Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 29 (1865)
- Issue
- Heft 7 (14.2.1865)
- Date
- 1865-02-14
- Page
- Seite 102 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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102 tat herausstellten und wir von Allen, die-bis jetzt an dem Institute betheiligt, waren, mit gegenseitiger Zufriedenheitscheiden konnten. Und so belebtuns nur der Wunsch, daß. wir .nach Verlauf des zweiten Jahrzehends, wenn nicht mit größeren, doch mit gleichen Erfolgen auf die zurückgelegte Zeit und Arbeit, blicken mögen; und hierzu empfehlen wir die Anstalt und alle ihre Theilnehmer dem Segen Gottes! Literarischer Wochenbericht. Bonn, Al. Januar. Angenommen: mn!“i tühTQ-'D rmnft by.A. Wienbrack^ Leipzig, 1864. Im vorigen Jahre , brachte, eine - Beilage zu dieser Zeitung die Bekanntmachung,, daß die Buchhandlung A. Wienbrack einen Cyclus jüdisch-rabbinischer Werke herausgeben wolle, nämlich sämmtliche Midraschim, den. jerusalemitischen Talmud, Alfasi, die Jad Hachasaka, den Sohar, Siftu und Sifri, Tosefta und Mechilta. Hiervon ist nun der erste Band, nämlich: Midrasch rabb< auf bie 5 Bücher Mosis in groß 8o. erschienen, und zwar mit dem Commentar N21N2 yiapia« Die Ausstattung ist gut, die Typen zwar etwas klein, aber scharf.. Der Preis für die 34 Druckbogen (1 */a Thlr.) ist sehr mäßig und macht den Ankauf auch für den Unbemittelten leicht. — „Libanon, ein poetisches Familienbuch,, von Ludwig August Frankl, dritte vermehrte Auflage. Wien, 1864 (Pichler)." , Diese Sammlung von Dichtungen, welche jüdische Gegenstände.behandeln, aber von Dichtern aller Nationen und Confessionen verfaßt sind, hat bereits ihren Weg gemacht und erscheint hier vermehrt in der dritten Auflage. Die äußere Ausstattung ist., eleganter geworden, doch bedauern wir, daß kleinere Typen für das kleinere Format gewählt wurden. Wir sind dem Dichter zu Danke verpflichtet, daß er diesem Buche dauernd, seine Fürsorge, züwendet. Wir wünschen, daß alle gebildeten Juden ihren Söhnen und Töchtern in die Hände geben möchten: der. Geist der Gleichgiltigkeit und Religionslosigkeit würde -dadurch vermindert werden. — Die Friedensfeier nach dem. letzten dänischen Kriege brachte uns folgende zwei pom der jüdischen Kanzel gehaltene treffliche Rehen zu: „Rede gehalten in der Synagoge zu Schneidemühl, zur Friedensfeier am 17. December 1864 von S. Brann, Rabbiner." lZum Besten der Hinterbliebenen der gefallenen preußischen Krieger). „Die Makkabäer Israels und die Befreier Schleswig-Holsteins. Rede gehalten im Saale der friedrichsstadtischen, israelitischen Religionsschule, zu Berlin von vr. Julius Landsberger, Prediger und Vorsteher der Anstalt." (Zum Besten der Victoria-Landesstiftung dem Druck übergeben). — „Drei Predigten, gehalten am Vorabend, am ersten und zweiten Festtage des neuen Jahres 5625 von Dr. Iulius Ioel, s Rabbiner zu Lauenburg in Pommern. (Lauenburg, 1864)/' Diese drei Predigten geben ein höchst, vortheilhaftes Zeugniß von dem Rednertalent des sinnigen, zart und tief fühlenden Verfassers. Die erste über „die Bitte um das Leben beim Jahresbeginne" behandelt den Gebetspruch die zweite „die Heiligkeit und Freudigkeit des Tages", Nehem. 8, 10. und die dritte „das dreimalige Linnem (im 22. Kap. des 1 B. M.) oder gläubige Ergebung, religiöse Stärke und sittliches Streben." Es ist weniger der feurige Schwung als der innige und erwägende Ton, die aufhellende und erfüllende Betrachtung, welche in diesen Predigten vorherrscht, den wir unseren Beifall gern ertheilen. 7— Lengnau (Aargau), 2. Januar. „Wanderungen durch Palästina von K. Furrer. Mit einer Ansicht und einem Plane von Jerusalem, nebst einer Karte von Palästina. Zürich, Orell, Füßli u. CH- 1865:" Es ist nicht zu leugnendaß in der Gegenwart kein Land mehr ausgesucht und-durchwandert wird als derjenige Erdstrich, der von den Bekennern der verschiedenen Religionen, Juden, Mohammedanern und; Christen gleich innig verehrt wird, als das an Erinnerungen aus grauer Vorzeit so reiche Palästina.- Mit der steigenden - Zahl der Wanderer hält die einschlägige Literatur, gleichen Schritt; alljährlich werden neue Reiseberichte aufdenMarkt gebracht. Wie der Verf. vorliegender Wanderungen sich von der großen Masse, der Pilger, so unterscheidet sich auch seine, Relation -von den vielen, welche wir über Palästina ber.ej.ts besitzen.. Hr. Furrer, welcher im vergangenen Jahre seine Palästinasahrt ausführte, hielt sich von den. ausgetretenenPilgerpfaden fern; er pilgerte nach Schweizerart zu Fuß, -übernachtete in. den Hütten der Bauern und fügte sich. ländlicher Lebensweise.- Nicht die Sehnsucht des, frommen - Pilgers; trieb ihn. : nach dem heiligen Lande; „ihn verlangte das Land .der Bibel zu sehen, das ganze Land', seine Berge und Thäler.,;Flüsse und Seen, sein .Gestein, seine Pflanzen , und Thiere, sei-? nen Himmelseine Menschen, ihre Sitten und Gebräuche/? Mit der Art und Weise der Reise - stimmt auch , die Anlage des Buches überein. Der Vers, hat über die gry-, * '