Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 30 (1866)
- Issue
- Heft 14 (3.4.1866)
- Date
- 1866-04-03
- Page
- Seite 214 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Für die Nichtabonnenten des Instituts zur Förderung der jüdischen Literatur besorgt- Louis Gerschel's, Verlagsbuchhandlung hier eine Separatausgabe des hi-; storischen Romans „Sepphoris und Rom" in zwei Bänden. Der blühende elegante Stil, die treffende Zeichnung, der reiche Inhalt sichern diesem Buche die weiteste Verbreitung. Von dem verewigten Prof. S. D. Luzzatto ist in Padua in italienischer Sprache eine chaldäische Grammatik nebst einem Appendix über talmudische Ausdrücke erschienen. Vieles Neue, Eindringlichkeit, eine seltene Präcision und eine Fülle von schätzbaren Beiträgen zeichnen das Werk aus, das einem Jeden, der sich mit dem einschlagenden Studium befaßt, ein unentbehrlicher Rathgeber ist. —ch. Bielefeld, im März. lPrivatmitth.) Die „Unterstützungstasse des Vereins isr. Elementarlehrer für Westphalen' und Rheinprovinz" erfreut sich eines schönen Aufblühens. Die Jahresrechnung pro 1865 weist einen in guten zinstragenden Papieren angelegten Bestand von circa 2200 Thlrn. nach. Es haben dazu Gemeinden , die eine bestimmte Summe auf den Gemeindehcmshaltsetat übernommen, andere in Form von Collecteu, die zum Theil ansehnlichen Ertrag lieferten, einzelne Private und die Mitglieder mit ihren Jahresbeiträgen gesteuert. So dankenswerth nun alle diese : Gaben sind und so erfreulich die in immer weiterem ' Kreise sich ausdehnende Anerkennung und Förderung der Sache, so können wir doch die ernste Mahnung. nicht unterdrücken, daß hier noch mehr, weit mehr geschehen müsse, und ohne erhebliche Opfer für die Gemeinden und für den Einzelnen auch geschehen kann.— Es ist bekannt, daß nach den Statuten des Vereins die Auszahlungen der 'Casse erst im Jahre 1872 beginnen werden und alle etwa bis dahin hervortretenden Ansprüche bis dahin zu ruhen haben, es sei denn, daß das Capitalvermögen schon früher die Summe von 6000 Th'lr. erreiche. Wie obiger Cassenabschluß nachweist, sind wir von diesem Ziele noch sehr weit entfernt. Die Bctheiligung der Gemeinden ist noch immcr eine verhältnißmäßig geringe; namentlich haben die größeren Gemeinden beider Provinzen, trotz der Aufforderung der Königl. Oberpräsidien und Kreis-Landräthe und mehrfacher Mahnungen seitens des Vereins- Vorstandes, uns noch wenig unterstützt. Wir sind aber. überzeugt, daß dieser beklagenswerthe Umstand dennoch nicht in dem Mangel an Wohlthätigkeitssinn oder in dem fehlenden Interesse an unserer Sache zu suchen ist, sondern daß es nur an den geeigneten, d. h. persönlichen Anregungen einflußreicher Personen fehlt. An diese ergeht daher von neuem unser Mahnruf. O helft uns das hoffnungsvolle Institut rascher fördern! Zwingt uns nicht, blutenden Herzens die bittend ausgestreckte Hand immer von Neuem zurückweisen und auf eine ferne Zukunft vertrösten zm müssen! Ihr wisset es ja, ihr Vorsteher der Gemeinden! Ihr wisset es alle, die Ihr es wissen und einsehen wollet, daß unser Verein einem allgemeinen jüdischen Interesse.dient, daß seine Segnungen auf Euch selbst zurückfließen, wenn Ihr den Lehrern es ermöglicht, daß sie sorgenfreier den Blick in die Zukunft wenden, daß sie froher und freudiger — und darum erfolgreicher — ihrem schweren Berufe obliegen, daß ihre Freudenthränen Euch danken und dereinst ihre Hinterbliebenen Wittwen und Waisen Euren Namen segnen werden! Indem wir schließlich den edlen Förderern unseres Vereins herzlich danken, sprechen wir die Hoffnung aus, daß wir beim nächsten Jahresabschlüsse zu berichten haben werden: Wir haben unser Ziel erreicht, oder sind ihm wenigstens um ein Bedeutendes näher gekommen! — ' Der ehrwürdige Albert Cohn in Paris begleitete kürzlich eine Gabe des Hrn. Baron v. Rothschild an unsere Casse mit den Segensworten: 22222 nn-r 'r, und wir setzen hinzu:!22-’v -»rp:n bt* ori*o . Für den Vorstand: 'S. Blumena'u. O esterreichischer Kaiser sta a t. Miskolez, im März., (Privatmitth.) Von dem benachbarten Rebbe Hillel in Szikszn erscheint binnen Kurzem eine Zeitschrift unter dem Titel : bs-r^ 121L, welche sich, besonders dazu berufen glaubt, dem „Mainzer Israelit" Concurrenz zu machem In der Ankündigung lesen wir: „Die Zeitung wird enthalten die jü-- dischen Angelegenheiten von der Jetztzeit, Schilderung der Heiligen, ihre Aufführung u. s. w. Auch wird ein Sefer im Geiste des Leb ibri gratis geliefert." Um seine Heiligkeit zu dokumentiren, erscheint der Redacteur, ein Schwiegersohn des Frommen, unter dem Namen Akibah Josef mit einem qc(irr) (Jehova.) Z. .