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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-04-24 · Heft 17 (24.4.1866) · p. Seite 262

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 17 (24.4.1866)
Date
1866-04-24
Page
Seite 262 (sequence 6)
Language
German
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MWNWWWW WWWWWWWWMW WWW! 'SSL rufe-wie für den blinden Collagen erlassen werden müssen, der versorgt sein könnte, wenn der in Sarstedt constituirte Verein nicht bei der Geburt gestorben wäre. chergestellt und ihr zu einer Bedeutung verholfen hat, die alle Erwartungen übertraf. Sie zählt gegenwärtig 147 Schüler und 130 Schülerinnen , im Ganzen also 277 Zöglinge.— Preußen. Oesterreichischer Kaiserstaat. Berlin, im April. (Privatmitth.) Am 25. v. M. wurde im Saale der Gemeinde-Knabenschule die öffentliche .Prüfung der Religionsschule der jüdischen Gemeinde vor einer zahlreichen Versammlung abgehalten. Das Ergebniß war wie immer ein in jeder Beziehung höchst zufriedenstellendes. Es ist dies die letzte Prüfung, die der Dirigent Herr Dr. David No sin mit dieser Anstalt vorgenommen hat, da er nach dem Sommersemester zu seinem neuen Wirkungskreise am jüdischtheologischen Seminar in Breslau abgeht. Der elfte Bericht über die Religionsschule erschien erst kurz nach der Prüfung; weil der Herr Dirigent den zuerst beabsichtigten Inhalt fallen ließ und den Jahresbericht .durch ein Abschiedswort einleiten wollte, das einen Ueberblick über die wichtigsten Entwickelungsmomente der Schule giebt, woran sich manche beachtenswerthe Bemerkungen anschließen. Wir heben Folgendes daraus hervor. Seit mehr als 14 Jahren gehört die Lehrthätigkeit des Hrn. Dr. Rosin dieser Gemeinde. Am 19. Januar 1852 begann der Unterricht in der reorganisirten Gemeinde-Knabenschule, an welche er als Lehrer berufen wurde. Diese Stellung verließ er aber im November 1859, um als Lehrer an der damals eröffneten Lehrer-Bildungsanstalt des Thalmud-Thora-Jnstituts zu wirken. Im Jahre 1852 war der erste , Anstoß zur Gründung der Religionsschule von den Gemeinde-Repräsentanten ausgegangen. Ein Grundcapital von 1686 Thlrn. 25 Sgr. wurde zu ihrer Errichtung aus-Privatmitteln beschafft. Am 19. November 1853 erfolgte durch das vom Gemeindevorstande gewählte Curatorium die Berufung des Hrn. Dr. Rosin als Dirigent. Endlich wurde die Schule, für die Knaben am 1. Januar, für die Mädchen am 7. Januar 1854 eröffnet. Im März 1856 erschien der erste gedruckte Bericht und am 7. April desselben Jahres beschloß der Gemeindevorstand, die Religionsschule in den Kreis der Gemeinde-Anstalten aufzunehmen. Dieser Act ist es, der den Fortbestand der Anstalt si- Auö Böhmen, Ans. April. In dem von vielen böhmischen Bergleuten bewohnten Orte Soborten be- Teplitz wurde am 22. v. M. Nachts die. Ruhe durch drei betrunkene Bergleute gestört. Dieselben wählten sich insbesondere die Judengasse zum Schauplatz ihrer Excesse, und schlugen die Fenster der dortigen Israeliten ein. Die Steine, welche in die Fenster geschleudert wurden, hatten ein Gewicht bis zu 20 Pfund. Auf die erste Kunde von diesen Vorfällen eilten der Bezirksvorsteher und der BezirksadjunctmitGensdarmen und Finanzwache aus Teplitz herbei und ihrem Einschreiten ist es zu verdanken, daß diese Excesse keine weiteren Folgen hatten. Warasdin, 26. März. (Entgegnung.) Ihre Unparteilichkeit gestattet. mir folgende kurze Abwehr auf den Angriff, den ein Wiener Corresp. in No. 12 meiner Predigt angedeihen läßt. Der angegriffene Passus meiner Predigt (S. 10) beginnt mit der Frage: „Und hat Israel, nach seiner völlig ein Zerstreuung, noch je den Versuch gemacht, seinem traurigen Loose durch gewaltige Mittel ein Ende zu machen?" — (DasWort „völligen" ist auch in der Predigt durchschossen gedruckt.) Was haben wohl die eingeschobenen Worte: „nach seiner völligen Zerstreuung" anderes zu bedeuten, als die anticipirte Abwehr ähnlicher Einwürfe, wie sie der Herr Correspondent aus Wien mir macht? — Es gehört fürwahr nicht einmal eine gründliche Kenntniß der Geschichte Israels dazu, um zu wissen, daß der Unabhängigkeitskrieg Bar Cochba's, an dem R. Akiba sich betheiligte, auf heimischem Boden und nicht in der Fremde geführt wurde, daß das neugegründete Reich Bar Cochba's durch nahezu zwei Jahre (132— 134) fast unangefochten bestand, nnd daß erst nach dem unglücklichen Ausgange dieses letzten zur Befreiung des Vaterlandes versuchten Kampfes das in Palästina wohnende Israel völlig zerstreut und auseinandergesprengt ward, „so daß erst damit die gänz-

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