Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 26 (24.6.1862)
- Date
- 1862-06-24
- Page
- Seite 344 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Alle diese,In cunabeln biete-ich hiermit Gelehrten und Forschern zur Benutzung an.. - .. . :. - - -Rabb. Leopold Schott. Stockho lm, im-Mai. . Mit vielem Vergnügen habe ich Ihnen heute-von einem Unternehmen zu, berichten, welches hervorgegangen, aus einem hebhaft, gehegten religiösen Interesse, bas der öffentlichen Anerkennung werth ist. — Herr A: ^.> Mitglied ünserer Gemeinde, ver vielfach seine warme Theilnahme an der religiösen/ intellectuellen und socialen Hebung der hiesigen Israeliten bekundete,, hat von Neuem diese Theilnahme an den Tag gelegt durch die veranstaltete Herausgebung eines Sammelwerks, das unter dem Titel: ,,8AbbntIi88Mnd6r i bemmel." (Sabbathsstundett im Hause) bestimmt ist, durch eine treffliche Lectüre die religiöse Erbauung im Hause zu bewirken. Ich halte es als einen nur kleinen Tribut der Dankbarkeit, das kleine Vorwort hier mitzutheilen, welches dem ersten Bande vorgedruckt und als einleitendes Wort für das GesarnMtwerk zil betrachten ist. Dieser Band enthält eine treffliche' schwedische Uebersetzung des auch in deutscher Uebersetzung (Stein) erschienenen englischen Büches: „Thoughts suggesled by Bible lexl.8" (Betrachtungen über Bibeltexte) Und hät^lgendes Vorwort: „Der Verleger, dieser Arbeithat längst den Wünsch gehegt, einigermaßen beizutragen zur: Erhaltung einer Literatur in der Muttersprache, , worander religiöse Sinn in dem mosaischen Eultüs durchaus Mangel leidet. Es finden sich in mehreren ' fremden Sprachen Arbeiten und Predigten von anerkanntem Werthe/allein diese sind bei uns weniger verbreitet und fur das jüfigere Geschlecht, für die Jugenddurchaus .unzugänglich Da ist' es Aufgabe eines FaMienväters/selbst nach Schriften zu suchen, die geeignete sind,'bei den Kindern den Sinn für das Wahre, Rechte und Gute zu wecken und zu erhalten. In vorliegender Arbeit glaubt er dieses zum Theil gefunden zu haben. Sie hat zur Verfasserin, eine edle Fraueine von Albions Töchternwelche im reichen Besitz von Glücksgütern,- in ihrem Hause den: nachahmenswerthen i Gebrauch eingeführt hat,, an jedem Sabbath ihren Kindern Vorträge zu halten, welche -Religion und Moral zu ihrem Gegenstände;haben. Eine? Sammlung dieser' Vorträge! sind/vyr nicht langer. Zeit zu; London> unter dem Titel: „l'bonghl8. - LUMstest dy Bihle text8; sär688ed to my cliilchen" erschienen- und von welcher der Verleger diese treffliche .Uebexsxtzuqg,:. veranstaltet^ --- Diese kleine Arbeit dürfte mancher Mutter willkommen sein und.-beitragen, den jungen Sinn mit heilsamen und segensreichen : Lehren für kommende Tage zu bereichern. Der Verleger hat sich mit Männern von Einsicht und Kenntniß vereinigt, um eine Auswahl von Schriften in der beabflch-! tigten Richtung zur Weilern Herausgabe und Verbreitung unter dem Titel: „Igdball^Umder i hemmet“ zu; treffen und bildet vorliegende Arbeit den ersten Band." — | Der gelungenen Uebersetzung entspricht die wahrhaft; splendide Ausstattung des Buches, und indem ich schließlich an die Besitzer desselben die Bitte richte: Seite 13?Zeile 2 femte für „ijerde“ in ihren Exemplaren ver-; bessern zu wollen, äußere ich die zuversichtliche Hoffnung, j daß das verdienstvolle Unternehmen des Herrn H. die allgemeinste Theilnahme bei unseren Glaubensgenossen in! Schweden finden werde, vr. L. LewY soh n, Rabbiner. Zeitungsnachrichten. Deutschland. Karlsruhe, im Juni. Wir haben bereits über die -überaus günstige Abstimmung der ersten Kammer betreffs des Gleichstellungsgefttzes berichtet. Hier nachträglich ein Referat über den desfallsigen Bericht. In würdigster Weift schließt sich der von Hofrath jProfessor Adolph Schmidterstattete Bericht über -die Vorlage, betreffend die volle bürgerliche Gleichst ellung der Juden, an die Absichten der j Regierung und an die von der zweiten Kammer bel thätigten Anschauungen. Der Berichterstatter geht von rdem Gedanken aus-, daß die Zurücksetzung der Ju-!den bisher ganz vorzugsweise aus Gründen der Re-! l i g i o ns- Verschiedenheit stattgefunden habe und daß j neben diesem Hauptgründe die Momente der verschie-! denen Nationalitäten und der verschiedenen Lebensrichtung weit in den Hintergrund treten. Der orthodoxe! christliche-Staat des: Mittelatters - sah in dem Juden - nur den Ketzer und vergaß den Menschen. Der rno- : derne Staat dagegen kanneinen Menschen von dein ■ Gleichgenusse des Rechts, seiner religiösen Ueberzeugung wegen, so wenig zurückweisen/als eri hn seiner Haut wegen „zur Sache" („servus- 68t-r«8") degradiren kann. Christlich ist der heutige? Staat? nur, sofernfeine Einrichtungen unter dem- Geiste des Ehristenthums gebildet, von ihm durchdrungen sind und insofern er der christlichen Religion besonderen Schutz und vorzugsweise Anerkennung? angedeihen läßk In-rechtlicher -Beziehung!ist.der moderne Staat eoNfessionslos. Ba-