Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 10 (4.3.1862)
- Date
- 1862-03-04
- Page
- Seite 113 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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IM inentar zu den. bek.a unten Usharoth zu-SchebuM genannt. —' . Ein -to, Gabrrols, der; in-diestx. AamWlung > Vorkommen wird, wird, es deutlich zeigen/ -wie > Jehuda Halevi, Lepi ben Taban und Andere blo.S nachgcahmt haben. Ich kanw nicht dem Herausgeber vorgreifen und alles darin vorkommende Neue mitthellen; der Leser wird es mit eigenen Augen beurtheilen, denn, mir ist nicht sehr viel uns literarischem Gebiete zu trauen, denn ich weiß nur gerade so viel Hebräisch, um urtheilen zu können, wie schlecht Manche Hebräisch schreiben, die An d^re» bekritteln wollend und däMgehört doch wahrhaftig nicht viel. —. Ein anderes Werk erscheint zugleich von demselben Herausgeber 'unter dem Titel th tPMWiv „B l ü t h exeit dev Poesie", ähnlich wie Charisi in seinen Tachkemoni dasselbe Zeitalter nennt; dieses enthält religiöse.Poesien von Levi ben Taban, Joseph hen Zadik und, Juda Gijath (nicht Gajath, wie. der O x fo r d er Katalog. sich selbst corrigirt; von. beiden Letzter» ist, glaube ich, keine religiöse,Poesie gekannt); ferner Poesien von Jakob ben Elasar, Chija Aldabi und Andern. So weit ist mir das Programm des Herausgebers bekannt; daß interessante Noten hinzugefügt werden, brauche ich nicht zu sagen. iTitjfcrartpdjer M a g d e b u r g, 23. Februar. Regesten zur Geschichte der Juden in Deutschland während des Mittelalters, bearbeitet vonDr. M. W i e n e r. Hannover 1862. Nachdem unsere Literatur sich nach, ihren Hauptzügen entwickelt und in ihre» ersten Bedürfnissen befriedigt, ist eS natürlich, daß sie, nach allen Seiten hin auch auf das Detail sich wirst und es mit Ausdauer durcharbeitet. Es versteht sich, daß sich hierbei dem Fleiße und Scharfblicke in einzelnen Partien oft ganz neue Resultate erschließen,^ welche als'.Materialien und .Berichtigungen eine. spätere neue Bearbeitung des Allgemeinen begründen. Aus diesem.Gesichtspunkte. begrüßen wir das vorliegende, Werk, das Product des emsigsten Suchend und ausdauerndsten Forschens, mit Vergnügen, und erkennen seinen Werth willig; an. Seit dem Beginne des Mittelalters liegt , die sicherste Grundlage der. Geschichtsschreibung in den Urkunden, die aber theilsin zahllosen gedruckten Büchern niedergelegt, oder noch ungedruckt in Archiven vorhanden sind., Um dem Geschichtsschreiber die Arbeit zu erleichtern, ja bei der Zerstreutheit dieser HülfSmittel zy' ermöglichen / hat. man] sogenannte^ Regesten-abzufassen: seit längererl Zeit' begonnen, d. h. -nach einer -bestimmten Ordnung, über einen geschichtlichen Gegenstand die kurze Inhaltsangabe der vorhandenett Urkunden , .das' Datum ihrer, Ausstellung und die Bezeichnung^ des: OrteS, wo sie sich -finden,- zusammenzustellen; was . um. so angemessener ist/ als in den meisten Urkunden es nur immer einige-Zeilen sind, welche: Wichtigkeit haben,--während der übrige Theil des Documents-in den üblichen weitschweifigen Formeln -besteht. Solcher Regesten für die-Geschichte der Juden in Deutschland während -des Mittelalters^ abzufaffen, entschloß sich der würdige Verfasser, und führte? diesen Plan, in dem vorliegenden -ersten Theile 1) unter den römischen Königen und Kaisern von 965 bis 1492, 2) in Bayern von 981 bis 1401 und 3) unter der Herrschaft des Hauses Habsburg von 1283. bis. 1491 uns. Die Geschichte der Juden im Mittelalter bot aber für den Zweck des Verfassers noch die besondere Schwierigkeit, . daß die Urkunden: .über sie oder ]in denen sie Vorkommen, sich in zahllosen Schriften zerstreut finden/ oft auch in solchen sich befinden, denen man. es von vornherein gar nicht ansieht. Dies erhöht das Verdienst; des Herrn, Wiener um so bedeutender und rechtfertigt ihn vollständig, wenn sich hier und da Nachträge finden werden. - -Daß sich aus diesen Regesten mannigfache Berichtigungen bisheriger Angaben und vielfache Thatsachen, die bis-jetzt unbekannt waren, ergeben, läßt sich vorauss.etzen; erst hieraus vermag man eine ganz detaillirte Geschichte aufzubauen. Von wissenschaftlichem Standpunkte ist daher die Arbeit des Herrn Verfassers von großem Jntereffe und zu wünschen, daß er im Stande sei, seine, mit Aufopferung begonnene Arbeit fortzusetzen. — Aus Wien wird uns berichtet, daß die Schrift des vr. L. A. Frankl: „Aus -Aegypten" bald in hebräischer Übersetzung erscheinen werde; nicht minder das Gedicht desselben Verfass rs: „Der? Primator", dieses sogar in zwei Uebersetzungen. — : Wall d o r f, im Februar, Der Pentateuch txr belehrenden und erbaulichen Betrachtungen, Erzählungen und Gedichten von Dr. Ernanuel Hecht. — Der Werth eines Buches kann von einem zwiefachen Standpunkte' aus bemessen werden: einmalt ob dasselbe einem. vielfach. gefühlten Bedürfnisse entspreche,?d: h. ob der: im Buche behandelte Gegenstand nicht. schon anderweitig im ausgiebigen Mäße behandelt worden; dann aber auch, ob dem gefühlten Bedürfttiß