Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-06-24 · Heft 26 (24.6.1862) · p. Seite 350

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 26 (24.6.1862)
Date
1862-06-24
Page
Seite 350 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/3224737-3226310-3226337--20421-3249487
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

AbMg.der.krßm.SchHl-. jLrhM^wer-Jahre.des?^eiferen.Mtersi M--de«;chchrDschtzw :— DelcherEhwiM ,rvürde - für pie- ^^tzWmSj,5MchseZy-r ,MhM. wir wicher zum biblischen MeschMtsHNterrichte. in der Religionsschule zurück, sphemerkenwir, daß daselbst.auch bei der Behandlung dies,esj.Gegenstandes so stieb, des Unpädagygischen. und Verkehriey geschieht und erlauben^ uns, die Aufmerksamkeit der Eltern, und . Lehrer, welcher religiösen Richtung sie auch angehören mögen, daraus zu lenken. . , Ich kenne Lehrer, die .folgendes Verfahren einhalten: sie lassen Kinder vom 6 und. 7 Jahren die ganze Reihe der biblischen Begebenheiten, auch-die Geschichte der Könige,, gerippeartig durchlesen und durchlernen. - Schon hie zu große. Mche,. der Begebenheiten und handelnden Personen ist für dieses Alter verwerflich^ noch - mehr ist's aber das Gerippeartige ^der..Erzählung, . Erst dadurch/ daß die - MzähluM. ausführlich^ und) his,- ins Einzelne gehend Wählt Wird, ikann .sie der. Anschauung und dem Verständnisse .der-Kinder nahe., gebracht werden.' Jene gedrängte Kürze,, cheper sich mancher Historiker mit Erfolgbefleißigt, kann hier nhcht stattsinden. -7^ And wie muß das zarte Herz .dieser Kleinen, die den Standstunkt eines Zeitalters höchst grausamer Sitten, noch nicht zn benrtheilen wissen,, von ,so mancher.ErzähluM aus der Geschichte der Könige erschüttert, mit- Mauen-.erfülltmnd ihr .sympathetische- Gefühl abgestumpft^ Werder^! : r , Ferner werde während, des, Anschauungs-Cursus, der bei Kindern, die. nicht eine .Kleinkinderschule besucht haben, bis nach zurückgelegtem achten oder neunten Jahre dauert, die biblische- Geschichte mündlich erzählt. Es hält den Kindern . in der.stiegel.noch zu hart, das Gelesene leicht und schnell^zu verstehen und es. als Mittel, ihre Erkenntniß zu vermehren, zu benutzen;., die Thatsachen prägen sich ihueu beim Hören,,wp,das ihnen bekannte gewöhnliche Mittel elterlicher Unterweisung, angewendet wird, die mündliche. Sprache^, vül eher und besser ein, als heim: Lesen. Auch, muß - hier, ein fo tief, stehenden Ton; angeschlagen, es muß so weitlausig, über.dunkle Stellen entscheidend gesprochen werden, daß es sich für den Druck, wo^Alles . . Steht dies im Belieben der Schule? Sind in der Regel, die Eltern .geneigt, ' ihre. Kinder noch einige Jahre' lartger in den Religionsunterricht zu senden? Ober ist dSl'riichk Mgemeine Klage^ da; wo der Relrgiönsünterricht - nicht ^obligatorisch ist;' dast die Eltern ihre Kinder stiesenso kurze! Zeit wie-möglich Besuche« lassen? . «,' V7 , Die Redaction.. eiine fefiL-k bleibende -Mstchlt Änrn^ dürfte/)^ .Jy Hinsicht aüstdie Entscheidung -Mer' dünkte Stellen werdechieru ein Beispiel erwäWt: -Die Bibelerzählt -uns im den Geschichte Kains : Gott wändkesich zu Abels Opfer, - hatte daran Wühlgefällen/üb'er zu Kains' Opfer nicht; dasverdroß? Kaim sehr. Me-Kinder kommen ssast allgemeinauf die sehr natürliche Frage, woM Kai»! dies missen konnte/ und ma« "ertheilt^ihsten^M Lew Schulen... kurzweg, die Antwort, bei Abels Opfer fei dev Rauch gerade in die Höhe?gestiegen^ was als tin-Zeichen der Gnade und des Wohlgefallens galt, bei Kains Opfer aber nicht. — Ich, als ich noch die Kinder des ersten Eursus zu unterrichten chatte, verwob gewöhnlich . in die. Erzählung folgendem Erklärung-: Abels Heerdon nahmen stark zu, verurehrten sich ungewöhnlich; bei Kain hingegen trat - eine .Mißernte: - ein, -?seine Saaten wmden - zertreten, 7 sein Feldbau - verheert /. etwa' durch wilde ^Thiere/ durch eittl Angewitter:- Ha! dächte Kain/ meines BrüderS Opfer war -Gott angenehm, - darum segnete.' er seine. Heerden u. s. w. Beide ErkläruuDarten!: haben nun' keinen sonderlichen Anspruch aus - einem hohen Grad * der- Wahrscheinlichkeit *), es sind nur Math maßungen zur. -Aufhellung dunkler Stellen.-:. In Len oberenMassen, wo es-sich *) In Traciat ^doch, Mifchua 8,' ivird zstdett Wunder«, die-unfern Borelternim Teckel Mchehen sind/ gezähltrj^ws^ m^n.- {rtriata i „Dich WindHat die Uauchsäule des Altarsnicht besiegt". -T-Ju'krsezur Jomä, Fol. 21, tutrb eine.Beraitha angeführt,-in welcher vorkömmt: ' ^,1. iviprsÄirn«- 72 „Me Winde konnten den Rauch der Maarücha (des geordneten Hdlzstoßes ans dem Altar) nicht von der Stelle rücken". M6. Fl)1. 38, rpixd zu.-dem. WeMrder Mischpar.-.-r^L b« ,-tr73Zv2vt.^D.ie. aus dem Hause Abtinos wollten, chm' Bereitung^ des Räucherwebks Uchk'sehr^ MiMWt: Mie HSeisest durch vre Renitenz'destAbtindsiten.Bedaüläßt- ' MnWr Uus Alexandrien (in Aegyptem) -nach Jerusalem kommen lassen/ um das Räucherwexch zubereiten ^allein^ diese-, verstanden wohl vusb es zu stoßen und zu mischen,.w,ie .Jizchakl .commentitt, über nicht, wie es bei den Abtinostten zu geschehen pflegteden Rauch' gerüdi ist die Hohe gehest zu lassen".- bW ',^7 >F!)erRauch: der- Abünofiten flieg geradehin die Höhe, wie ein Stab,; der, der Alexandrinischen.Künstler jedoch zertheilw stch^cha^und dorthin"^ Diese Anschauung aus best talmuöischen, Epoche, von. welcher man in d« Mbek Hselbst''keMSpur' findet, eineüi Kam m die Seele legem wollen, ist -sicher ein AnachrönismM " ..!i,;,vjAnmerL,d.EimfeuderS/;

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.