Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 29 (1865)
- Issue
- Heft 34 (22.8.1865)
- Date
- 1865-08-22
- Page
- Seite 520 (sequence 4)
- Language
- German
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Möß-S WÄ f@* itl Sier Bänden KschÄÄeif- Ei MsüM es wohl jetzt, ser«6 ÄnsichtenmMrteten Gabeü dübzuVkentzsA, Weib savurcy Me MrVteiKiNtz Soch mog'^ lMst ist- Mögen Sie' TMLnzeÄ de^s VerfttffeLs nöch sö utenschenfteundlich sein, und ihtrt Ser FrieveÄ MM deL Eonfesfionsn als Jdeäl feiner Wünsche Vörschwebenditzs rtchtferKgt' M Verkehrtheiten ferner Kiitik «icht, es Mtfchüld'igt den MenfchM, aber nichf den Gelehrtes, abgesehen ö'aSörr, daß die Berstänvigütig Wohl schwerlich durch eilte Kritik bewirkt wirb, die jedes Haltes entbehrt- MS dckrmü Sollig Unkritisch geworden. Da wir SW ganze Werkcheü durchzugehe« hier keinen RärM haben, auch keinen Nutzen SäSöÄ einfthsn, werfen wir Nut einen Blick auf die erste Abhandlung. Dieselbe soll erweisen, daß Moses nie in Egypten gewesen, und die Israeliten,' gar nicht auS Egypten herausgszogen seien. Der Verf. hat nämlich die Marotte, daß alle Gläubigen, Gelehrten, Aorsche'r ülld Kritiker Lädttrch in zähllose Jrrthümer vttfallen seien, weil sie stch vb« de« UeöersetzungEn verleiten kteßeU Untz die Urschrift nicht eiNgesehen hakten. Herr Raöenhäusen Meint ernstlich, daß man hietckit bis auf ihn gewartet habe. Die Sept. haben i« Egypten gelebt und hätte« öä'het irrig mit Egypten Übttsetzt, Und Vas habe Man bis hierher itrig nachgebetet) bedeute aber Nicht bas Land, sondern däs Kolk, wie fchö« der Plural erweise. (Daß die Düätform vielmehr aus das Land wirft Und vo« hier erst däs Wort auch das Volk bedeute, scheint Hett R. nicht zu wissen.) Nun komme äM Gosen Iösüä 10, 41 als Stadt Und Bezirk Vberhälb Jerusalems bvti, somit sei es erwiese«, baß die Iftaeliten iü Vieser Landschaft, welche die' Ebene Sat'o« fei, als Sklave« gewoh«t, während die Egyyter Palä-, . stiüa und Shnen i« ihrer Gewalt gehabt, und von hket äüs ftien die Israeliten ausgezögen, denn „das Schilfckoer" fti nicht bas töthe, sondern das todte Meer ü. s. w. Wir glaube«, hiervö« wird Jeder genug häL be«. Hätte der Vers, wirklich die Urschrift eiNgesehe« üstd verstünde er etwas hebräisch, so könnte er auf diese wibersitttiige Ättsicht Nicht kommen, und hätte aus de«r Zufall, vüß ei«, bald ganz verschwunde«el8 Städtchen denselben NäMM wie jeüe Provinz i« Egypten geführt, keine solche Hypothese aüfgebaut, da gleiche Name« für sehr Vetschttdette Örtlichkeiten im AltetthUck wie in det «eueren Zelt eine sehr gewöhnliche Erscheinung sind. Ei«,Blick i« das '1. Kap. des 2. B. M. — gänz abgesehen bötit i. B. — hätte ihn belehrt, daß wir «ns allerdings mit m KskaeliM iü Eghvten ÄfinLen. Däs sechste Wött d'es 1. B. hakte ihm gezeigt, baß er« LäÄV fti> de«n kann nur Vas Lätrv bedeuten, weil Vas 8e locale niemals mit einem VoÄSName«, sondern stets mit einem Ortsnamen verbunden wird. Wohin will er B. 11 die egyptischen Städte Pithom und Raamses bringen? Was wäre im palästinensischen Städtchen der Sao des B. 22 u. s. w.? Wenn der Vers, die Berichte der Bibel durchaus nicht gelten lassen wollte, so hätten wir kei« Wort gesagt, denn er wäre auf einer Landstraße gewandelt, die längst betreten worden. Aus der Urschrift der Bibel aber selbst beweisen wollen, daß die Israeliten nicht in Egypten gewesen, ist zu verkehrt, und verrath zu Viel Ünkenntniß der Urschrift, als baß wir ds nicht bei bei unverschämten Sicherheit, Mit welcher solche Kritikaster aüftreten, hatten rügen sollen. Uebrigeüs ka«n jetzt kaum noch ein Zweifel obwalten, Laß Gosen die Provinz Mclr-sciiarkijah (östliches Land), an der Ostfeike des Delta am Pelüstfchen ArM des Nil erittätig gewesen sei (ögl. Nobinson DH. k. S. 84). Doch wollen wir nicht unerwähnt lassen, daß Herr Radenhaufen doch nicht Original ist, sondern an Ealmet einen Vorgänger hat, der langst widerlegt worden. — -)sö «vör Üt)2h2 Maase Efod, Einleitung in das Stüdiünl und Grammatik der hebräischen Sprache, von Pro fiat Dura«. Nach Handschriften der k. k. Hofbibliothek in Wien, der Sörbonne in Paris, der Oppenheimeriana in Oxford und von drei Privatbibliotheken, nebst einer Einleitung, erläuternde« und kritischen Noten von den Herausgebern Und' hebräische« Beilagen von dem Verfasser, sowie von Prof. S. D. Luzzako, zum ersten Male hetaüsgegeben von vr. Jonath an Fried länder und Jakob Cohn. Wien 1865. (Knopstmacher und Söhne.) Die Geschichte der hebr. Grammatik hat durch die in neuester Zeit geschehene Veröffentlichung bisher nur handschriftlich vorhandener Werke unserer Vorfahren vielfache Vervollständigung erfahren, wodurch zugleich die Grammatik dieser Sprache selbst außerordentlich bereichert Wörde« ift Denn wen« unserer Zeit der größere Vorzug an systematischer Durcharbeitung und an der ausgedehnten und ergehenden Sprachvergleichung einwohnt, so ist nicht zu verkerMe«, daß den Meistern früherer Zeiten eine seine BeobächtuAg und eine noch gründlichere Kenntniß, ja wir Mochten aüch sagen, die, durch den Blick auf andere Sprachen nicht gestörte Unbefangenheit und darum Unmittelbarkeit zu Gute kam. Einen wichtigen Beitrag bietet das vorliegende Werk , das gleichzeitig von den Heräusäebern einer wahrhaft wisseuschäftlichen Beärbei-