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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-03-20 · Heft 12 (20.3.1866) · p. Seite 184

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 12 (20.3.1866)
Date
1866-03-20
Page
Seite 184 (sequence 10)
Language
German
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MMMMMMWWff 184 rnerkung: „Damit kann blos gemeint sein, daß tote Juden das Land ins Unglück stürzen und dafür vom Botte vertilgt werden sollen." Ob Herr Dr. Grässe auch an die .wirkliche Erfüllung dieser Pr.ophezeihung glaubt? — Berlin, 7. März. (Privatmitth.) Gestern Abend fand eineBeleuchtungs-, Gesangs- und Redeprobe in der neuen Synagoge statt, die, abgesehen von ihrer theatralischen . Färbung,-recht gut ausfiel. Die Synagoge wird von innen nur in geringem Maße durch Flammen in mattgeschliffenen Gläsern erleuchtet; bei weitem wichtiger sind die Flammen, welche ihr Licht von der Seite durch die buntgemalten Fenster und von oben durch, mit mattgeschliffenen Gläsern verdeckte Oeffnungen in der Decke fallen lassen. Es wird durch diese Einrichtung der grelle .Schein der Gasflammen vermieden, ein mildes wohlchuendes Lichtmeer durchfluchet die weiten Räume. Bei dem Eintritte in die Synagoge fand man die Flammen etwas gedämpft, doch noch so hell, daß man bequem lesen konnte; und so hoben sich die phantastischen und doch harmonischen Formen des Gebäudes nur um so schöner und weihevoller ab. Der Almemmor, die heilige Lade und die Kanzel strahlten im hellsten Glanze, während der sich oben um dieselben hinziehende Chor wieder mäßiger beleuchtet war. Die Feier begann mit einem Orgelpräludium, das leider auf der rechten Seite des Schiffes, zu welcher die Töne erst auf einem Umwege gelangen, nicht so deutlich vernommen wurde, wie auf der besser gelegenen linken Seite. Es folgte das Lecho daudi, mit Orgelbegleitung von Chor und Chasan abwechselnd gesungen. Es machte einen prachtvollen, erhebenden Eindruck und erfüllte alle Theile der Synagoge gleichmäßig. Eben so waren die nun folgenden Ansprachen zum Theil überall sehr gut verständlich; und wenn der eine Redner an manchen Orten weniger genau gehört wurde, so ist dies wohl hauptsächlich seiner Ungewohntheit in so großen Räumen zu sprechen, zuzuschreiben. So läßt also auch die Akustik der neuen Synagoge wenig zu wünschen übrig. Uebrigens strahlten beim Beginnne des Präludiums alle Flammen in ihrer vollständigen Helligkeit auf und ließen plötzlich alle Säulen und Bögen in scharfen Umrissen hervortreten, eine, Ueberraschung, die eine prächtige Wirkung hervorbrachte. A n z e i g e 1t. Vj^WVywWWWVWVWWWW\/i/WW\AAAAAA/\A/\A/VWWV'A/WVW\i WWWWWW f Annonce. \ l Ein, von jüdischen und christlichen Autoritäten; f und Behörden als vorzüglich empfohlener Reli- \ | gions- und Elementarlehrer (in einemKönigl. r \ Preuß. Seminare geprüft) mit Approbationen als \; Prediger und als solcher anerkannt, beliebter; | Cantor mit und ohne Chorbegleitung, von vier be-; l rühmten Landes-Rabbinen als amra bestätigt, sucht | | termino Ostern 1866 eine, seinen Fähigkeiten ange- \ \ messene Stellung, womöglich mit Ausschluß der l l rttnr.tti in einer noblen preußischen oder österreit; chischen Gemeinde, bei einem Gesammt-Einkommen von? | ca. 600 Thlrn. jährlich. Reflectirende Gemeinden \ $ wollen sich bis spätestens ultimo März er. unter Chiffre r \ K. E. M. L. an die Expedition d. Z. franco wenden. \ In der Nähe einer Universitätsstadt wird ein tüchtiger Lehrer gesucht. Demselben ist Gelegenheit geboten, die lj2 Stunde entfernte Universität mehrmals pr. Woche zu besuchen. Näheres in der Expedition d. Bll unter Chiffre J. Fr. H. Nr. 97. Die Stelle eines Lehrers und Borbeters in hiesiger Gemeinde ist zum 1. October d. I. vacant. Gehalt 250 Thlr. außer Nebeneinkünfte, nebst freier Wohnung und Heizung. Auf gute Stimme und musikalische Befähigung wird hauptsächlich gesehen. Reflectanten wollen ihre Zeugniffe uns baldigst einsenden. Bückeburg, im Febr. 1866. Der Vorstand der isr. Gemeinde, gez. Nathan Meyer. A. Herzberg. Baeanz. Die Stelle eines Religionslehrers und Cantors, bez. Predigers, mit einem jährlichen Gehalte von fl. 400 — ohne Hinzurechnung der Nebengefälle, welche auch nicht unbedeutend — steht in hiesiger isr. Gemeinde offen. Bewerber, die musikalisch ausgebildet, wollen unter Vorlage ihrer Zeugniffe, ihre Anmeldungen in frankirten Briefen an die untengefertigte Stelle gelangen lasten. Seligenstadt b. Frankfurt a. M., den 25. Febr. 1866. Der Vorstand der isr. Gemeinde. M. Bacharach. M. Silberthau. H.Hainebach.

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