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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1865-03-14 · Heft 11 (14.3.1865) · p. Seite 169

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
29 (1865)
Issue
Heft 11 (14.3.1865)
Date
1865-03-14
Page
Seite 169 (sequence 11)
Language
German
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ISS Mr-Maub des KindeS Co.en, welcherso lebhaft das ganze civilisirte Europa bewegte, hat nicht allein jene Familie in ein großes.Unglück gestürzt, sondern bereitete ihr noch eine Unzahl von Leiden und Betrübnissen. Die unglückliche Mutter verlor wenige Tage nach dem. verhängyißvollen Ereignisse eine zwanzigjährige Tochter,, die dem harten Schicksal nicht widerstehen konnte;,, dadurch entbehrtsie einer wirksamen Stütze für die Bedürfnisse der zahlreichen Familie, welche vermögenslos, von der bescheidenen Frucht einer anstrengenden Arbeit lebte. — Nach diesem neuen Trauerfall haben einige unserer mitleidigen und einsichtigen Glaubensgenossen eS für gut befunden, die Mutter, um sie den'weiter bevorstehenden Gefahren zu entziehen, ihr zur Emigration zu verhelfen, und empfehlen sie nebst ihren acht unmündigen Kindern an die Wohlthätigkeit ihrer, livornorischen Glaubensgenossen. — Es ist uns jedoch nicht.gegeben, die, Ursache von diesem schrecklichen Unglücke zu beseitigen; wir können uns nur bemühen, die Folgen davon zu mildern. — Wir, die mit leiblichen Augen den Kummer der zerknirschten Mutter anschauen, wir, die nicht'nur den moralischen Schlag sondern auch den materiellen bemerken, den die traurige Begebenheit diesen Unglücklichen bereitet, indem sie genöthigt werden, plötzlich das eigene Dach zu verlassen, die eigene Arbeit aufzugeben, wir erachteten es für unsere Pflicht, einen Aufruf an unsere Glaubensgenossen in. Italien und im Ausland zu richten, damit man dieser Familie einen wirksamen Beistand leiste, da deren Betrübnisse doch gewiß auf das beredteste zum Herzen Aller sprechen müssen. — Die. Unterzeichneten haben sich,daher in ein „Cornitö zur Beförderung einer Subscription zu Gunsten: der Familie Coen^ constituirt und laden ihre Glaubensgenossen: ein, ihnen beizustehen in ihrem Vorhaben , um die traurigen Folgen einer Begebenheit; zu lindern, gegen welche sowohl die Natur wie die Civilisation bereits feierlichst protestirt haben. — .Livorno.'— , D a s C o M i t 6: Rabbino 18, COSTA Presidonte. Rabbino AR. TOLOSA. IS. ANGELO TEDESCO. LAÜDADIO MODIGLIANI. Advocato VITTORIO DE ROSSI Segretariö. Meriko. Stteptfo, im Januar. Es hilft zu Nichts, wenn in dem einen oder dem andern Lande die Fragen, welche seit 80 Jahren die civilisirte Welt bewegen, später als anderswo aufgeworfen werden. Sie kommen doch und wollen mit Unabweisbarkeit beantwortet und entschieden-wexden. So bilden jetzt auch in Mexiko die Verhältnisse des Staates und der Kirche und die Forderung der Glaubensfreiheit einen Gegenstand des Kampfes, der auch ein Hauptmotor zu den politischen Wirren ist. Der Präsident der Republik Juarez war der Gegner -des ultramontanen Klerus. Dieser machte ihm mit Hilfe Frankreichs den Krieg und der Erzherzog Max bestieg einen Kaiserthron. Der Klerus glaubte um die Zeit seines vollständigen Sieges gekommen und' träumte von der Wiederherstellung seiner unbegrenzten Machtvollkommenheit. Aber siehe da, auch der Kaiser Max sieht die völlige Unhaltbarkeit dieser Zustände ein und verweigert die Einwilligung zu den ultramontanen Forderungen. Der Monde veröffentlicht das Schreiben des Papstes an den Kaiser von Mexiko, datirt vom 18. Qctober 1864, das dem Kaiser von Nuncius überreicht ward und demnach als die Grundlage der Forderungen gelten darf, die Msgr. Meglia zu stellen hatw und die bekanntlich zu dem kaiserlichen Handbillette an den Minister Escudero führten. Pius IX. erhebt mit Nachdruck Einspruch gegen die Säcularifirung der Kirchengüter und verlangt, daß die katholische Kirche aU in und mit Ausschluß j e b bi ff idi ren den Eultus in Mexiko anerkannt werde, und er empfiehlt dem Kaiser sodann, unter Mitwirkung der Bischöfe die Reorganisirung der kirchlichen Angelegenheiten .in die Hand zn nehmen. Kaiser Max hat es nicht gerathen gefunden, auf Grund dieser Anforderungen weiter zu verhandeln. Ein Special-Gesandter bringt nach Rom die Antwort des Kaisers. — Die obigen Forderungen des Papstes widerlegen vollständig die Auslegungen, welche mehrere französische Prälaten, auch Dupanloup, der Enchklica gegeben, und nach denen der Shllabus nichts enthalte, was mit derwGrundsätzen der Gesellschaft, namentlich mit der CultuS- und Gewissensfreiheit iw Widerspruch stäyde. Heißt es nun in den öffentlichen Blättern, daß eingelaufene.Schreiben des Papstes und des Cardinals Antonelli diesen' französischen Prälaten zugestimmt haben, so ist.es nicht 11**

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