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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-01-30 · Heft 5 (30.1.1866) · p. Seite 74

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 5 (30.1.1866)
Date
1866-01-30
Page
Seite 74 (sequence 12)
Language
German
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Bundesverfassung vom Volke abgMrnrnt. Trotz dev Wühlereien der Ultramontanen im Aargau, in Luzern und den' Urkantonen wurden Ake beiden Revisionspunkte 2 und 6, deren ersterer die Niederlassungsfreiheit vom Glaübensbekenntniß unabhängig macht, und deren letzterer die Glaubensfreiheit und freie Ausübung des Gottesdienstes in der ganzen Eidgenossenschaft gaxantirt, mit großer -Majorität angenommen. Die Cantone Zürich, Glarus, Freiburg, Solothurn, Basel, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf, Obwalden haben sich entschieden für Annahme ausgesprochen. Die Emancipation der schweizerischen Israeliten ist nunmehr auch vom Volke gutgeheißen. i Auch die „K. Z." läßt sich vom 22. Jan. telegraphiren: Alle Revisionsartikel, ausgenommen, welche die Judenemancipation betreffen, sind" vom Volke und den Cantonen verworfen. Was sagen die Kreuzzeitungsritter hierzu?) Anzeige«. Ein unverheirateter Religivnslehrer und Schächter wird für Luckenwalde zum 1. April d. I. (-jet) gesucht. Einkommen 250—300 Thlr. jährlich. Portofreie Meldungen nebst Zeugnissen sind an M. Marcus dort zu richten. Für die hiesige Synagogen-Gemeinde wird sofort, oder zu ‘-p-'K n"-i ein unverheiratheter Schächter und Hülfslehrer gesucht. Frankirte Meldungen mit beigefügten Attesten nimmt der Unterzeichnete entgegen. Anclam, im Januar 1866. Ahrenfeldt, Cultusbeamter. Die Stelle eines Vorbeters, Schächters und zweiten Religionslehrers in hiesiger Gemeinde ist sofort, oder spätestens zum 1. Mai o. zu besetzen. Der Anzustellende hat sich der Prüfung durch den Landrabbiner zu unterziehen. Gehalt 250 Thlr. nebst nicht unerheblichen Schechitagebühren. Strelitz in Mecklenburg, im Januar 1866. Der israelitische Gemeindevorstand. H. Josephson. H. Barsdvrf. K. H. Bock. Die Stelle des Vorbeters, Schächters und Religionsllehrers ist in unserer Gemeinde vacant, und soll sofort besetzt werden. Gehalt 200 Thlr. und Nebeneinkünfte 150 Thlr. Hierauf Reslectirende werden ersucht, ihre Zeugnisse rc. dem Unterzeichneten franco zuzusenden. — Tiegenhof, im Januar 1866. Der Borstand der Synagogen-Gemeinde. Joseph Nuhm. U ' Die Stelle des hiesigen Lehrers, Schächters und Vorbeters ist »durchden Tod des seitherigen Inhabers erledigt und soll so rasch wie möglich wieder besetzt werden.— Gehalt Thlr. 200. — Qualificirte Bewerber wollen sich in franÜrten Briefen bei dem Unterzeichneten Vorstände melden. S ch l e u sin gen, Reg.-Bez. Erfurt, 15. Jan. 1866. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Louis Mayer. Die Special-Gemeinde Orsoy am Rhein sucht zum 1. April c. einen Lehrer und Cantor, verbunden) außer freier Wohnung und Emolumenten, mit einem Gehalte von 200 Thlr. Qualificirte Bewerber wollen sich unter Beifügung ihrer Zeugnisse franco wenden an den Synagogen-Vorstand in Rheinberg am Niederrhein. Die israelitische Bürgerschule zu Fürth sucht zum 1. Mai d. I. gegen ansehnliches Gehalt einen strengreligiösen Lehrer, der bei einer gründlichen allgemeinen Bildung tüchtige Kenntnisse im Französischen und Englischen besitzt. - Bewerber mit akademischer Bildung und Kenntnissen im Talmudischen erhalten den Vorzug? Anfragen und Bewerbungen wolle man unter Einsendung der Zeugnisse richten an \ : . Dr. Sg. Auerbach, Director der isr. Bürgerschule. Coneurs-Ausschreibung. Die Gemeinde „Ahavath Chesed“ in New-Uork wünscht demnächst die Stelle eines Predigers und Rabbiners zu besetzen. Gefordert wird: Umfassendes rabbinisch-theologisches Wissen, allgemeine, auf Universitätsstudien beruhende wissenschaftliche Bildung, und Nachweis eines bisherigen streng religiösen Wandels, der bisherigen Leistungen, sowie Angabe des Alters, Geburtsortes und Familienstandes. Der Gehalt ist auf 2500 Dollars festgesetzt. Der Ritus der Gemeinde ist nach dem Prager Tempel. Die gehörig documentirten Gesuche sind an den Unterzeichneten Präsidenten der Gemeinde einzusenden. Ignatz Stein. No. 24. Dey-Slreet, N-A. Der hier seit 18 Jahren fungirende Lehret Hohenstein verläßt dieses Fach und wird dadurch dessen Stelle als Schächter, Cantor und Lehrer, mit welcher außer Nebenrevenuen bei freier Wohnung ein jährliches Gehalt von 300 Thlr. und für die Seelsorge bei den jüdischen Gefangenen der Strafanstalt eine Regierungs- Revenue von 30 Thlr. verbunden ist, zum October e. vacant. —, Geeignete Bewerber ersuchen wir sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse zu melden. — Naugard, im Januar 1866. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. A. Ascher.

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