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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1865-02-28 · Heft 9 (28.2.1865) · p. Seite 135

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
29 (1865)
Issue
Heft 9 (28.2.1865)
Date
1865-02-28
Page
Seite 135 (sequence 11)
Language
German
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m Hillel aus Szikßü übertrifft anFanatismus alle -ferne. Bör^äHer. /"uu^ möchten.' wir/ schon im Interesse des . wHren' Äöenlhü-m^ die /Aufmerksamkeit der ^gebildeten Welt auf 'diese Schrift, lenken, da wir bei Jgnorirung derartigerProdukte Gefahr Kaufen, eine ganze Gegend von ' Ämulettenritter und. Chassidäer erstickt zu sehen, in weMv das, Kolk/.gehörig/ geführt, den, besten, Sinn vonder^ HÄ an' den /Tag legen würde. In Kaschau deM. man ernstlich^ dÄan, , eirren, Temhel zu. bauen. Die VAedrfffenhÄ.'der^ Gemeinde läßt jedoch diese, nicht sobald zu einem definitiven. Beschlüsse kommen. R.... : Miskolz,/im Februar. (Privatmitth.) Der Agitation. einer gewissen Partei gelang es nicht die Steltung als Primararzt einer öffentlichen Heilanstalt einem Israeliten wankend zu machen, vielmehr wurde derselbe zum Director der Anstalt trotz aller Jntriguen befördert./^/ Unsere Schule wurde neuorganisirt und hat sich dieSchulsection bereits gebildet. 'S. A Ujhely.,. im Februar. (Privatmitth.) In unserer Gemeinde hat. sich ein Verein zur Unterstützung. armer Bocherem gebildet, deren Aufgabe es ist, denselben täglich Mittag und Abendbrot zu verabfolgen.;'//'/// /; / R- ' :; Rußland. St. Petersburg, 10. Februar. (Privatmitth.) Der , Rabbiner Neu mann ist an einem der für Mädchen errichteten/ Ghnasien• Hierselbst, welche unter der Protection der Kaiserin stehen und unter dem Curatorium Sr. kaisexl. Hoheit des Prinzen von Oldenburg, auf Vorstellung des Direktors nunmehr mit einem kleinen Gehalt für den Religionsunterricht — da daselbst auch jüdische Mädchen sind — angestellt worden. (Wer die früheren hiesigen .Tendenzen mit diesem.Factum vergleicht .chird.'eMe'stehen^..,daß dies ein bedeutsamer, Fortschritt ist). -- Die hiesige jüdische Gemeinde macht in' ihrer Organisation immer größere Fortschritte. Aber auch. abgesehen, von ihr, /nehmen die jüdischen Verhältnisse'NN: der Hauptstadt des riesigen Czaarenreiches einen immer größeren Maßstab an. Denn es befinden sich -hier än 2000 jüdische Soldaten und Tausende von Angereisten aus allen Theilen und Schichten der jüdischen Bevölkerung Rußlands, die jahraus, jahrein hier eintreffen. — Man geht hier mit der Absicht um, in? russischer «Sprache für unsere: Glaübensgenosseu ein j Institut gleich - dem von Ihnen gegründeten --Institut lzur Förderung israelitischer Literatur" herzustellen. Frankreich. /U! Pwdiöim iFebuar., (^.neb. I8r.)! Esgeht aus be-! sonderen Correspondenzen hervor, daß wie.immer der ' commaudirende General der mexikanischen/?Expedition : idem Marschall Bazoune-:mehrere Israeliten unter ben 1 Offieieren und Soldaten bezeichnete, welche, sich besonders ausgezeichnet haben. In dem Berichte des Ge-' neral Donay sind besonders benannt der Unterlieutenant Farnh aus Straßburg, welcher mit Erfolg eine" sehr wichtige, Recognoseirung ansgeführt mnd 'der sich durch seinen Muth im Angriff, hervorgethan hat, und -Herr Emil Levy, ebenfalls aus Straßburg,' aide-niajoi: .• bei der Ambulanz,: dessen Hingebung der General besonders Lob zuertheilt. —, Herr Rabb. Jakob Saphir < ist jetzt, nach Pariszurückgekehrt, nachdem er große- Reisen im Orient gemacht hatte, er besuchte die entferntesten Gemeinden unserer Glaubensgenossen in Jemen, Arabien und bis nach Ostindien. Die Beschreibung seiner Reifen ist unter der Presse und wird bald! unter dem Titel Hadi’6 T<5man erscheinen. Der merkwürdigste und kostbarste Gegenstand unter den Manu- '! scxipten, welche dieser Reisende gefunden, und mitge- - bracht hat, ist eine Bibel in 2? Octavbänden, auf Pergament von Ziegenfell geschrieben, Lei der man nicht : weiß, ob man ihr Alter oder ihre/Schönheit als Musterwerk der Kalligraphie und Miniatur mehr bewunweru soll, zwei so verschiedene und, in dem gegenwärti- : gen Exemplar.zu einem solchen Grade der Vollkommenheit gebrachten Eigenschaften, daß man an die Möglichkeit ihrer Vereinigung zweifeln würde, wenn sie nicht durch die Schriftstücke, welche beigefügt sind, gerechtfertigt würden. Das eine von ihnen, ohne den Datum! noch den Namen des Sopher (Schreibers) zu bezeichnen, nennt denjenigen, zu dessen Ehren diese merkwürdige Bibel geschrieben wurde, nämlich Nässt Schalom, das Haupt der Gefangenschaft, dessen Stammbaum bis zum Prinzen Zorobabel und dem König David reicht.? Das Schriftstück endigt mit dem Datum 4683 (1023 vor d. gew. Z.), wenn man alle die Büchstaben mit reinem Striche darüber zählt. /.Ein anderes Schriftstück, aus verschiedenen hebräischen und arabischen Schriften bestehend,, berichtet,?-daß diese Bibel dem Haroun Jbn- 9

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