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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-06-24 · Heft 26 (24.6.1862) · p. Seite 343

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 26 (24.6.1862)
Date
1862-06-24
Page
Seite 343 (sequence 3)
Language
German
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343 cipationsgesetzes, und widerlegt ^einige Einwände, die erhoben worden, namentlich über die Moralität und bürgerliche. Befähigung der Juden. - Herr D. verstand es hier in ebenso bündiger wie klarer Weise dem Volke die Ungerechtigkeiten aller Judenhasser, und Verfolger dar- und ans Herz zu legen. Wir wissendaß solche Schriften die eigentlichen Gegner nicht bekehren, wohl aber überzeugen sie Hunderte von Schwankenden, welche selbst nicht klar sehen und sich daher so leicht von Anderen verleiten lasten. Literarischer Wochmbericht. Bühl, im Mai. Die im literarischen Wochenberichte der No. 14 d. Ztg. gebrachte Miltheilung von hebräischen Jncunabeln, im Besitz des Herrn Dr. Frankel zu Breslau, veranlaßt mich zu der Veröffentlichung, daß ich im Besitze der in Dr. Fürst's Bibliotheca Judaica II. S. 293 angeführten ältesten Mischna-Musgabe, Neapel 1492, Fol.,. bei Josua Salomo Soncini, bin. Leider fehlt zwar an meinem Exemplare dieser sehr schönen Ausgabe das Titelblatts allein eine, Notiz des Herausgebers zu Ende von 2-©ap 'o giebt hierüber den sichersten Aufschluß; sie lautet: n^rb© 2'©2722 '-^an. psa .raran ' o-r N72»b©n 'mm nNtrs 77SNb?272 b?a ^2^2222© ©^ .^22^2 ns -'©©n pbdrb^a"22i ^i^ia ©nnb "2 Im Uebrigen ist, in Anbetracht der mehr als . unachtsamen Weise, womit in früherer Zeit die prachtvollsten hebräischen Werke von ihren Lesern mißhandelt worden sind, mein genanntes Exemplar noch sehr gut erhalten, und nur zu Anfang von ma^a sind einige Blätter etwas beschädigt. Diese älteste Ausgabe nun (welche , übrigens so druckfehlerfrei ist, wie Ihr verehrlicher Correspondent in No. 14 von den Jncunabeln im Allgemeinen vorauszusetzen scheint) dürfte für den Forscher, noch von vielem Interesse sein, wie ich mir in Folgendem zu zeigen gestatte.^. Im Commentare des Rambam zur letzten Mischna des 18ten Abschnittes in Sabbath heißt es in den Talmudausgaben (so weit sie mir bekannt sind): rrb© p p-irrn w fc*b2 2^22 sb2 a^üp na© bibrt ,naiD; bibna awsty 2217227 und es war mir allezeit dunkel, wie sich das unstreitig auf alle drei gen. Elasten beziehende 12W rrb© auf 0^22 deuten lasse? In meiner Ausgabe, nun steht. 2^2 statt 2"i 22, was allerdings auch nicht bester ist; allein ich wage die Vermuthung, daß im Mannscripte 27^- stand uüd hieraus der Druckfehler Qm gemacht wurde, was bei etwa vorgelegener breitern Form des 2 leicht entstehen konnte, und nun haben oberflächliche Buchdrucker in der Folge 27-12 in 27*02 umgewandelt (wie das die hebr. Typographie gar oft zeigt) und die ganze Stelle wurde dunkel, während nur auf 27-22 das 227727 ab© ebenso gut paßt, wie auf 2^r2p und — Ich besitze ferner noch folgende Jncunabeln: 1) Ein Machsor fürs ganze Jahr in Folio, auch leider ohne Titelblatt; aber am Ende des Buches heißt es: 2'EP "2 22^2 2*>T:2©N72 *022 *,27N?2N Qb©22 02^2 ,pp b'-iDb 22nfc? N2L"2« rp-ia n2© *>7-»^ wnnb .b"? "2272© '72N -22 pp2N)27l 2^n ty N-27aO 2*i22©2''2rra Der Jahrgang des Druckes ist hier doppelt angegeben, zuerst in nn-2 rnna,. was 296 — 1496 ist, dann in N22asr,. wovon, nur die 3 ersten Buchstaben punctirt sind, und dieses wäre 291 1491; nun hat aber Zunz (Jsr. Annalen 1840 No. 14) dargethan, daß im Jahre 291 der Ute' Jjar ein Freitag war, dagegen im Jahre 296 .ein Dienstag, wie oben angegeben ist, und folglich ist.1496 das Richtige, und 7? in NLprr bedeutet nicht das 5te Jahrtausend, sondern muß als Einheit gezählt werden, - also 296 --- 1496. Dieses Buch liefert also den Keweis, wie auch die deutschen Juden sehr bald sich dex^neuen großen Erfindung bedienten, um ihre religiösen Zwecke unter dem auf allen ihren materiellen. Gütern lastenden Drucke zu för-? dern; Druck gegen Druck! Der Druck des Bücherdruckes tröstete sie unter dem Gewichte des Tyrannendruckes. Doch oft, zeigt mir mein Exemplar, muß dieser Bücherdruck auch wieder den Druck des Haffes vermehrt haben; denn in diesem Exemplare sind viele Stellen durchgestrichenum de- } rentwillen wahrscheinlich Denunciation und Verfolgungen -stattgefunden, wie das der Unverstand jener Zeiten so leicht herbeiführte. 2) Ein Prachtexemplar der von. E. Levita selbst besorgten Ausgabe seines 'o Jsny 1541, 4., mit ' einer 0^7©- N72*>na i-Danpn und 772rbna nanpn, die bei den späteren Ausgaben theilweise fehlen,' und habe hierbei zu bemerken, daß bei dieser Original-Ausgabe die von Fürst Bibi. II. S. 241 angeführte lateinische Übersetzung von Fagius nichts enthalten ist, und wird diese wohl bei einer späteren Baseler Ausgabe zu finden fein. •; 3) Drei Theile: der 1544 zu Paris gedrückten Bibelausgabe in 16 Form, enthaltend die Bücher Josua, Rich- 1er, sämmtliche spätern Propheten/ sowie Daniel, Esra und Nehemia. " ::--vr ■ 26*

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