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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-04-15 · Heft 16 (15.4.1862) · p. Seite 202

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 16 (15.4.1862)
Date
1862-04-15
Page
Seite 202 (sequence 12)
Language
German
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202 chem Treiben^ für die Schule entstehen? O nein! Aber was kümmert ihn die Schule, was macht er sich daraus, daß auch , der ehrliche, gewissenhafte Lehrer darunter leidet, wenn er. nur die Paar Gulden erworben hat! Ist er doch, und leider noch mancher Lehrer unserer Schule, mehr Kaufmann als Pädagog. — Solchen Mißbräuchen entgegenzutreten, ist die Pflicht eines jeden gewissenhaften Juden unserer Gemeinde. Blutige Anstrengung, heftige Kämpfe durch beinahe eine ganze Generation hindurch hat es gekostet, bis man hier die Schule ins Leben rief. Nun wir dieses kostbare Eigenthum besitzen, nun sie sich gedeihlich entwickelt hat und die Fülle ihrer Wohlthaten entfaltet, soll sie gefährdet werden durch viele — ihrer eigenen Lehrer? Nein, das darf nicht sein und muß ein Ende nehmen, ob auch Einzelne darunter leiden mögen. Wo so heilige Interessen im Spiele sind, da darf der Einzelne nicht berücksichtigt werden. Denn vom Sturme, durch den sich der gefährliche Giftstoff aus den Elementen im Ringen des Kampfes ausscheidet, erntet auch der Einzelne oft den Fluch, aber Alle den Segen. Anzeig nt. Vom ersten Mai e. an nehme ich meinen Wohnsitz in Bonn am Ahein (Maarflach Lit. 6. No. 1311t.), »nd bitte ich von dieser Zeit ab alle Briese an mich dorthin z« adressiren. . vr. Lndwig Philippson. Die Stelle eines. Religionslehrers, Cäntors u. Schächters, verbunden mit einem festen Gehalte von Thlr. 275. und Nebeneinkünsten im Betrage von etwa Thlr. 120., ist ’ in unserer Gemeinde vom 1. October e. ab vacant. Bewerber, welche den zeitgemäßen Ansprüchen zu genügen befähigt sind, wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse in portofreien Briefen an uns wenden. Goldap in Ostpreußen, den 29. März 1862. Der Vorstand der Kreis-Synag.-Gemeinde. Die israelitische Waisenanstalt für W e stp h a l e n und Rheinland zu Paderborn sucht bis zum August des . Jahres 1862 einen tüchtigen Elementarlehrer, welcher im Hebräischen gründliche Befähigung besitzt, der französischen und englischen Sprache mächtig ist, über seine moralische Führung und oben angeführten Kenntnisse gute Zeugnisse Leibringen kann. Leistungen in der Musik sind erforderlich. Honorar bei ganz freier Station vorläufig 200 Thaler. Persönliche Bewerbung bei der Vorsteherin Fanny Nathan. Die Wiederbesetzung des Rabbinats in Mannheim betteffend. - Zur Wiederbesetzung der durch den Tod des Rabbiners Präger erledigten Stelle in unserer Gemeinde hat der Synagogenrath geeignete Schritte gethan, indem er durch die Gemeinde 12 Männer wählen ließ, welche ihm bei der'Ernennung eines würdigen Nachfolgers rächend zur Seite stehen werden. In der am 23. März stattgehabten gemeinschaftlichen Sitzung wurde beschlossen, bis zum 1. Mai (auch spätestens 15. Mai) a. c. Vorschläge entgegenzunehmen, welche die Berufung eines competenten Mannes bezwecken. — Eine richtige Wahl ist für unsere Gemeinde von hoher Bedeutung; es ist aber auch zu erwarten, daß die Bewerbung von Männern gewürdigt wird, welche bei entsprechenden Eigenschaften die seltene Gelegenheit finden, einer Gemeinde als Seelsorger vorzustehen, die dem Fortschritte huldigend, in allen ihren Gliedern vollkommen einig ist. Möge es den Bemühungen des Synagogenrathes gelingen, den rechten Mann für die Gemeinde zu finden, und wir hoffen, es giebt die Veröffentlichung dieses seines Beschlusses Veranlassung, daß sich unser Wunsch bald verwirkliche. Anmeldungen sowohl als fteundliche Hindeutungen auf Männer, welche einem Rufe folgen möchten, sind zu adressiren an den Großherzogl. Synagogen rath in Mannheim. Mannheim, 4. April 1862. Gesucht wird zu Ostern d. I. (sonst Johannis) ein Religionslehrer für die jüdische Gemeinde zu Schwerin (Mecklb.). Jährlicher Gehalt 300 Thlr. Pr. Cour, nebst freier Wohnung. Zur Ertheilung von Privatstunden bietet sich daneben günstige Gelegenheit. Portofreie Anmeldungen unter abschriftlicher Mittheilung der Zeugnisse sind zu richten an den Vorstand daselbst. Lehrer-Gesuch. Die Synag.-Gemeinde Springe sucht zu Michaelis d. I. einen Rcligions- und Elementarlehrer, welcher zugleich das Vorbeter- und Schächteramt zu übernehmen hat. Reflectanten wollen sich gefälligst franco an Unterzeichneten Vorstand wenden. S. Blumenthal, Vorsteher der Synag.-Gemeinde Springe bei Hannover. Zwei junge Mädchen finden noch Aufnahme in meinem Pensionat. Berlin. verwittw. vr. Cohn ge6. Levin, 5. Oranienburger Str. 5. finbcn unter vortheilhäften Bedingungen (f. No. 9 d. Bl.) Aufnahme bei Vr. H. Lorje zu Frankfurt a'O.

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