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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1865-03-28 · Heft 13 (28.3.1865) · p. Seite 198

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
29 (1865)
Issue
Heft 13 (28.3.1865)
Date
1865-03-28
Page
Seite 198 (sequence 8)
Language
German
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als ja -hekannt ist, ddß btt -1467 geborene Venetianer Ludwig iCprnäro, welcher bis zu seinem 40sten: Jahre kränkelte und dem alle Aerzte die Hoffnung-benommen hatten,'- auch nur die Mannesjahre zu überleben, es infolge seiner mäßigen..Lebensweise bis zu einem. Alter von fast 100. Jahren brachte. - FrankenLhal,-12.März. (Privatmitth.) -In Nr. 40 d. Bl. besprachen Sie den leider in hiesiger kgl. Kranken--Anstalt vorgekommenen und von allen Bürgern jeder Confession. sehr gemißbilligten Mortarafall, woran Sie die Frage knüpfen, was von seiten der Rabbiner und der Shnagogen-Borstände in dieser Angelegenheit geschehen sei. Hierauf beehre ich mich zu erwiedern, daß der hiesige Vorstand sofort die Veröffentlichung dieses bedauerli^en Vorgangs in den verschiedenen Blättern veranlaßt hat, was freilich nicht genügt, aber es wurden außerdem persönliche Schritte bei der Verwaltung der betreffenden- Anstalt gethan, die die Zusicherung nach ' sich zogen,-daß diese ungesetzliche Handlung der Regierung bereits zur. Kenn'tniß gebracht, und das.Mädchen fortdauernd gegen weitere Mißgriffe geschützt werden Mrde^ auch, hat der jetzige RahWats-BKrweser Mlig^ mann in Kirchheimbolanden die desfallsige Anzeige bei betreffender Behörd^s-erstattet und die Anträge gestellt, daß'- vpn AmtKwegen verboten werde, daß das Mädchen Unterricht in derMholischen Religion erhalte, zu christlichemMndqchtsubüngen heranzogen, und in dem, bei dem Krankheitszustande des. Mädchens in. .nicht ferner Aussicht'..stehenden Falle des Ablebens desselben,-dessen Leiche auf dem jüdischen Friedhöfe beerdigt werde.' Sie sehen also, daß von unserer Seite nichts versäumt wurde, und bitte ich um gefällige Veröffentlichung dieser Erklärung. 'Der Synagogen-Vorstand.;; Martin Marx. Freysing, im März. (Privatmitth.) Daß es in Deutschland auch viele gesinnungstüchtige Redactionen gibt, welche, wenn man sie in angemessener Weise auf Mißgriffe aufmerksam macht, dieselben gern verbessern, erweist die hier erscheinende „Bauernzeitung", die jüngst in zwei Correspondenzen bei Gelegenheit von Dismembrationen und Viehhandel der Juden auf eine beschimpfende Weise gedacht hatte. Herr Lehrer Krämer in Altenmuhr erinnerte die Redaktion in einem ruhig und würdig gehaltenen- Artikelan die flagrante Ungerechtigkeit, die hierin uhäge und die Redaction nahm diesen nicht allein willig auff sondern , gestand auch ihren Mißgriff offenherzig ein.H Wir sind dafür dem Hrn. Krämer wie der gedachten Redaction zu Dank verpflichtet. Bonn, 11. . März:.: (Privatmitth.) Das jüngste Heft,per Arch. isr. enthält eine Mittheilung aus-dem Hroßherzogthum Hessen, daß in der Stadt Lauterbach es demJuddw verbotemM, außer dem Jahrmärkte Ym den Straßen zu verkaufen, wo die Christen verkaufen; sondern es sei ihnen dies nur in einer besonderen Straße gestattet. Auf mehrfache Gesuche der Juden sei stets eine abschlägige Antwort erfolgt. Wir bitten, uns zu berichten, ob sich dies wirklich so verhalte?, Die Red: d. A. A d. I. Preußen. Berlin, im März. Aus Stallupöuen -werden der V.-Z. nachstehende zwei Verfügungen zurBeröffentz lichung.Mitgetheilt: 1) „Da nach der Mittheilung des. Landrathsamtes! zw Marienburg der früher in- Tjrgen^, Hof.- wohnhaft^Lewesene. jüdische...Religionslehrer Abraham Kaufmann während seiner dortigen Anwesenheit bezüglich seines sittlichen und politischen Verhaltens zu keiner Ausstellung Veranlassung gegeben hat, auch sonst über ihn nichts Nachtheiliges bekannt geworden ist, so haben wir nichts dagegen zu erinnern, daß der rc. Kaufmann zum Religionslehrer der dortigen Shnagogen-Gemeiride gewähr werde. Gumbinnen, den 7. Februar 1865. Königl. Regierung, Abtheilung des Innern, (gez.) Siehr. An den Vorstand der Shnagogen-Gememde Stallupönen. 2) Auf die Eingabe vom 7. Febr. d. I. eröffne ich Ihnen, daß selbstverständlich die königl. Regierung, deren Bestätigung nach §. 43 des Gesetzes über die Ver^ hältniffe der Juden vom 23. Juli 1847 die Wahlen der Mitglieder des Vorstandes unterlagen, diese Genehmigung aus bewegenden Gründen zu versagen befugt ist. Solche Gründe, die Wahl des: Kaufmanns. Alexander zum Vorstands-Mitglieds der dortigen Shnagogen-Gemeinde nicht zu bestätigen , liegen aber vor, wie sie bereits im Jahre. 1863 Veranlassung gegeben haben, die Bestätigung der Wahl des rc. Alexander zum Beigeordneten der Stadt Stallupönen zu verweigern. Es muß daher bei der Verfügung der königl. Regie-

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