Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-09-30 · Heft 40 (30.9.1862) · p. Seite 571

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 40 (30.9.1862)
Date
1862-09-30
Page
Seite 571 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3224737-3226310-3226351--20666-3249746
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

m Ken amtlich en Charakter Und-die geringste Remüneration oder GMifiMivn.' 'l '^; Gchen Ms e Mißachtung 4rüs Ms CitÄrs'irrib schreiende! Ungerechtigkeit, dü wis^ja zw-äll ben -SuMmeN / die aus : Staatsmitteln fürden'christlichen CulLus verwendet werden/beitragen-müssen, sollten wir entschieden protestiren. - -> V - Kahn, Oberrabbiner. - Trier, 26. August. (Privatmitth.) In der Aufforderung zu Beiträgen -für den Colönisätions-Verein für Palästina von Do. H.Lorje mußdie in dieser enthaltene Drohung gegen die Nichterfüllung/ d. h- Nicht-; 'erfüllen der Bitte (Beiträge zu geben), nach Jesaias 65. sehr auffallen und empören. Man lese koch diese- -Stelle -im Jesaias nach und üvLrd Hnden> daß lie die \ schwersten; Strafen enthält/ mit welchen Herr Lotse so f gütig ist, die Nichterfüllung'seines Wunsches'Mchedrdhen. Aachen- M. SHtember. - (Priyatmitth.) rMm^19. [ dieses fand hier die feierliche Einweihung der neu er- - Läuten Synagoge statt. Der Vorstand hatte behufsj dieses Actes sich an den zu Bonn lebenden Rabbiner; Do. Philipp so n gewandt, welcher diesemRufebe- L reitwillig gefolgt ' war. Wenn die hierbei stattfinden-! den Ceremonien bereits zu oft beschrieben worden, um noch die Aufmerksamkeit des allgemeinen Publikums beanspruchen zu können, so war das in Rede stehende! Fest doch nach jeder Seite hin ein in sich so vollende- - M, durch Anordnung und Leistungen' wohl angelegtes; und glücklich durchgeführtes, daß es einer besonderen 'Erwähnung würdig 'scheint. Schon das -Oebäude selbst, - welches auf einem schönen fteien Platze ' inmitten eines 1 neuen Stadttheils wie selten gut gelegen ist, macht durch? seine imposante Fronte im maurischen Styl mit zwei' gekuppelten Thürmen einen höchst wohlthuenden Eindruck, da es bei frischer Originalität doch aller Ueberladung ermangelt. In gleicher Weife berührt den Eintretenden der innere Raum und kessen Ausschmückung in geschmackvollster Weise unv durch;. Festhaltung des Styls bis in die/Kronleuchter und Candelaber, dabei .-einfach, licht, ohne Schiffe und.--dunkle Seitenhallen. -Wenn eine Gemeinde von. -.-circa--L0'-.-Famipen'iäuS> 'ei-r; ogenen Mitteln mit einem Kostenaufwande vonk/36M0^ Thlrn. ein solches Bauwerk, das, wie Jedermann eingesteht, eine Zierde der Stadt geworden,/ aufrichtet, so hat sie .sich dadurch sicherlich zugleich ein -Denkmalih-; rer Opfersreudigkeit für religiöse Zwecke geschaffen. Am ^8teÜ -fänd Kne'^gWWhe'tzostMenstW Feier zUtn Abschiede m-der ästen Synagoge' mit' Minchägebet, Predigt Und Chorgesäng^ statt, und wurden am Schlüsse die Thovarollen in einem' Zuge nach den draußen harrenden-sechs Staatswügen gebracht, in welchen sie/ vom Rabbiner, Vorstände und den Repräsentanten begleitet, nach dem Sessionszimmer neben der neüen Synagoge übertragen wurden. Es war ein ergreifender Moment, wie Ker Zug sich immer weiter aus der' HM des alten- Gotteshauses - entfernte, in welchem der Chorgesang noch fodtwährte , der dann allmählig verhallte. Am 19tett 'Uhr Nachmittags ' begann die Einweihungsfeier, die in drei Momenten bestand, dem ceremoniellen Theile' durch den Einzug, die Umzüge' Und das Weihegebetdann der Predigt und dem Gebete, Und endlich in dem musikalischen Theile am Schluffe. Der letztere bestand in ein er' Cantate, corüponirt von dem rühmlichst; bekannten J^-' Rosenhain in Paris , welche sich durch meisterhafte Sätze Und originelle Jnstrumentirung auszeichnet, und z. B. durch einige Hürfenpavtien tief ergreifend wirkte Der Chorgesang beim Einzüge der Thorarollen bestand in Psalm 24. von B. Klein componirt, sowie der zwischen das Tempelweihegebet und die Predigt eingelegte Chorgesang Psalm 118. von D. N. Marx sehr ansprechend und erhebend cornponirt war. So bildeten der ceremonielle, dvctrinelle und musikalische Theil ein Ganzes, wie es selten an Uebereinstimmung, Geschmack und tüchtiger Durchführung sich in gleicher Weise zusammenfindet.' Daher die Spannung Und gehobene Stimmung, in welcher die zwei und einhalbstündige Feier die überaus zahlreichen Zuhörer hielt/unter' welchen sich die Spitzen derStaats- und städtischen Behörden, sowie das Officiercotps nebst vielen ausgezeichneten Personen, z. B. auch der berühmte Litton BÜlwer befand. Auch hier hatte das FestcoMite verstanden , dem außerordentlichen Andrünge zu genügen Und dennoch jede störende Ueberfüllüng zu vermeiden. Bemerken wollen wir, daß die Häuser am Platze und in der Straße, wo die'Synagoge steht, und die zufällig nur von christlichen' Mitbürgern bewohnt sind, .sich freiwillig mit Fahnengeschmückt'hatten. Die in MacheU erscheinenden Zeitungen haben ausführlich und mit großer Anerkennung über die Feier' berichtet. Ein besonderes' Verdienst zum Gelingen des- Gänzen hätte sich der schon erwähnte Herr M a r x erworben, der, obschon Geschäftsmann / sich der Leitung des Chors und des Orchesters/mit der hingehendsten Ausdauer unter- 40

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.