Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 30 (1866)
- Issue
- Heft 18 (1.5.1866)
- Date
- 1866-05-01
- Page
- Seite 277 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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düng mit NZ'iniv dem, was aU .überliefert fest steht, was durch die Thätigkeit des -pD^bsus rechten Verstandes, harmonirend mit Weisheit und 'n .ntn"1 Gottesfurcht ausführbar erscheint." *- ' (Fortsetzung folgt.) Spenden**) zur Vollendung der Brbelausgabe mit großen T^pen durch die israelitische , Bibelanstalt. L. M. in W. (5 fl. ö. W.) 3 Thlr. 5 Sgr. Elias ' Meyer in Aachen 6 Thlr. 15 Sgr. Dr. Kayserling in Lengnau 1 Thlr.— Gesammtsumme 97 Thlr. 27 Sgr. 6 Pf. Die Redaction. *) Diese Auseinandersetzung giebt auch die beste Antwort auf die bekanntlich im Jahre 1864 erhobene Frage: Ist der Talmud ein kanonisches Buch? und dient zur Ergänzung dessen, was wir hierüber in dieser Zeitung Jahrgang.1864, Seite 761 s. gesagt haben. **) Denjenigen, welche sich den Sammlungen von Beiträgen unterziehen wollen, stehen Exemplare des Aufrufs und Probeblattes zu Gebote, und wollen sie deshalb sich an Dr. Philippson in Bonn wenden. Literarischer Wochenbericht. Bonn, 12. April. Vom dritten Jahrgang der „Jüdischen Zeitschrift für Wissenschaft und Leben" von Geiger (1864/65) ist das vierte Heft soeben erschienen. -Die beiden wichtigeren Artikel in demselben sind: Die Sternbilder in Hiob, von Di'. Stern in Göttingen. Er erklärt Vcs mit Orion', urs mit Pleiaden, rvnt?: Hyaden und iri-o den großen Hund (Shrius). Der zweite über die Alabarchen von Nehemias Brüll,- der zu dem Resultat kommt, daß die Alabarchen reiche Priester waren, welche das Vermögen der alexandrinischen Gemeinde oder der gesummten egyptisch-jüdischen Religionsgenossenschaft verwalteten. — Es liegen uns ferner vor bie von M. E. Stern. Heft 32 und 33 (Wien, 1865/66), in gewohnter Weise von dem mannigfaltigsten Inhalt, prosaisch und metrisch, und von verschiedenartigem Werthe, überall aber anregend, unterhalend und öfters auch belehrend. — De Ziekte en het Geneesmiddel, door Dr. L. Landsberg, Opperrabbijn in het hertogdoro Limburg. Amsterdam, j. H. Gebhard & Co. 1866. Diese Broschüre giebt abermals den Beweis, wie leicht sich die deutschen Rabbinen in die Sprache der verschiedenen Länder, wohin das Schicksal sie ruft, sich finden und in verhältnißmäßig kurzer Zeit sie in Wort und Schrift gebrauchen lernen. Inhaltlich beschäftigt sich die kleine Schrift mit „der Krankheit", an welcher das heutige Judenthum leide, und an „den Heil- * Mitteln" derselben. Die Krankheit findet der Verfasser in der Spaltung der Juden in Orthodoxe und Neologen, denen beiden er keine volle Berechtigung zuschreibt, und das Heilmittel in der sorgfältigen historischen Kennt- - niß des Judenthums. Der Verf. spricht manche Wahrheiten aus, sein auftichtiger Eifer für die wahren Interessen des Judenthums ist anerkennenswerth, aber er erschöpft die Frage nicht, wie man dies voraussetzen wird. — Salomon Sülzer, Professor und Oberkantor; Biographische Skizze von' Eduard Kulke. Wien, Herzfeld u. Bauer 1866. Die mit Liebe und Geschick geschriebene biographische Skizze (zur Feier des vierzigjährigen Amtsjubiläums) berichtet uns, daß Sal. Sulzer am 30. März 1804 zu Hohen-Ems in Vorarlberg geboren wurde. Seine Familie war vor Zeiten dahin gekommen, als die Juden aus Sulz vertrieben wurden, weshalb der Vater Salomon's jenen Namen, annahm. Er zeigte ftühzeitig seine Talente, so daß, als in seiner Vaterstadt im Jahre 1817 die Cantorstelle erledigt war, sich eine Partei bildete, die dem dreizehnjährigen Knaben diese Stelle zuertheilt haben wollte, und da sie wegen der Jugend des Candidaten Widerstand fand, im Jnftanzenzug bis zum Kaiser ging, der den Knaben auch in diesem Amte bestätigte. Indessen wurden ihm 3 Jahre bis zu seiner Ausbildung gegönnt. Sulzer begab sich zu dem damals berühmten Vorbeter Lippmann in der Schweiz, machte mit diesem ' 1818 eine Künstlerfahrt durch Frankreich von Ort zu Ort, von Stadt 'zu Stadt, dann aber ging er nach Karlsruhe, wo er sich, ein volles Jahr strengen Musik- . studien hingab. Von 1820 an bekleidete er nun jenes Amt fünf Jahre,! organisirte einen Chor, und ließ ihn mit Streichinstrumenten begleiten. Sein Ruf verbreitete sich, und schon 1825 wählte ihn ln einem Mer von 21 Jahren die wiener Gemeinde zu ihrem Vorbeter. Von dieser Zeit an arbeitete Sulzer, wie an der eigenen weiteren Ausbildung, so an der Entwickelung des musikalischen Theils des jüdischen Gottesdienstes; mit welchen Erfolgen, brauchen wir nicht auseinanderzusetzen,.