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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-07-29 · Heft 31 (29.7.1862) · p. Seite 426

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 31 (29.7.1862)
Date
1862-07-29
Page
Seite 426 (sequence 8)
Language
German
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426 Arzt,, zum Preisrichter für., die. von der deutschen Gesellschaft für Psychiatrie aufgegcbene Preisfrage gewählt worden. . . . Preußen. Magdeburg, 14. Juli. Nach einer Mittheilung der „N. Pr. Ztg. " haben in der Diöcese L o bürg sämmtliche Geistlichen , eine Erklärung Wider die die Kirche betreffenden Tendenzen des Licentiaten Krause und überhaupt wider die Behandlung kirchlicher Gegenstände durch die .Abgeordneten abgegeben, sowie sämmtliche Gemeindekirchenräthe — mit Ausnahme einer Parochie — eine Erklärung wider Civilche, Abschaffung der Schulregulative und Gleichstellung der Juden auch in obrigkeitlichen Aemtern. Diese Erklärungen sind an das königliche Consistorimn zur Weiterbeförderung an den Minister eingereicht worden. . (Magd. Ztg.) Man sieht, „mit dem Amt kommt der Verstand", und so ist es natürlich, daß die Kirchenvorsteher sich den Intentionen ihrer Pfarrer immer hingeben. ... Berlin, im Juli. (Privatmitth.) Die reactionäre Partei concentrirt jetzt .alle ihre Anhänger und sucht festeren Boden in umfassendem Maße zu gewinnen. „Der preußische Volksverein", ihr. .neuestes Aushängeschild, zählt jetzt im ganzen Staate 16,000 Mitglieder und besitzt Mittel genug, um ein großes Versammlungshaus in.der Wilhelmsstraße zu erkaufen und ein- ^urichten.i Es soll dies das Lager werden, aus welchem auch gegen die staatsbürgerlichen Rechte der Juden agitirt werden soll. — Die Leser d. Bl. wissen, wie iy der Repräsentantenversammlung die.Einführung der Orgel in das im Bau begriffene neue Gotteshaus durch die Mehrheit einer Stimme verneint worden ist. Darauf circulirte eine Petition an den Vorstand für die . Orgel, welche mit 1200 Unterschriften von Familienvätern bedeckt ward. Der Vorstand, der einstimmig , für die Orgel ist, hat auf diese Petition beschieden, daß .der Bau noch mehrere Jahre zu seiner Vollendung brauchen, und die Gemeinde -es hierbei in der Hand haben, werde., solche Männer zu wählen, welche ihren Wünschen entsprächen. —; Beieiner jüdischen Hochzeit im Odeum erkrankten nach dem..Genüsse des Kaffees eine große Anzahl der ^heilnehmex. Die Kaffeereste sind untersucht und das Gutachten des Medicinal-Assessors Br. .Schacht hatfestgestellt, daß dem Kaffee Marphium purum in Jorm kleiner Kugeln in sehr . bedeutender Ouautität beigemischt war, wasunter gewissen Voraussetzungen tödMche^^W kung haben konnte. Nurdem Umstande, hast die Kugeln sich noch wenig aufgelöst hatten, ist es zuzuschreiben/daß die Erkrankungen größtenteils leicht beseitigt wurden. Man, will wissen, daß zwei Mitglieder der Gesellschaft in Haft genommen worden, sind< Frankfurt an der Oder, im Juli. (Privatmitth.) Der Colonisations-Verein für Palästina erfreut sich fortwährend der schönsten Zeichen von Theilnahme. So wurde der Unterzeichnete durch einen herrlichen Brief des berühmten Herrn Albert Cohn zu Paris beehrt, eines Mannes, welcher zu den Besten und Angesehensten unseres Volkes zählt.. Derselbe schreibt .unterm 6. Juni e.: „Hochgeehrter Herr Doctor! Einem so warmen, herzlichen Schreiben, wie das ist, das. Sie mir gütigst durch Herrn Blumenthal übersandten, kann man auch nur warm und aufrichtig antworten. Ich beginne also mit den Worten^:; Glauben Sie, daß mein Beitritt zu dem von Ihnen so warm empfohlenen Unternehmen etwas zu dem Gelingen des Planes beitragen kann, so will ich. kein Hinderniß. sein :c.'f; r—;■ ■ Wenn solche Männer uns ihre freundliche ' Unterstützung gewähren, wird die Ausführung sehr erleichtert. Gott segne ihn und Alle, welche das Wohl Israels edelsinnig fördern! Mögen sich, noch recht viele Biedermänner unserm Vereine, der ein ebenso großartiges als religiöses und humanes Ziel Erstrebt, baldigst apschließen, damit auch die 'vielen. Zweifelnden sich.überzeugen, daß es in Israel noch Männer genug giebt, welche bereit sind, zum Wohle des heiligen Landes und seiner Bewohner ein Gott angenehmes Opfer zu bringen. Daß aber unser Verein den rechten Weg geht, ist klar ersichtlich aus dem yps 'L sowie aus irb bma 'o u. A., und daß. er auch in-Palästina freudigen Anklang findet, beweist die eben erschienene No. 26 des „Hamagid". — Der dortige Artikel beweist auch durch das Zeugniß -eines höchst glaubhaften Mannes, daß unser Streben ganz den religiösen Hoffnungen und Vorstellungen entspricht, welche von den Gelehrten Palästinas gehegt werden. Dr, H. Lorje, geschästsführender Director des Colonisations-Vereins f. Palästina,

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