Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 25 (17.6.1862)
- Date
- 1862-06-17
- Page
- Seite 336 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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eiye Erwejteryng -des Programms, um die sie nqchge- . sW,. WM7,YM•: exf^gt« Dw thatkrästige, in ihren HaDdlMgssN, sehr konsequente Redaktion erfüllt hiemit M gewissenhafte Erbin das Vermächtniß ihres Vorgängers. Es sind folgende Verhaltungsmaßregeln, die der scheidende Raztwet dem an seine Stelle tretenden Aion zux Beachtung bei seinem mühevollen Unternehme väte-plich ans Herz legt: „MezS Ms reiner Wghcheit; Nichts aus Gefällig-! „keit Mr niedriger striecherei. Immer vorwärts! „nissmW rüchvärts schreiten. Besser schweigen —! „qls stottern oder zweizüngig sprechen."! Soyte gchachte Concession eines erweiterten Mr-1 kungsWses, dessen sich übrigens alle russischen Jour-: nale gegenwärtig in einem gewissen Grade erfreuen, für \ unfern Zioy ausLleiben, so ist nicht zu bezweifeln,! daß das -einzige russische Organ des russischen Judeuthnms/ das, beiläufig bemerkt, dyn Mn Literaten und Agchmännern als eine der beftzen periodischen Schriften Rußlands geschätzt wurde, zu eMrey qushören werde. Schaulen, 21. Mai. (Privatmitth.) Die Bande j W Monopols der jüdischen Presse find-gefallen. In j NW Städten, wo sich ein Censurcomitö befindet, ist es erlaubt, gegen Erlegung einer geringen permanenten j Zahlung, Typographien nach Belieben zu errichten. Huch d.en W Auslände erscheinenden jMschen Druck-! weGn ist nunmehr, unter Beachtung der bestehenden! tzonMoMriMy,. rollfteje Einfuhr gestattet.! Denjüd. Kronsschulen, die vermöge ihrer man geli Wtzn MNichtuug und ihres unzulänglichen, dem Zwecke j und Pen Zfiterfordernissen bei Weitem nicht eytsprechenden Programms, immer mehd lm Sinkenbegriffen! sind, steht, wie es scheint, eine radikale Umgestaltung - bevor. Einem Projekte der neuerdings in St. Peters-; bürg gehaltenen Rabbinercommission zufolge sollen sämmt- - liche zweiclassige Elementarschulen in vierMstge Kreis-! schulen umgewandelt werden und so, den ersten Gassen! der Mmnafien entsprechend, den Schülern das/ weitere \ Verfolgen ihrer Studien erleichtern. Allerdings wäre! eine -solche Organisation weit zweckdienlicher qls - die! WjM bestehende, nur Mre es auch unerläßlich bei; dD Wahl hex Wxex, von dMn unstreitig dqs Gedochpw pW Anstalt WemOMsM didMschkr Hinsicht! ahhäygt-, lstMgex und üdetzhanpt sewisfeyhaster! zu. verfahren, Wter den mehr als Mchuudert bis jetzt qy den Schulen snngireMy Lchrern sind viele, ja größtentheW - solche, die nicht nur : kery e .gute Er^ ziehex, sondern selbst schlechte Zöglinge abgegeben haben würden, und die durch die schnödesten Umtriebe auf dem üblichen Wege zu ihren Stellen gelangt find. Will man die Schulen heben, so muß der Unterricht an denselben nicht verunglückten Schmugglern, ruinirten Krämern, abgelebten Greisen oder gar unerfahrenen, noch nicht flügge gewordenen Jünglingen anvertraut werden. Es müssen wo möglich tüchtigeMänner, erprobte Pädagogen hervorgesucht und verwendet werden, die natürlich mit zurSicherstellnng ihrerE^istenz hinreichendem Gehalte versehen werden müssen, auf daß sie nicht wiederum gezwungen würden, zum Nachtheile ihres Lehramtes anderweitige Gewerbe zu treiben, Der Gehalt, welchen die Gründer der gegenwärtigen jüdischen Kronsschulen in ihrer väterlichen Freigebigkeit bestimmt haben, ist kaum hinreichend genug, um den Lehrer, hauptsächlich den Familienvater^ gerade vor dem Verhungern zu schützen. Aus Litthauen, im Juni. (Privatmitth.) Eine der von Juden am meisten bevölkerten Gegkuden Rußlands ist unstreitig das ehemalige Litthauen, das-jetzige Wilno'sche, Kowno'sche und Grodno'sche Gouvernement, mit dem Sitze des Geveralgouvernems, Wilno, an der Spitze. Früher selbstständig, hernach mit Polen vereinigt, kamen Beide unter, russische Botmäßigkeit. Währeud aber das eigentliche Polen mit besonderer Verfassung und Verwaltung als. Staat dem Staate einverleiht wurde, hat Litthauen, durch russische Gesetze und russische Verwaltung den übrigen Provinzen Rußlands gleichgestellt, alle Selbstständigkeit, bis auf. den Namen sogar, verloren. Die Juden waren immer treue Bürger des Staates, der sie in seinen Schooß ausgenommen und so sehen wir sie jetzt, wo das wiedererwachende Nationakgefühl der Polen auch Litthauen mit seinem Freiheitsfieber angesteckt hat, namentlich in diesem letztem Lande in-eine Lage versetzt, von deren Eigenthümlichkeit bisher die meisten -unserer Leser wohl kaum eine Ahnung hatten.' . Die Juden des Königreichs Polen hatten es leicht. Mit Leib und Seele warfen sie sich den -Polen in die Arme. Diese haben den nicht unbedeutenden Bundesgenossen, wie es scheint, auch endlich würdigen gelernt und sind chm, jetzti zum -ersten Male, freundlich entgMNgekommen. Vielleicht haben bittere? Erfahrungen sie belehrte daß nur dw völlige Erbracht mit diesen