Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 43 (21.10.1862)
- Date
- 1862-10-21
- Page
- Seite 616 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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m weil er hoffe,.daß bte jübifc^en D^ec^t^tänbibaten^ biivc$ das Stadium des-kanonischen Rechtes-von der Wahrheit der. katholischen- Dogmen durchdrungen werden-würden. Zweitens : Sollen Wische Eandidateu der-Rechte zu Dortvren sämmtliche-r Rechte-promovirt -werden können? '29 stimmten dafür, 32-dagegen, der Antrag war also gefallen. Charakteristisch ist,! daß die jüngeren Mitglieder des Prager Doctoren-Cvüegiums -sich zumeist gegen Zulassung zu Rigorosum und §vvr.-Würde aussprachen, wie es überhaupt als eine Anomalie in dieser Gerathung erschienkdaß viele - Doktoren, die für Ablegung des kanonischen Rigorosums stimmten, bezüglich der Erlangung des Doktorgrades sämmtlicher Rechte im entgegengesetzten Sinne - sich aussprachen. - Wien, 7..Oktober. Die Z." läßt sich -von hieraus schreiben: Ein bedenkliches Zeichen der Zeit sind die in fast allen Kronländern vorfallenden Judenhetzen.' Am häufigsten ereignen sich diese unliebsamen . - Vorfälle auf dem. flachen 'Lande in? Böhmen und in Galizien, und ohne daß von Seiten der Israeliten durch Provokationen hierzu, Veranlassung gegeben worden wäre. . Großbritannien. Lady -Judith Montesiore. London, 27. -September. Bor einigen Mbnäteü hatten wir in d. Bl. von der gvldenen Hochzeitsfeier des Montesiore'schen Ehepaares und von der festlichen Weise' zu berichten, iu welcher''jene begangen worden. Heute-schon stehen wir an dvr Pforte des Grabes, welches die Lady Judich MontesioreaüfnehmeU soll. Schon die letzte Nallnuer wes „Iew. Chron." berichtete, daß dieselbe gefährlich erkrankt sei und Gebete für ihre Genesung in der spanischen und portugiesischen Synagoge äbgehallett Mrde. Die Londoner Blätter vom heutigen Datum melden ihr Dähinscheiden. Die Verewigte hatte den 'edelsten Charakter. Der Redakteur d. Bl. hatte die Ehre ihres persönlichen Besuches, als Sir Moses mit seiner 'Gemahlin die bekannte Reise nach St. Petersburg äntrat. Ihr Wöhkwöllen, ihre Einfachheit und BeschMtiheil , dabei ein fcharfsinniger Blick Und "ein tiefes Gemüt'h erregten bäld die höchste Achtung,ja Verehrung ihrer 'Persönlichkeit. Bekanntlich nahm sie Km iinngstek Ärüherl bin den Beftrcbungen ihbes GemäM, 'begleitete''?Hw Mchreke^ Wle nach'ÄerüMeM und'hat eine diestr/ Reisen aus ' ihren Tagebüchern in anziehender Weise'befchrieben. Sie war eine geborene v: Rothschild -aus Früsikfurt ä. M., ihre Ehe war kinderlos. Sanft rphe ihre Asche,^ ihrDörhWwstke unter den Frauen Israels/!' und möge Sir. Moses die Kraft besitzen,- diesen herbsten 'Bersiist seines 'Lebens.zu ertragen! -- Eine nähere Biographie später. \ % r Paris, 10, Oetober. (V. I.) -Das Pariser. Konsistorium hat seine.sEntlassungl im -Ganzen eingereicht. Dieser- Schritt, den man? M einigen Tagm erwartete, ist nur die natürliche Folge des Deerets. vom 29„ Äug. c,, welches sehr bemerkenswerthe Veränderungen in der Organisation des israelitischen. Cultns in Frankreich einführt. Die. neuen Bestimmungen modtficrren vollständig die- Bedingungen, des Wahlrechts..- Das Consistorium waralso nicht mehr der, genaue iAusdruck des Wiflens der Wählerschaft, wie sie durch das erwähnte Dekret-- festgesetzt ist, und diese Verwaltung hat geglaubt, sich -eiuey abermaligen Abstimmung ihrer Auftraggeber unterziehen zu müssen. -Dieser Beschluß wird unzweifelhaft von den > -anderen Consistorien nachgeahmt werden. - Rußland. ,v Mitau, den 10./22. September.. (Eingesandte Erwiederung.)' Hochgeehrter Herr Redakteur.! Die No. "3^2 der von Ihnen redigirten Allg. Ztg. des Judenthums' brachte einen Correspondenzqrtikel über die'in Kurland und namentlich in Mitau wohnenden Juden, eingesandt von einem Reisenden, der sich angeblich -längere Zeit bei uns aufgehalien haben soll und der aüs reiner Nächstenliebe und Eifer für seine Glaubensgenossen Beleidigungen, wie sie Men in einem Lffeysi lichen Blatte gelesen '■ wurdhn,'siMn Tausende.' po.n Mlliilien au'sstößt. Ist esdoch genugsam bekannt. Me schwer' es selbst/für hie'bedeutendsten .Geister sei^ richtige, unparteiische Charaktesichilhermrgen' zu liefern, M wie sollte nun solches'siner Person möglich sein, qüs derenjedweder Persönliche Feindschaft Md Haß hervvrleüchten? Mas uns jedoch' tief b.etrüht'.mid in unserer GemMde Pen größten Mwillen Hervorsief, ist, daß Sie, hochgehsiesi Iletr Medacteur, Me^er Mann , der so esirig stets die Sache' der "Äahphest