Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 29 (1865)
- Issue
- Heft 24 (13.6.1865)
- Date
- 1865-06-13
- Page
- Seite 360 (sequence 4)
- Language
- German
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Über die 13 Hermen jütischen Regeln des R. .Hiß-' mael, die? manche schwierige Punkte glücklich aufhellen, obschon an eine endgiltige Lösung dieses heik'len Themä's noch länge nicht zu denken ist. — Besonders beachtenswerth find hier die wenig bekannten und benützten Abhandlungen des R. Chaim Bacharach, des größten Kritikers unter den Rabbinen im Anfänge des vorigen Jahrhunderts in der Gutachtensammlung Chavoth Iair, No. 94 und 192, wo nämlich die Methode des R. Akiba, S. 185 a, übereinstimmend mit der Ansicht des Hrn. W., recht prägnant charakterisirt wird: 8*£inb 9"i bi2 12111 - .8ip2 ,!i*8ii D92 *b2 2"2"b'n D*iri8b 81*201 ,2*121 ^>2, 'ist i*73b ‘p*' N*9*211 ,niirib 17312 3ib 1)02 5i7i . '*2*b8 *8ri)3*nD inbi2i ,s"9i'i2n no 1N2 m 2*121 ib*E>8 ,b"n 1121112 i*3*9 nri«i i]?\ ,b2 ’dsü m*m8'pipi2 121112 b"i ,9"ib ib-ins :1122b ->b.Zy3 8bi2! 72*12 -jii*rii3Lipi In Betreff der Wortanalogie erlauben wir uns Hrn. W. auf Aruch 8. v. ni73 aufmerksam zu machen, nebst den hierher gehörenden Bemerkungen des R. Jesaias Pik (8. eoäom v. ■)*219212 5i8bD5i), was R. ' Chaim Bacharach, ibid. S. 186, auch entgangen zu sein scheint, obschon derselbe zu einem ähnlichen Resultate wie Aruch gelangte. Beide stimmen darin überein, daß selbst von der Wortanalogie und namentlich in der Agada ein beliebiger Gebrauch gemacht wurde, um irgend eine Auslegung durch die Schrift zu begründen. b273i 1« 8ip b7t3*2 5172 ,)*8 08 13*73:iS92 5T112 511*73 112bb 121 ,i2i2ip2 bis« 123 12b 1)329)3 91 121 /121 8.i2bii 8N22v8b 18 onbop 2i2*b v*292b ii2bi2 123 5-1)322 571)31 ,'121 51*138 *12121 l^bM “»bin 1132 ,82b92 121111 •51732)3 92 ,123 1222 25lb 51*5112 ,l"2 D212 ,ni 371212!! H121P2 512221 0*32 Auch in dem gründlichen Commentar: MidothSsoferim war Hr. W. stets ernstlich bestrebt, die geschichtlichen Elemente überall hervorzuheben, den Geist und Charakter eines jeden Lehrers so viel wie möglich aus der Zeit, in welcher derselbe lebte, genau zu würdigen; die Parallelstellen zu vergleichen und zu prüfen; die sprachlichen und grammatischen Schwierigkeiten aufzuhellen, und endlich überall auf die Quellen und die darauf bezüglichen Bibel- und Talmudcommentare hinzuweifen. — Wir können es nicht unterlassen, einige kleine Bemerkungen zu machen, die Hr. W. nicht genügend erklärte. So z. B. S. 56 bei dem schönen Spruche als Erklärung zu 2 B. M. 16, 4: 121 lapbi V9ii 821 51*51 1822 ,inD31© 812, Öl* 81Z12 *2 ,121*2 21" 512 12181 21*51 b28* 'N2^ib v 121125 *j3-b'2 ,1.218 8"l ♦513)38 12122 517 *1.51 Iy2b.b2i,8 wäre die.Stelle im N.' T." Math. 6, 25—34! Luc. 12, 22—28 zu vergleichen gewesen. Daß der rrbbinische Spruch: Wer den Tag erschaffen, hat auch für die Bedürfnisse des Tages gesorgt — und der Schriftbeweis aus 2. B. M. 16, 4. (Und das Volk soll hinausgehen und sammeln das Manna den Bedarf des Tages am jeglichen Tage) viel sinniger und kräftiger ist, als die jedenfalls geschraubte Beweisführung von den Vögeln unter dem Hiuimel, die nicht säen und nicht ernten (Kiduschin 82 b.) und von den Lilien auf dem Felde, die nicht arbeiten und nicht spinnen, wird jeder Unbefangene zugeben. Es sind dies Volkssprüche, die im Munde des Volkes lebten, deren Alter und Ursprung sich deshalb auch nicht pracise Nachweisen lassen — und darum find eben die daselbst angeführten Bemerkungen des Hrn. vr. Jellinek nicht stichhaltig. Gerade daß diese Sentenzen im Talmud (Sota 48 3, mit einigen Varianten, 51328 *32p, Kleingläubige!) mehren alten Lehrern*) beigelegt werden, ist ein Beweis für das hohe Alter derselben. — Gegen die allzuweite unpraktische Anwendung 'der im N. T. gepredigten Grundsätze: Sorget nicht für euer Leben, was ihr effen und trinken werdet; auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet; scheinen die geistreichen Worte des R. Simon b. Jochai gerichtet zu sein: 5i3w3 8b 8'bl 121111 212*1* 51*51 «P3N *b2isb 858 Illl'llb' 5111F; ♦5122731 1221b ,5inil21 b218 ‘)2*!l2 911* N*1 Was im M T. I. o. als' ein Trachten nach dem Himmelreich und nach der Gerechtigkeit bezeichnet wird, das wird hier als ein Forschen und Eindringen in den Geist der Gotteslehre, als Symbol der ewigen Wahrheit und Gerechtigkeit, ausgedrückt! Ein solches völlige Unbekümmertsein um die nothwendigsten Lebensbedürfnisse ist rein unmöglich und utopiftisch — und konnte' meinte R. Simon b. Jochai, höchstens anwendbar fein für die mit Manna gespeisten Israeliten in der Wüste Sinais und endlich für die mit den Heben und Gaben des Volkes verpflegten Priester:! ü73iin *b2i8 05ib ü**3ipi Nicht minder läßt sich gegen die Erklärung der folgenden in vieler Hinsicht höchst wichtigen Stelle S. 70 (2. B. M. 19, 2) sehr vieles einwenden, wie denn überhaupt die Übersetzung der wohl nicht sehr zahlreichen fremden, meist griechischen Wörter nicht immer befriedigt. 8*v5iis 012*1 nun 513N3 ,12122 i3n*i *) S. Thaanith 8 b. zu Pf. 145, 16. A. -1