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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-12-23 · Heft 52 (23.12.1862) · p. Seite 758

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 52 (23.12.1862)
Date
1862-12-23
Page
Seite 758 (sequence 10)
Language
German
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hätten^- -Und waruM Nun, die Antwort ist leicht gefunden. Me lautet: „weil der echte, wiEiche Jude aus feinen Schriften weiß, daß er ein Fremdling und Zersprengter unter den Völkern der Erde, mit deren Kirche, Staat (sic!!I) und Privatleben bis auf die Speise er durchaus unverwirrt bleibt." — Und was nun die Partei betrifft, für welche unser Held so Macker Ms die Schranke«? trist, . die s ,-Conservativen" nämlich> M. meint er von diesen, daß sie, 'obschon mit den eigentlichen und einzig echten Juden gar nicht als mit-einer politischen Gemeinschaft zu thun habend, vor vereng religiös - historischer! Bedeutungdoch eine solche Achtung hegen, wie sie eben nur der religiöse und der Geschichte-Heilig achtende Mensch haben könne." Bei weitem höher, wie man sich wohl denken kann, stellt, der Berfasser des qu. Artikels die g et a uft e n Juden. - -Diese sind ihm Männer, „welche mit der ganzen Kraft der geistigen Begabung ihres Volkes von der: Großartigkeit der christlichen Geschichte und von allen Erscheinungen christlicher Kunst und Wissenschaft mächtig - ergriffen Morden " — Er nennt sie: „entschiedene Naturen, v Männer von großer Bedeutung, Rüstzeuges der christlichen Kirche und Wissenschaft," welche — wie er dann fortfährt —; „erhaben über den schmähsüchtigen Neid ihrer Stammgenossen stehen." — Wie er (Vers.) selbst, -, „solche Männer zu seinen theuersten Lehrern zähle,(( so --7 meint er "-7 werde „jeder Co«.-' servative, Männer kennen, welche — von Geburt Juden - zn - den - entschiedensten Vertretern und Bekenner« deH Christenthums und des wahren Conservatismus gehören." - - - -Die- Reformjuden endlich bilden ihm — und zwar zu seinem tiefsten Leid und bittersten Schmerze — die z a h l r e ich st e K l a s s e. Jeder der Reform huldigende» Jude ist ihm ein spitzer Dorn, ja ein ganzes Dornengesträuch im Auge, und er fälltüber ihn mit einer Bissigkeit.her, wie sie nur eines Wagener oder Kleist-Reetzow würdige Er schilt ihn herrsch süchtig,!nennt,ihn einen Zwitter,.halb Fisch halb Mensch «. s. w.m. s. -w. „Die Hauptsache aber ist, — schließt Vers, -seine, Schilderung — er (der Reformjude) wirft sich uiit ■ Cifex auf die Politik, strebt.nach Aemteru und Mren in der christlichen. Gesellschaft" und — wie er, leider l hinzufügen muß-7- „nicht ohne Erfolg." Und nun folgt das Bekenntniß. Es tautet, kurz dahin, daß die. Reformjuden den Conservativen höchst Miderwärtiglsestn. . Und warum? Nun, -7 weil sie sich ihrer Religion und ihres angestammten Wesens . schämen, -- weil sie manchmal, ohne Christen zuwerden, ihre alten Namen verachten und daher verändern, — weil sie sich rühmen, christliche Bildung zu besitzen, ohne noch das Christenthum selbst verstehen gelernt und sich angeeignet zu haben, — und weil endlich Manche aus Accommodation der, christlichen Gemeinschaft beitreten,-ohne es (nun, was denn? die christliche Gemeinschaft?) wirklich zu sein oder sein zu wollen. — Welcher Wust von Albernheiten! welche Fülle ' von Thorheit und niederem Blödsinn! — — Was. ist's aber, — fragt der gelehrte Autor weiter — das diese Art Leute Herr Conservativen am widerwärtigsten macht? Nun, was weiter als der Umstand, daß sie mit den ihnen ganz verwandten Namenchristen lieb-; äugeln und ihnen als Führer und Leithammel dienen? — Und nachdem nun der gute Herr die beiden Arten, die Reformjuden und die Namenchristen in einen Sack geworfen, fährt er fort, auf die Einen wie auf die Andern zu schimpfen, und geräth dabei bald in das bekannte schmutzige Labyrinth, in das wir ihm nicht folgen können und wollen. Er laborirt nicht nur an Begriffs-, sondern mehr noch an' Sprachverwirrung die zuletzt bei ihm so groß wird, daß er aus ihr sich gar nicht mehr herauswinden kann — und in der That, wir können ihn nur bedauern, daß er als Redakteur einer Zeitung — und sei es auch nur einer junkerlich-pietistischen — nicht im Stande, einen, zum - wenigsten nur etwas bessern, Styl zu schreiben. — - Jndeß, wir wollten ja nur referiren und nicht polemistren, nur ein neues Produkt der jüdenfeindlichen Presse zur Anzeige bringen und keineswegs mit dem Producenten eine Lanze brechen. Dieß hat bereits ein Anderer gethan — und gewiß! viel besser als solches von . unserer Seite geschehen sein würde. Es ist dieß der den Lesern dieser Zeitung wohlbekannte Literat Emil Breslaur, dessen -Offener Brief an den Redacteur der „Conservativeu NiederlausitzerZeitung" (Cottbus, - Verlag von Albert Heine) i vor einigen Tagen die Presse verlassen und in diesem Augenblicke gewiß schon an die. Buchhändler Deutschlands. versandt sein dürste. Herr Breslaur folgt dem Red. der C. N. Z.; Schritt für Schritt und schlägt ihn Satz für Satz — ' mit derselben dialektischen Schärfe, mit denselben wohlgeschliffenen Waffen, wie - er vor nun gerade einem

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