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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-03-04 · Heft 10 (4.3.1862) · p. Seite 114

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 10 (4.3.1862)
Date
1862-03-04
Page
Seite 114 (sequence 6)
Language
German
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m in r e ch t e r Wer s e - entsprochen werden h ErstereS betrifft mehr diel Materie - öder die. Stofflichkeit^ des - Buches; letzteres mehrdie - Form, die Art ürib Weise der Behandlung und Durchführung des im Buche Gehandelten Stoffes: In beiden Beziehungen können wir das in der tleberschrift bezeichnete Buch als werthvoll ' bezeichnen. Wennwir die israelitischen Geisteserzeugnisse der Neuzeit auf dem Gebiete der V ö l k s literatur mit denen, die mehr oder minder wissenschaftlichen Zwecken dienen, vergleichen, so werden wir die sehr geringe Zahl der - elfteren auffallend finden) .nur das Erbauungsbuch von dem verstorbenen Rabbiner Präger, und das von Herrn Rabbiner Schmiedel — ü'iDDD — sind dem Publikum geboten; daß aber die Wochenabschnitte des Pentateuchs in ihrer Fülle und Reichhaltigkeit gar reichlichen Stoff zur Belehrung und Erbauung nach den verschiedenen Richtungen und Beziehungen des Lebens bieten; wer könnte wohl daran zweifeln?— Also selbst bei einem reichhaltigen Vorhandensein guter Erbauungsbücher entspricht ein derartiges- Werk einem Bedürfniß und das in der Ueberschrift bezeichnete in rechter Art und Weisem Dasselbe reihet an jeden Wochenabschnitt eine belehrende und erbauende Betrachtung, in dex Ueberschrift derselben das zu Besprechende mit kurzen und bündigen Worten andeutend, in der Ausführung dasselbe näher gestaltend, entfaltend und mit dem praktischen Leben zusammenhallend, und dadurch das Schriftwort und den Schriftgeist für das praktische Leben nützlich verwertend. Um aber das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden, werden jeder Betrachtung Gedichte von bewährten israelitischen Dichtern und nichtisraelitischen Dichtern, sowie Parabeln und Erzählungen aus Talmud und Midrasch beigefügt, im Zusammenhänge stehend mit dem erörterten Gegenstände, was den Werth des Buches erhöht. Ein vorzügliches Erforderniß bei einem derartigen Werke ist die Fernhaltung vom einseitigen Parteistandpunkte, so daß die Leser verschiedener religiöser Richtungen dasselbe ohne Störung ihres religiösen Bewußtseins genießen können; im Allgemeinen — aber nicht immer — hat sich der Verfasser diesen Standpunkt gewahrt, ohne ängstlich bemüht zu sein, seine religiöse Richtung nicht: erkennen und durchschimmern zu lassen. — - .Auch die Diction des Buches ist im Ganzen dem Zwecke desselben angemessen, sie hält sich fern von dem Phrasenhaften, ist im Ganzen mehr kernhaft, als glänzend, das Gesagte immer mit Klarheit vorführend. Neben.mehreren kleinen Ausstellungen, die wir hier nicht weiter namhaft machen wollen, wollen wir hier noch bemerken, daß wir Mid Vem-Titel"des Büches uns nicht recht einverstan-' deü-erklären köünen^ Der-Name hriini erinnert an ein -Crbauungsbüch, hauptsächlich für weibliche Kreise berechtigt; das ist über das Buch nicht, und soll es wahrscheinlich auch nicht sein; es ist' vielmehr ein Buch, brauchbar und empfehlenswerth für' Jeden/ der auf Grund des Schriftwortes Belehrung und Erbauung sucht. vr. Dreh fuß, Herzogs. Landrabbiner Zeitungsnachrichten. Deutschland. Vom badischen Mittelrhein, 6. Februars Die Eommission zur Prüfung des Emancipationsgefetzes wird um vier Mitglieder verstärkt werden. Es ist vielleicht von Interesse, zu vernehmen, daß die schon in der Commission befindlichen fünf Mitglieder särnmtlich für das Gesetz sich erklärt haben sollen. Es giebt dieser Umstand einen ziemlich sichern Maßstab für das künftige "-Verhaltendev'-KatmneL (Fr. I.)" Darmstadt, 1. Februar. (Verspätet.) Das Frankfurter Journal bringt, vom 8. Januar folgenden Artikel. Darmftadt, 8. Jan. 1862. Beim Beginn des neuen Jahres hat der hiesige Gemeinderath aufs Neue bekundet, daß er, fern von jeder Intoleranz, auch die Bekenner des jüdischen Glaubens achtet und ihre Verdienste zu würdigen sich bereit findet. Er hat närnlrch dem hiesigen Religionslehrer Mannheimer bei Gelegenheit dessen 25jährigen Dienst-Jubiläünis eine jährliche Remuneration aus städtischen - Mitteln bewilligt, ein Act der Humanität, der öffentlich gerühmt zu werden verdient. ' Obigem habe ich -noch Folgendes beizufügen: Auch die israelitische Gemeinde gab Herrn Mannheimer an diesem Tage verschiedene Zeichen der Anerkennung. So verfügte sich am Tage des Festes unser allgemein geliebter Rabbiner Herr Dr. Landsberger nebst einer Deputation des Vorstandes - und der frühern Schüler des Jubilars in die Wohnung desselben. Crsterer hielt eine treffliche Ansprache an denselben und überreichte ihm Namens der Schüler ein schmeichelhaftes Schreiben nebst einigen sehr werthvollen Geschenken. Später erschien die Schuljugend unter Anführung des Eantor Oppenheimer, um ihrem Lehrer zu gratuliren und Abends wurde demselben von Seiten des israelitischen Gesang-

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