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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-11-13 · Heft 46 (13.11.1866) · p. Seite 726

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 46 (13.11.1866)
Date
1866-11-13
Page
Seite 726 (sequence 4)
Language
German
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ituctr -mne --große «Zahl, -sprachen -sichAnbder -entschieden- .fienWeise og ög rix jene: Leiden Herren und: ihr.Unter- -rlehmen '/aus,-unter ahnenbefanden : sich pdie Leiden :Rab- MnenEahn : mnd. Philippson,. der-Rechtsanwalt Metz,' die ^Herren. Hellwitz aus. Cöln, Hanau aus Mühlheim, 'Ems raus (Münster, -Simon aus- Saarbrücken, - Könen aus iKempen, Selig, .'Lehrer.Wolfsdorf aus Erwitte,:Alexander ^Cahn aus. Sobernheim, Braunschweig aus Peckels- ,.heim: und noch , viele andere, deren - wir ' im Augenblickes .vW -gedenken, da (uns die Notizen. nichtvorliegen. Es! --wurde-geltend-.gemacht, daß zwei - Seminare neben ein-! snuder - nur ein kümmerliches Dasein fristen könnten, weil!! «namentlich, wenn sie den Bedürfnissen unsrer -Zeit, so-! wohl - im jüdisch-religiösen. als . auch - im profanen Unter-! /richte -genügen und-auf der wünschenswerthen Höhe stehen^ sollten, - viel größere Geldmittel' als .bisher nothwendig^ , wären, eine genügende Zahl - von Schülern für zwei Se-; i-minare nicht. vorhanden und es auch an ausreichenden r-guten. Aufsichtskräften-fehlen würde; - ferner daß die Gemeinden ganz unnöthiger Weise eine - verdoppelte Last -übernehmen> würden, da an Baulichkeiten,^ Seminardirecrtor/ und- Lehrkräften so wie Lehrmitteln überhaupt das -Doppelte vorhanden sein müßte, während das Bedürfniß - durch: den.einmaligen Bestand befriedigt werden könnte. -Ans, dem--Verfall des bisherigen Seminars könnte keinj Motiv:gezogen werden, da man ja eben-daran-stehe, es! -völlig, zu reorganisiren; auch aus dem neuen Statute! >micht, 'da - dies völlig. umgearbeitet werden sollte. und der' anwesende Herr Löb die genügendsten, -zu Protokoll ge- -uommenen 'Erklärungen abgab. Wenn -die Rabbinen idäs Vertrauen. der - Gemeinden besäßen, - so würden sie (von ihnen in das neue Curatorium gewählt werden kön- (>uen. Experimente, -ob genügende Mittel und Stoff rvorhanden wären-oder nicht, seien ein gefährliches Ding,! -wenn es -auf Kosten der jüdischen Privatwohlthätigkeit! (gemacht würde,- die doch zu vielen anderen Zwecken, und- . darum auf die vorsichtigste Weise anzuspannen sei. Vor! -.-allem wurde- -aber das. Gewicht darauf gelegt, daß . bie] Beiden Provinzen in dem bisher - gemeinsam besessenen! Institute nicht -aus einander gerissen werden -sollten.! 'Diese Zwietracht würde aber auch in - die -Rheinprovinz- '.-für istch chineingetragen, da die Regierungsbezirke Koblenz,! 'Trier und Mächen .durchaus -nicht . gesonnen wären, sich! - dem; Kölner. (Unternehmen. anzuschließen. -Mehr noch. iDas-Münstersche/Seminar hätte stets 7auf -die religiöses -Erziehung seiner Zöglinge - auch > in t praktischer Beziehung \ .'gehalten.. Würde nun ein anderes .Seminar -da -seist,! .'däs-auf'- eine exillüsive.7 Orthodoxie (kAttMuch'Äns'chle, ^fo (-würde -der - Hader -mitten indenSchooß-lder ^Gemeinden . -getragen -werden. Denn - bei - der; Anstellung ^eines'- Leh- . rers würde - nicht mehr - auf /Fähigkeit And > 'Charakter gesehen werden, sondern -der -eine Theil würde -einen Lehrer-aus-dem einen, der -andere aus demanderenSeminar haben wollen. Die Gemeinden-Westfalens und der Rheinprovinz hätten sich -bis jetzt - glücklich - vor jeder Spaltung bewahrt und müßten, sich - daher wohl. vorsehen, die Fackel der Zwietracht selbst anzuzünden. Es trat einer der Zeichner auf, und bemerkte, daß er sich-zu der Zeichnung . eines Beitrages. für das Unternehmen - zu Cöln nur bestimmt habe,. da ihm mit völliger Gewißheit versichert wurde,. daß . das Seminar - zu - Münster völlig . aufgehört habe. Da dies aber nicht der Fall sei, da durch die Erklärungen des HerrnLöb, sogar - daß er die . Bestimmung des Ortes, - wo. zukünftig das Seminar - sein solle, den Beschlüssen des Curatoriums anheimstelle, jedes Hinderniß aus dem Wege geräumt sei, so' könne er sich zu seiner Zeichnung nicht verpflichtet-halten. Nach diesen langen und - allseitigen Besprechungen wurde zur Beschlußfassung geschritten. Die Herren VV. Schwarz und Feilchenfeld hatten sich entfernt, wohl-auch /einige-derer, die bei ihnen festhalten wollten. Es wurden nun drei Anträge, theils einstimmig, theils mit -an Einstimmigkeit grenzender Mehrheit gefaßt.^ Zuerst:-Die hier versammelten Vertreter rheinländischer-und weWlischer Gemeinden erklären, 'daß -sie -nur ein Seminar für beide Provinzen gemeinschaftlich' habenwollen. Dann: Zu diesem Zwecke soll das Haindorflsche Seminar -für - alle Dauer dadurch - erhalten werden, .<daß - es '' völlig reorganisirt werde, eine Privatanstält -zu ' sein aüfhöre, vielmehr das Gemeingut aller . contribuirenden - Gemeinden Rheinlands -und Westfalens sei; endlich daß zu diesem - Behufe ein Comitö ^von neun - Mitgliedern > einschließlich des Herrn Löb gewählt werde, .'das -das -neue Statut -ausarbeite und -den - Gemeinden -.zur - Annahme vorlege. (Wir bemerken, daß wir den-Wortlaut-des(zweiten Antrages -nichtvorliegen - haben, ihn daher nur -dem Sinne nach wiedergeben,'können.) Man - vereinigte sich, daß -zu diesem Comite vier (Männer aus Westfalen mnd - vier aus der-Rheiuprovinz gewählt werden sollten. 'Es wurden .gewählt -für Westfalen: Metz --aus Petershagen, Würzburger -aus Bochum, -Ems aus -Münster, Noah -Wolf-aus-Neheim, für Rheinland: Levy-aus - Aachen, Könen aus Kempen, Hanau aus Mühlheim, Dr. Phi- 7 lippson -aus Bonn.

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