll, demnach das Bedürfniß eines .neu zu errichtenden Seminars nicht mehr besteht, so erklären hierdurch die Unterzeichneten, daß sie sich von dem Eingangs erwähnten Comite lossagen und ihre Unterschriften hiermit -zurückziehen. Cöln den 4. Novbr. 1866. . gez. S. M. Frank. Louis Rothschild. N. Horn. Heinr. Metz. vr. Bendix. - -; L. Würzburger. | Zugleich wird uns mitgetheilt, daß die Bekanntma-i chüng unter dm Inseraten in Nr. 44. dieser Zeitung j S. -706 ohne Mitwissen der obigen Herren erlassen sei.! *) Als faktisch' müssen wir noch - mittheilen, daß be-! reits zwei. Herren aus dem Comits, welches die Herren Schwarz und Feilchenfeld zusammengebracht, ausgeschreden, und Protest „gegen den Mißbrauch erheben werden,- den man mit ihrer privaten Unterschrift "getrieben habe."! - Ferner hat eine namhafte Zahl der Unterzeichner .zu Cöln! in einer Versammlung erklärt, „daß -sie nunmehr.den gezeichneten Beitrag zu, zahlen nicht gewillt seien." Me Juden in den annektirten Preußischen Ländern. ZM^MSWWWWV^W wm, ' Wir erhalten folgende Zuschrift: Fulda (Kurhessen) 25. Oct. Geehrter Herr Redakteur! Sie theilen in Nr. 43 Ihres geschätzten Blattes - die Petition mit, welche Sie dem preuß. Abgeordnetenhause Namens der preuß. Synagogen - Gemeinden vorzülegen gedenken. In derselben rechnen Sie uns wohl zu den preußischen Juden, sonstiger Inhalt und Fassung sprechen aber dafür, daß eine Betheiligung der annektirten Landestheile nicht in Ihrer Absicht gelegen und Sie deshalb .wohl auch die Aufforderung dazu nicht an diese Gemeinden versandt haben. Es hat dies jedenfalls insofern seine Berechtigung, als wir nicht mit denselben Ausführungen und Motiven - wie die Juden der altpreuß, Lande vor das.Ahgeordnetenhaus treten können, sicherlich haben wir aber, wenn auch die preuß. Verfassung erst am nächsten 1. Oct. für uns in Kraft tritt, schon jetzt ein nicht minder großes Interesse daran, daß den gerechten Anforderungen endlich entsprochen und die Verfassung zur Wahrheit werde. Deshalb erscheint es wohl auch keinen Augenblick zweifelhaft, daß wir schon jetzt gut daran thun, uns Ihren Schritten, wenn auch getrennt davon, anzuschließen. Eine Anregung hierzu in Ihrem gesch Blatte wird das geeignetste Mittel sein, das Interesse döfür wach zu rufen und Männer, die dazu geeignet sind, zu veranlassen sich "an die Spitze - zu stellen um die Petition .auszuarbeiten und sich in gleicher Weise für die annektirten Länder^wie Sie für die Altpreußischen, ermächtigen zu lassen.- . Um bei dieser'Gelegenheit speziell von -uns- Juden i in; Kurhessen, wenn auch in - einer, von ■ der Verwirklichung -der Verfassung .nicht direct berührten Angelegenheit -zu sprechen, so wäre es für uns kein Gewinn, wennmit deren Einführung an die Stelle unserer geordneten-Gemeinde-und fest gegliederten Kreisand Provinzialverbände die losen-Einrichtungen iu Preußen treten würden. Unsere Rabbinen und'Lehrer, die seither unter staatlichem Schutze sich größtentheils. fester Anstellung erfreuen, ''würden ebenfalls nicht dabeigewinnen,. und so trägt man -sich denn vielseitig mit-der Hoffnung, daß-man entweder an - maßgebender Stelle nicht - sobald 'daran denken wird, sich mit unserm jüdischen Angelegenheiten zu besaffen,