Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 29 (1865)
- Issue
- Heft 30 (25.7.1865)
- Date
- 1865-07-25
- Page
- Seite 465 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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- Anmerkungen. ' 1) Trotzdem daß der Autor, von welchem hier die Rede, in dem Werke, das hier besprochen werden soll, gar vielfach auf eine Anno 186V von ihm herausgegebene Broschüre: „Warum?" hinweist. ' 2) Denn dreitausend Exemplare wollen an den Mann gebracht sein. Kein Wunder also,, daß auch die Colportage nicht unbenutzt geblieben. Was aber sehr befremden, ja mit Indignation erfüllen muß, ist die Thatsache, daß sogar Zeitungen von anerkannt liberalen Tendenzen zur „Empfehlung" dieses Buches ihre Spalten geöffnet haben. Es ist zwar diese Erscheinung von Verkehrtheit in unserer deutschen Presse keine neue mehr, aber der Schmerz darüber wird doch immer wieder neu empfunden. Warum prüft man nicht, ehe man empfiehlt? 3) Was mir das W.'sche Buch in die Hände führte, war der Umstand, daß der Ankauf desselben aus dem Munde eines sehr gebildeten und auch einflußreichen Mannes in einem größeren Verein dahier warm empfohlen wurde, zu dessen Vorstand ich zufällig gehöre.und in dessen Versammlungen ich zu jener Zeit zufällig den Vorsitz führte. Aus dieser Ursache sah ich mich natürlich veranlaßt, mir das Buch von einem Bekannten, der es bereits besaß, auf einige Tage auszubitten und darin blätternd, fand ich eben, von dem „Judenfeindlichen" ganz abgesehen, Gründe genug, um in der nächsten Sitzung gegen den „sehr gebildeten Mann" und feine „warme Empfehlung" aufzutreten. Und es geschah nicht nur dieses mit Erfolg, sondern ich hatte sogar die Freude, unfern „sehr gebildeten Mann" zu überzeugen, daß und warum ein Buch von so exceptionellem Standpunkte Mitgliedern eines. Vereins, wie der unsere, nicht empfohlen werden dürfe. A n zeigen. Verlangt! Bei der Gemeinde Schaar Hashomajim New-Jork, Vereinigte Staaten Nord-Amerika's ein Rabbiner. Die Gemeinde besitzt eine Orgel, hat Familiensitze in ihrer Synagoge eingerichtet und ist zu Reform geneigt. Salair 2500 Dollars Pr. Annum, für fünf Jahre. Näheres zu erfragen bei H. Cckstein, Präsident. 97 k'n^t Avenue. An der hier zu gründenden Religionsschule soll ein geprüfter Lehrer angestellt werden, welcher neben gründlichem Unterricht im Hebräischen auch Gesang-Unterricht zu ertheilen im Stande ist. Fixixtes Gehalt 300 bis 350 Thlr. Qualificirte Lehrer wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse bis spätestens zum t5. September d. I. an den Rabbiner Herrn Dr. S. Bäeck Hierselbst wenden. L i s s a, Reg.-Bezirk Posen, im Juli 1865. Der Verwaltungs-Vorstand der Synag.-Gemeinde. Bei der israel. Gemeinde zu Schlawe^soll die Stelle eines zweiten Cantors besetzt werden, der als Schächter, zweiter Lehrer und Schammes fungiren soll. Gehalt 50 Thlr. Nebeneinkommen -200 bis 250 Thlr. nebst freier Wohnung. Der Vorstand. _ S. I. Groß. ' Die in hiesiger Gemeinde vacante Stelle eines Religionslehrers soll sofort wieder besetzt werden; das jährliche Gehalt beträgt 225 Thlr. Bewerber, welche die Lehrerprüfung bestanden, wollen ihre Qualifications-Atteste dem Unterzeichneten Vorstande franco zusenden, und bemerken noch, daß die, welche musikalisch gebildet und befähigt sind,,eiuen Chor zu unterrichten und zu leiten, noch 25 Thlr. jährlich zu erwarten haben. Pr.-Stargardt, den 5. Juli 1865. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. I. Goldfarb. Saul Dyck. Es wird beabsichtigt, einen musikalisch gebildeten Chordirigenten, der Gesangunterricht zu ertheilen im Stande ist, anzustellen. — Solche Persönlichkeiten, die wissenschaftlich gebildet und Lehrfähigkeit besitzen, oder auch als Vorsänger fungiren könnten, würden ihre Stellung dadurch bedeutend verbessern. — Unser Hauptaugenmerk wird indeß auf Ersteres gerichtet sein. — Reflectanten wollen sich unter frco. Einsendung ihrer Zeugnisse an Einen der Unterzeichneten wenden. — Hannover, im Juli 1865. Die Vorsteher der Synagogen-Gemeinde. Daniel Heinemann. D. Peretz. In hiesiger Gemeinde ist die Stelle eines Hülfs-Lehrers, Kantors und Schächters, welcher gleichzeitig die Function eines Gemeinde-Beters zu versehen hat, zum 1. October vacant. Das Gehalt auf 250 Thlr. jährlich mit freier Wohnung und einem Nebeneinkommen von circa 50 Thlr. festgesetzt. Geeignete Bewerber wollen ihre Anträge unter Beifügung von Attesten baldigst an Unterzeichneten einreichen. Stargard in Pommern, den 18. Juli 1865. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. *__ L. Pineoffs._ Die Cantorstelle in unserer Gemeinde ist noch vacant und wollen musikalisch gebildete Cantoren ihre Anmeldungen unter Beifügung ihrer Zeugnisse dem Unterzeichneten Vorstande möglichst bald zugchen lassen. Die Oualification des Candidaten als Hülfslehrer wird gewünscht, ist aber nicht nothwendige Bedingung. Das jährliche Gehalt ist auf 600 Thlr. normirt. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde zu Thorn. Nathan Leiser.