Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 40 (30.9.1862)
- Date
- 1862-09-30
- Page
- Seite 572 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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zogen, hat, wie denn seit vielewIahM den; schönen Chörgesang. bei, dem Gottesdienste dirjgirt, Me, an die. gottesdienstliche Feier sich, schließenden. Festlichkeiten an. Pen.beiden folgenden Tagen, reiheten sich in ansprechendster Weise an. und waren ebenso an erhebenden.,wie an gemüthlichen Momenten reich. Auch an Hnen, nahmen die. Abgeordneten vieler benachbarten Gemeinden, .z., B. Herr de Jong als Vertreter des.Vorstandes von Köln, Theil,. und brachte Letzterer insonders einen schönen Trinkspruch auf.die Eintracht in der Gemeinde Aachen,; durch welche diese ein leuchtendes Vorbild vielen, anderen Gemeinden gebe, aus. - Bann, 14. September. (Privatmitth.) Nachdem der vr. Philipp son seinen Entschluß .nunmehr dahin ausgesprochen, , bleibend in Bonn sich ansässig zu machen und auch. Bürger der Stadtgemeinde geworden, erschien gestern, eine Deputation des israelitischen Gemeindevorstandes bei ihm, und überbrachte ihm sol-: gende Adresse: . :-! „Die hiesige israelitische Gemeinde begrüßt es als ein freudiges. Ereigniß, daß Sie in unserer Stadt Ihren dauernden Wohnsitz genommen. „Wenn Ihnen. dafür bis heute noch, keinerlei, öffent-; liche Kundgebung geworden, so wollen Sie doch versichert sein, daß den.Mitgliedern unserer Gemeinde die Üeberzeugung innewohnt, wie sehr hohe Verdienste Sie um das Iudenchum im Allgemeinen und für so viele Gemeinden unseres Staates, denen Sie in.schwierigen Lagen durch Wort und Schrift Ihren Beistand zuwencheten, hochverdient gemacht haben. „Der Vorstand der hiesigen israelitischen Gemeinde fühlt sich gedrungen, dieser Anerkennung einen Ausdruck zu verleihen und gemäß des in-heutiger Sitzung gefaßten Beschlusses Sie als Ehrenmitglied der hiesigen israelitischen Gemeinde aufzunehmen, Ihnen alle hieraus fließenden Ehrenrechte zuzuerkennen, Sie. allen Verpflichtungen zu Gemeindebeiträgen za entheben und Ihnen die freie Benutzung des Platzes No. 2. in der Hiesigen Synagoge anzubieten. , . „Dem Vorstande gereicht es zur besonderen Freude, Ihnen hiervon Mittheilung zu machen und verbindet damit den innigsten Wunsch, daß es-durch Gottes Beistand Ihnen und Ihrer, geschätzten Familie hierorts immer Wohlergehen möge und daß Sie hier die wohlverdiente Ruhe nach einem langen segensvollen Wirken finden möchten, -so daß Ihr Wort und Beispiel auch fernerhin für ganz Israel undfür unsere-Gemeinde insbesondere zum gedeihlichen Segen werde.. - , i: Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. M. - Eohen. L.; A: Katz. Eahn. L. Zuntz. , . > Jsaac Oppenheim.^ vr. Philippson sprach seinen herzlichsten Dank für die ihm bezeigte Ehre und die innigsten Wünsche für das Gedeihen der Gemeinde aus. - Frankfurt an der Oder, -4^ September. (Privatmitth.) Vorigen Montag wurde, hier unter großer Betheiligung Seitens der hiesigen Israeliten ein hier seit 20 Jahren nicht vorgekommenes Fest gefeiert, nämlich die , goldene Hochzeit des Marcus Röchelmann'schen Ehepaares,-wobei der Herr Rabbiner vr. Löweumeher sowie der Gemeindevorsteher,; Herr Moritz Löwh und Andere ausgezeichnete Festreden hielten.*) O österreichisch er Kaiserstaat. Krakau, 9: September. (Privatmitth.) Heute mit dem Morgenzuge reiste Herr Rabbiner B. Meisels nach W a r s ch a u ab, wo er wieder in seine Amtsfunetionen eintritt. Er hatte eine bündige, aber seine Zuhörer zur Bewunderung hinreißende Abschiedsrede gehalten. Einige der angesehensten Männer der hiesigen Gemeinde gaben ihm das Geleit. — Wenn seine Abreise von hier. Vielen ein Gegenstand des Bedauerns ist, so giebt es doch Einige, denen sie zur Befriedigung gereicht, da sich ihm fast die ganze Gemeinde in wahrer Verehrung zuwandte. Uebrigens wird unter dem deutschen Theile der Gemeinde die Absicht immer mehr verlautbar, sich als eigene Gemeinde zu constituiren. Schweiz. Endmgen, 12. September. (Privatmitth.) Der Agitation ist zwar durch die Wahlen in den Großen Rath, sowie durch das Benehmen dieser Behörde die Spitze gebrochen. Dennoch aber ist das Schleumgerturnier noch nicht ganz abgespielt. Es bleibt noch die Erledigung des Gesuches der 9200 Bürger, welche laut > Verfassung eine Abänderung des „Jndengesetzes" und *) Bei dem besten Willen können wir der ausführlichen Beschreibung des schönen Festes keinen Raum gewähren. - - Die Redaction.