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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-01-23 · Heft 4 (23.1.1866) · p. Seite 50

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 4 (23.1.1866)
Date
1866-01-23
Page
Seite 50 (sequence 4)
Language
German
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beseitigen; sie läutert-und 'klärt^ vereinfacht:und durchwahrheitet düs Estehende.' Denn. ebensowenigwird der^ jenige, welcher Aufrichtig und: vorurtheilslos den 'Gang der/ Dinge: und die Macht des Geistes beobachtet/ - sich einbilden, daß:: ein Rückgangs eine Rückkehr zu-dem Vergangenen,^ eine -Wiederherstellung des - früheren' Zustandes möglich ifi Und so resultirt aus der ganzen Geschichte der- Menschheit und:- aus der der letzten; Jahrhunderte, besonders, nichts Anderes; als daß die Zukunft: der Religion i wie .aller ^anderen großen- -Erscheinungen Ander Menschheit ünicht -in ineuen - Schöpfungen und nicht--in Wiederherstellung deralten, sondern allein -in der immer mehr läuternden und zur - einfachen Wahrheit in Gedanke und- Form dringenden Entwickelung des Bestehenden und Geschichtlichen enthalten ist und gegeben werden wird. Was erschüttert: und beseitigt worden,: mag noch so viel - darum gekämpft-'werden,-es -wird nicht bleiben; aber ebensowenig wird.'dcks Dauernde-und Ewige auch den-heftigsten: Angriffen Eegem; -- -nicht-'-minder * ist es ein- Wahn,-daß der Gedanke -innerhalb der Menschheit ohneeine Form und äußerliche- Erscheinung existireu und wirken könne; vielmehr 'liegt es.' in ,seiner- Natur j-ustch -eine -entsprechende Form üzu schaffen;- inwelcher er-in den Kreis des Menschlichen' hiuauszutreten vermöge.- ' Entwickelt sich nun -der religiöse Gedanke auch nn der Zukunftnur aus dem Bestehenden und geschichtlich - Gegebenen, sowird auch seine ' Form sich immer wieder aus'! dem Geschichtlichen herausbilden. Und - bei - dieser- - Betrachtung kann - denn auch der Bekenner des' Judenthums sich vollkommen beruhigen^ '! Gerade weil der ' religiöse Gedänkeninhalt des Judenthums sich durch alle Zeiten' unbestritten, vernunftgemäß, harmonisch mit der ganzen Menschennatur erwiesen hat, weil er von den übrigen Religionen als ein Kern- und Mittelpunktbenutzt worden, weil Rationalismus und Kriticismus ihn bestehen lassen und offen oder stillschweigend ihn anerkennen mußten, und endlich weil' er in allen seinen Formen von Abraham bis zur Jetztzeit, zwar-hier: und da tangirt, im Ganzen aber doch unverändert, immer lebenskräftig, und durch die Form wirksam geblieben, hat - er -uns die. volle Bürgschaft gegeben; daß . er unsauch aus der.jetzigen Verwirrung über die religiösen Lebensformen herausretten und aus diesen die der - Zukunft entsprechenden herausschäffen werde; ja - daß er auchfür die übrige .Menschheit der wahre-religiöse Mittel- und -Angelpunkt sein werde. Mögen -wir nur muthig' und - vertrauensvoll weiter streben und' das Wort fest - .in." unseren Geist undinunserHerz schließen:f D i e L-e-h re - des - Judentchums ^ust- -sein und -ll wahr^ed Messias! - '-<ia fc-w ---au .. .Literarischei: Mochenderrcht^ r Bonn; 12. -Jannär^l'- Von den diesjährigen'-Jnstitutsschriften sind - die Meisten Kreits - im- Drucke-- fertigt Unter ihnen machen-- wir schon jetzt auf ein ncksängliches Werk/welches/'fürdieses Jahr die 'belletristische- Rubrik ausfüllt, aufmerksanr, nämlich-,-S epp h o r i s u n b - Rv M Ein -historischer - Roman - aus dem Ai Jahrhundert.« (27: Bogen - stark.) - In' - dein Vorworte: sprichtder: Verfaffer zuerst über das Wesen - und-die -BedingickgeM dM-histörischen--Rbmäns, - und-- fährt dann Mck-^ylgenden 'Morten fort/' die-wir chier, um die Tend^zdiese^DichMK'-M charaktMsiren, .anführeU.-^ va mu , vasm/Zx, rr.if n-!?- - „Ob-ds'dem > Verfasser-der folgenden/Erzählung'-ge-' lungen ist; - jener- -Aufgabedes:geschichtlnhewRonläns Annäherndzu entsprechen, und - die wesentlichen Ford'eruüMü an-denselben -einigermaßen zu ^erfüllen; steht ÜMAdSurtheilen -nicht zu- ' -Aberer -hat Mit Ernst'danach ge-, strebt; den - Charakter-der- Zeit-"uns der Personell treü wiederzugeben,, und die Hauptzüge seines GemäldesMs - den weitzerstreuten geschichtlichen -Notizen zu sammeln. -Docker verhehlt sich nicht, daß für ihneine 'besondere Schwierig^ keit noch daraus entsprang, daß -er nicht -alleinGeschichte in der Reproduction der-Dichtung geben, sondern' aüch eins best'nmnte. Tendenzfrage-zu - lösen versuchen -wollte.- Seit langer Zeit betrachtet man es als eine geschichtliche Räthselftüge:: wie-sich - derjüdische Stamm l-mittffeinem eigenthümlichen Glaubenmitten durch: .dielaUge^ Reihe: der'- Jahrhunderte, mitten durch 'den'Wechsel der- Geschicke, mitten durch-die:-zerfiörendM-Mmpfe''-''-der Völker/ den Zusammenstoßvon Welttheilen; - den'-Einsturz von Thronen und "Staaten, - und - im - steten - Widerstreit '-miß allen seinen Umgebungen - zu: erhalten: Vermochte?^ Mö Versuche, diese^Frage durch eine einseitige LöstnK ^Ü'beantworten^ sind gescheitert. Noch'--interessanter dvird aber diese -Frage, wenn wir sie- -auftieue-Zeitperiode beschränken, wo-mach deck 'Unter'gattge'ffemttr'Püatlicheä^WstW nach: der Zerstörung: seines: -kulttrÄkeN" Mittelpunktes;--U nach - dem Verluste - jedes - geistigen "und ' geistlichen: Eentrmns, die zerspMerte'Existenz: jEStärnMs Mhwals

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