Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 30 (1866)
- Issue
- Heft 3 (16.1.1866)
- Date
- 1866-01-16
- Page
- Seite 36 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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2) Eine Abhandlung über Metrik von einem noch nicht ermittelten Verfasser aus dem 14. Jahrhundert. — 3.ü. 4)zwn Makamen von Harini, von Alcharrsi übersetzt. 5) Das 50.. Capitel von Alcharisi's Tüchkemoni in' seiner ursprünglichen Vollständigkeit^ wie sich solches in vielen Handschriften findet; denn in allen Ausgaben des Tachkemoni ist dieses Capitel "sehr verstümmelt abgedruckt und sehr viele geistreiche Epitzvamm^'und'-rüitunter'-Wüpfrigö Galanterien. sind vielleicht'von' den Editoren absichtlich ausgeschieden worden. In allen Handschriften, die dem Herausgeber'zugänglich wären, ist aber das 5. Gedicht-- chen S. 52' korrupt.und fehlt' nach der dritten Strophe ein Bajith. Das darauffolgende gehört einem ganz anderen Gedicht an, und die drei letzten Verse finden sich' in der That S. 60. — Unsete Zeit tilgt allmählich das Verbrechen, welches die'letzten Jahrhunderte an der hebr. Literatur begangen und rettet so manches Erzeugnis vom Untergänge,'das die frühere einseitige Studienrichtung'nicht beachtet hätte. Jedes vermoderte' Blättchen''der' älten freidenkenden Am toren sünd Meister, des 'Gesanges,' das än's Licht" gezogen wird,' ist eine erfreuende "Gabe, und so nehmen wir auch'dieses Schriftchen, das der strebsame junge Gelehrte auch 'ohne Verwendung seiner geistigen'Kraft uns gegeben, mit Dank an. Zeitungsnachrichten. Deutschland. 'Aus Bayern, 26. Dec. M'ivatmitth.) Erst in diesen Tagen habe ich die, auch von Ihnen empfohlene Schulschrist des Herrn Braunschweig m-Peckelsheim gelesen. "Es ist dies eine treffliche Arbeit, ausgezeichnet durch Darstellungsgabe, wie durch innere Wahrheit. Nur Schade, daß die, so es zunächst angeht, derlei wenig beachten: Diemateriellen Verhält? nisse,' welche so vieles bedingen , werden dadurch nur besser werden, daß die -Gemeinden um solches Geld keine tüchtigen Männer mehr bekommen, und sie besser zahlen - werden. Bessere-; finanzielle Stellung - thut es meines-Erachtens vor Allem, denn in Bayern ist Alles definitiv angestellt, und dochfehlt es. überall an. Leuten. Seit Mehr denn 10 Jahren versorgt Würzburg alle unsereStelleninsämmtlichen Kreisen und das wird auch aufhören. Ich glaube nicht, -dasi sich das Bambergisch modernifirte Eheder ohne regelmäßige Beiträge und Sustentationen halten kann, und die bleiben, glaube ich, bäld 'aus. V ' . ' ' Was die allgemeinen Zustände Lei unseren Glaubensgenossen in Bayern betrifft, so gewähren sie wenig Tröstliches. Unsere meisten wissenschaftlichen Rabbiner wiegen sich fast alle in dem Gefühle des erhaltenen Friedens iw ihren Gemeinden und lassen gern alle Fünf gerade 'sein. Die Hyperorthodoxie — die Mehrheit, der. Rabbiner zählt zu ihr ist aber auch von solcher Macht, daß jeder Versuch der unbedeutendsten Neuerung sogleich ein Zetergeschrei erregen, und der lauernden Arglist., die sich für-echtes Judenthum ausgiebt, eine erwünschte Gelegenheit zur Intervention gewähren würde. . Nur Ruhe! . Noch ärger aber ist-Hatz Gebahren der früheren Reformer — .und trifft dies namentlich Rabb.. Dr. Löwi in Fürth, —, welche ihr Nichtsthun, -: ja ihre Parteinahme für die; Hyperortho^ doxie geradezu.'„religiöse Freiheit" nennen, die man vor.Allem schützen müsse. Löwi ist. in Fürth die heliebteste.Persönlichkest,bei d en Alten, undman darf darauf rechnen, ..daß. er hei einem Conflict für sie. gegen die Neueren Partei nimmt. . .. Ich könnte Ihnen über dies Kapitel viel erzählen. Aber was soll's? Jm diesem Gchahren eifern ihm die meisten Rabbinen nach, oder verhalten sich möglichst unthätig. Nicht minder schlimm ist es mit .wen Ährern bestellt. Die weitaus große Mehrheit misten desi jüngeren , kokettirt mit der Frömmelei, oder gehört ihr Wirklich an. Für eine gute Sache haben sie weder Willennoch weniger - Geld. Vollends die Vorsteher, von denen man etwas, erwartet, die denken Hopfen und fühlen Güterhandel. Zu einem, gemeinsamen. . Streben im. Geiste der. Zeit weder Willen iroch Geschick! — ■ ■ - - ..;, j Frankfurt a. Main, 5. Jan. (Privatmitch.) Bei den großen Verlusten, welche die jüdische Wissenschaft in der neuesten Zeitzu beklagen chatte, ging auch unsere . Gemeinde nichtfrei aus; denn heute verschied, jn seinem 80., Lebensjahre nach jahrelangem. Siechchum der. - in weiten Kreisen.. bekannte .Talmudist R. Beer Adlern Derselhe hat -.bei..-Mer- .BeMigung^ine Rabbinattzstelle. angenommen und,,zog die merkantilische THätigkest jeher.Mtljchen rrabWischM.MMawM-vor^