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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-10-21 · Heft 43 (21.10.1862) · p. Seite 618

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 43 (21.10.1862)
Date
1862-10-21
Page
Seite 618 (sequence 14)
Language
German
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HA cher etMS Unbetynntes sind? Doch unser. Menschenfeind schont; wieder Alter noch Geschlecht; -- unfern Frauen will er nicht .einmal' Verstand» lassen. — denn „hat eine einmal ein bißchen -mehr Verstand als die andere, -Heißt es, so-wendet sie ihn nur dazu an, ihren Mannvon Mischen Interessen fern zu halten." — Alsp unter unseren Frauen läßt er nur Einzelnen den Verstand und - diesen selbst nur m a n ch m a l ein B i schen.^ — . Was sollen wir endlich dazu sagen, wenn C.orrespMent,,-ven wir . .als, boshaften Verläumder erkannt haben, sich nicht scheut, sondern die Frechheit hat, unserer Jugend * alle. möglichen. Laster vorzuwerfen? Wer eswqgen, kann auf die Jugend-von 2090 Farm-. lien solche Schmähung zu häufen, der ist nicht würdig mit Worten widerlegt zu werden, sondern stillschweigende Verachtung kann allein die Antwort sein. — Correspondent -meint, „die - Religion, die wir haben, sei hohl und eitel, aber er, der Schmähung und Lüge zur Aus-: Übung seines; Privathasses. nicht unwürdig hält, .er kennt wohl, f-wcchreRestgion ■!“, •;*— .Auch erwähnt Eorrespondent dreier Pasquille, die sich in Gemeinheiten derartig nberboten,. daß wir wirklich der Meinung waren, .es sei das, Letzte, allein Correspondent hat uns in seinem Aufsätze No. 32 bewiesen, daß. jene lange noch; nicht ,den Höhepunkt erreicht hatten und daß ihm über jene 3 in dieser Beziehung^ der Sieg Vorbehalten war.. —- Hie verzeihen, hochgeehrter Herr, daß wir Ihnen diese Zeilen, die nicht als Rechtfertigung unserer selbst,, sondern ,rmr' als Beweis dienen sollen,, daß Hiewon jenerj Person mhWcirL worden sind/ vorlegen. — 1 . . Sie jedoch, hochgeehrter Herr Redaeteur, sind uns! die gebührende Satisfaction schuldig, 'Venn in Ihrem ' Blatte, das Wahrheit und Unpartheilichkeit an seiner Spitze tragt, stand jener Artikel der uns, «nsere Fraüen und Kinder vor der ganzen gebildeten Welt Llosstellt. — Die Art und Weise, wie Sie uns diese Satisfac-. tion geben, - ob - durch Einrücken , dieser “ Zeilen in Ihr Blatt oder auf irgend eine andere passende Weise,; überlassen wir Ihrem «bewährten, für Recht und Wahrheit stets tief fühlendem Sinnen — - Mit aller Hochachtung zeichnen ganz ergebenst; Dr. H, Beher, Arzt der kurländischen Regierung.! S. Puch er, Rabbiner. S. Wagen heim, Beamter zu. besondern Aufträgen; in Ebr.-Angelegenheiten; ~ bei Sr. hohen Excellenz dem Herrn. General-Gouver-! .... weur der OstseepryyinM.- Ed.uard Klumenarr, - Ehren-Cutator der hiesigen Krottschulen UtidLehräM statten.: S. Löwenstern, Vorsteher der Mitauer Ebräergemeinde. : S. Friedlieb. Johann Jacob y, Kaufmann, uI: Hirsch f etb, Kaufmann. R. I. Taub c. Sala Levinsohn. Sigismund Meyer. W. L. Eckstein. M. Kallmeyer. : B. Jsacsdn.. N. M.«ulsfsühn: & ) sohn. B. Kretschmann. " Julius Stern. Jacob Friedländer. .> R. Herzenberg. Wir überlassen es unferm tÄrrespöWettteÄfich^zu rechtfertigen. Jndeß haben wir selbst zu bemerken, daß wir außer jener Correspondenz von einem in.Mitäü ansässitzen, namhaften Jsräeliteü, emem Kaufmann, einen Bericht erhielten; ‘ welcher sich kurz , aber doch in gleichem Sinne aussprach, tvie jene angegriffene Correspondenz,' und' worin wir geradezu aüfgefordert würden, Etwas gegen die dort herrschende Apathie und Antipathie zu thun — "erst nach dem Empfang dieses von jener Correspondenz' ganz unabhängigen Briefes ließen wir die Correspondenz äbdrucken. ' Ätzt, auch No. 40. S. 573. Die Redaction. Warschau, 25. September, (Ostst^Z.) Neulich Hatte der hiesige, voriges Jahr mehrere Monate lang verhaftete, dann als Oesterreichischer Unterthan ausgewiesene .Oberrabbiner Meysels.eine..Audienz beim Großfürsten-SLatthalter,. um demselben filr bie Erlaubmß zu seiner Rückkehr zu danken. Er soll sich , dadurch zu rechtfertigen gesucht haben, daß der vorjährige, von den Polen gegen die Juden .ausgeübte Tevwrismus ihn und seine Gemeinde gezwungen habe,, in. deren -Demonstrationen mit einzustimmen! Die Polen vermerken dies sehr übel, übrigens will es mit der. vorjährigen Brüderlichkeit nicht mehr recht vorwärtsd.a die Emanzipation der Juden doch gar manchen persönlichen Interessen in den Weg tritt. So hange die Zustimmung der Juden den Polen hehagte, waren sie Brüder,, aber der Gleichstellung Opfer zu bringen , ist man nicht gewillt. A « z e i g t «. Die israelitische Gemeinde zu Dkühlheim a. Rhein sucht zum sofortigen Eintritte einen geprüften Reltgionslehrer und Cantor. Hierauf Refkectirende wollen ihre Zeugnisse ftancirt an den Unterzeichneten einsendem - - . Der Vorst and. .

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