Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 30 (1866)
- Issue
- Heft 43 (23.10.1866)
- Date
- 1866-10-23
- Page
- Seite 684 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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684 schet aufgefallen war, geantwortet, sagte der König: „In diesem Falle freue ich mich, so gut beschützt zu sein " Großbritannien. London, 12. Okt. Der Lordmayor Phillips hat das Commandeurkreuz des Leopoldordens vom Könige von Belgien erhalten. Es wurde ihm vom belgischen Minister in der vollen Versammlung des Stadtrathes überreicht. . Es ist nicht fraglich, daß die Königin dem Lordmayor die Erlaubniß, den Orden zu tragen, geben werde. — Mit Hinblick auf die bei der Preu ßische n Siegesfeier bewiesene Toleranz und die Starrheit der Englischen Confessionalität schreibt die „Pall Mall-Gazette": „Man nehme an, das Programm einer großen nationalen kriegerischen Feier enthielte die Bestimmung, daß der Caplan Ihrer Maj., der Rev. Charles Kingsley, gewisse Gebete verrichten werde, wobei ihm der Bischof von London, der katholische Erzbischof Di-. Manning, der jüdische Oberrabb. Dr. Adler und der Präsident der Methodistenconferenz assistiren sollten, wer würde sich wohl an einer solchen Feier betheiligen? Und doch ist es genau das, was in Preußens Hauptstadt bei der Siegesfeier geschehen. Wann werden auch wir einmal dazu kommen? Wir wissen es nicht, jedenfalls aber werden wir dazu gelangen, früher oder später, so gewiß als wir zu dem Preußischen Gewehr und den Preußischen Lexicis übergegangen und auf dem Wege sind, im Erziehungswesen überhaupt zum Preußenthum überzugehen. Die politisch religiösen Ideen der Zeit werden sich Bahn brechen, vergeblich wird sich die Philisterei in Stadt und Land dagegen stemmen." gründet zu werden, Gradmrten und Anderen den gebräuchlichen Titel Baccalaurens der Künste, Magister der Künste und Doktor der Rechte und der Theologie zu ertheilen, wie dies von anderen Schulen in diesem Staate ausgeübt wird." Fünfzigtausend Dollars werden zur Ausführung dieses Projektes verlangt, für welches sich die Versammlung an die englisch-amerikanischen jüdischen Gemeinden wendet. In Verbindung mit diesem College sollen eine Anzahl jüdischer Hochschulen stehen, die von solchen Gemeinden gegründet werden sollen, die sich geneigt fühlen, das gute Werk zu fördern. Diese Hochschulen sollen Schüler zu dem College vorbereiten, und diese sollen in der Aufnahme den Vorzug vor anderen Candidaten haben. Solch eine Hochschule besteht schon in Philadelphia, welche Gemeinde auch die Initiative zu der Bewegung ergriffen zu haben scheint. Der Preis für die Studirenden im College soll sehr niedrig'sein, und sollen auch Freistellen gegründet werden. Diese Bewegung scheint unabhängig von der zu sein, welche von der Loge der Dono Rebith angeregt wurde, die für die Begründung einer jüdischen Universität agitirt. Die amerikanischen jüdischen Gemeinden sind zahlreich und wohlhabend, und wenn eine genügende Anzahl ihrer Mitglieder es ernst betreiben, so wird sich keine Schwierigkeit in der Ausführung dieses Projektes vorfinden. * Obigen Bericht entnehmen wir dem l. 6. Man ersieht daraus abermals, daß gegenwärtig in Nordamerika die Projekte einander jagen, ohne daß freilich auch nur ein einziges bis jetzt Aussicht auf Verwirklichung hat. Möge sich die Sache klären, und dann aus den vereinten Kräften etwas Solides und Vernünftiges erstehen! Red. d. A. d. I. Nordamerika. ' Philadelphia, im September. Die Delegirtenversammlung der amerikanischen Juden hat das Programm zu einer Schule zur Ausbildung jüdischer Vorbeter und Lehrer veröffentlicht. Sie soll in Philadelphia hergerichtet werden, da die pensylvanische Regierung einer jüdischen Erziehungs-Association in jener Stadt ein Privilegium gegeben hat, welches dem jüdischen Seminar die Erlaubniß ertheilt, „in dem Staate ge¬ Corresp ond enz. Bukarest im Oktober. Die israelitische Gemeindeschule in Bukarest. Am 24/5. und 25/6, September wohnte ich der in der' israel. vierklassiigen (einschl. der Elemenlar-dreiklassigen) Schule abgehaltenen Prüfung bei. Gegenwärtig war an beiden Tagen von 9 bis l Uhr Herr Professor Maxim, als Delegat Seitens des Ministerium, der . die Schüler über alle Gegenstände des reichhaltigen Pro-