Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 29 (1865)
- Issue
- Heft 31 (1.8.1865)
- Date
- 1865-08-01
- Page
- Seite 473 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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473 des rastlosen Fleißes, welchen Dr. auf: die Durchforschung der ihm eröffneten k. k. Archive verwendet. Dabei bemerken wir gern, daß die stylistische Darstellung des. Vers, sich mit jedem seiner Werke hebt und an Klarheit und Correctheit gewinnt. Dahingegen wollen wir nicht unterlassen, hervorzuheben, daß in diesen „Studien" doch ein Durcheinander herrscht, durch welches uns höchstens ein chronologischer Faden führt. In der Fülle des Bemerkenswerthen, das dem Vers, aufstößt under dem Publikum mitzutheilen sich gedrungen fühlt, setzt er eine systematische Durcharbeitung aus den Augen, wodurch das Gesammtbild unklar und die Benutzung seiner Arbeiten schwieriger wird. Der Vers, muß sich hierin weniger gehen lassen. — Töne des Morgenlandes. Von vr. Isidor Kalifch. (Detroit, Mich.. 1865. Marxhausen.) Unter diesem Titel kommt uns aus dem fernen Westen eine Sammlung von Gedichten zu, die zum größten Theil Bearbeitungen von Midraschim sind, dann Festlieder und metrische UeLersetzungen aus Psalmen; außerdem Vermischtes. Wir erkennen gern an, daß der Vers, ein tiefes Gefühl, eine lebhafte Phantasie und eine schwungreiche Sprache besitzt. Dagegen leiten seine Gedichte an großer Breite und Wiederholungen und bewegen sich innerhalb eines kleinen Kreises hochgegriffner Bilder. Nicht minder tritt der Mangel an metrischer Correctheit, sowie an tactvoller Auswahl der Worte hervor, und wird die Sprache durch allzu vieles Apostrophiren, wo kein Hiatus vorläge, oft hart. — Predikan, .hallen i Stockholms Synagoga pä 50: de arsdagen of Sveriges och Norges Förening, den 4. November 1864 af Dr. L. Lewysohn,. Rabbin. (Stockholm, 1864, Isaac Marcus.) Diese Predigt, deren Werth wir wegen Nichtkenntniß ' der Sprache nicht zu beurtheilen vermögen, wurde zur 50jährigen Feier der Vereinigung Schwedens und Norwegens gehalten, und giebt abermals ein rühmliches Zeugniß, wie der Vers, sich ,'der Sprache seines jetzigen Vaterlandes zu bemächtigen gewußt hat. — 1L2p3 12 1W2N2 WIN 1181? W2273N JY’S nt-np 21S21 N732N1 - nun 1513S2 L131W 212)3873 pT”8 U ^3 711NN1 2122N -,73*2 b822)i ein Wien, Schloßberg, 1865. Das* vorliegende Siwan- Heft beginnt also eine neue hebiäische Monatsschrift, der wir einen glücklichen Fortgang wünschen. Den beabsichtigten Inhalt giebt der obige Titel an. Der Grundsatz , der bei den hier gegebenen Schrifterklärungen zur Richtschnur dienen soll, ist der alte und allein richtige: 1O1WS 121)3 8L11 82p73 118. Neben Erklärungen von Schrift- und Talmudstellen finden wir auS der> Zeitgeschichte die Antworten des Wiener Rabbinats auf die ihm, den Talmud betreffenden, vorgelegten Fragen im Prozesse gegen die „W. Kirchenzeitung"; endlich Rezensionen einiger neuen Werke. Die meisten der Aufsätze, von bedeutenden Verfassern herrührend, zeichnen sich durch gediegenen Inhalt und schöne Form aus, und erweisen den guten Takt des Redacteurs. (S. übrigens w. u. den Art. aus Frankfurt.) Columbus, Ohio, 12. Juni. Von hieraus schreibt man uns: Wenn ich recht verstanden, so wollen Sie Ihr Gebetbuch auch in andere Sprachen übersetzen lassen. Für das amerikanische Judenthum wäre es ein unschätzbares Werk, dieses Buch in englischer Uebersetzung zu besitzen. Es würden sicherlich sofort Tausende von Exemplaren verkauft werden. Meyer Wetterhahn. Wir bemerken zu diesen Worten, daß wir, falls ein tüchtiger Uebersetzer sich fände, gern auf jede Entschädigung für Ueberlaffung des Uebersetzungsrechtes zu Gunsten der guten Sache verzichten würden. Dr. L. PH. Frankfurt a. M., 19. Juli. JBeth Hamidrasch, eine hebr. Monatsschrift, herausgegeben von I. Weiß in Wien. Es ist eine höchst befriedigende Erscheinung, daß alle hebr. Zeit- und Wochenblätter nunmehr eine Richtung verfolgen, und so sie nur auf Wissenschaftlichkeit Anspruch machen, auch verfolgen müssen, welche der geistigen fortschreitenden Bewegung der Zeit anregend und stützend zur Seite steht. Die hebr. Sprache, die jüdische Weltsprache, ist aber auch das beste Medium, Cultur und Wissenschaft in solche Länder zu verpflanzen, die denselben bisher verschlossen waren; und wenn die Träger und Förderer dieser Richtung nunmehr auch das Gebiet betreten — das halachisch-talmudische — welches die andere Richtung ausschließlich als ihre Domäne bisher in Anspruch .genommen, so werden sich wohl schwerlich Diejenigen, welche sich von allen neueren literarischen Erscheinungen abwenden, diesem reinigenden Luftzuge entziehen können. Weiß, der Herausgeber dieser Monatsschrift, der erst in der neuesten Zeit seinen kritischen Geist pnd eine seltene Belesenheit in den talmudischen Quellen durch seine Commentirung und Einleitung der Mechilta bekundete, liefert uns in Verbindung mit gleich gelehrten Gesinnungsgenossen eine Reihe von höchst anziehenden und belehrenden Artikeln. Von ihm erhalten wir eine Arbeit über die talm.-exegetische Regel: „Die