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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-01-07 · Heft 2 (7.1.1862) · p. Seite 21

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 2 (7.1.1862)
Date
1862-01-07
Page
Seite 21 (sequence 9)
Language
German
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21 an Form unp Inh alt. .so ausgezeichnete.Kundmachung keinen Gehorsam gefunden, denn, mit wenigen Ausnahmen haben ' sowohl die chassidischen wie die nichtchassidischen Frauen Pie. Crinoline .beibehalten. Auch-mehren^ sich seine Gegner von Tag. zu Tag, -sowohl, wegen seines Betragens den Armen gegenüber betreffs des als auch um seiner mystischen Deraschoth willen. Von seinem Einflüsse, auf das Schulwesen bemerkt man nichts, desto mehr von seiner Begünstigung des Chassidismus, so. daß.man fürchtet , dieser Feind-aller jüdischen Bildung .mit . seinem Todhasse gegen -alle-Andersdenkende werde in unserer Gemeinde die herrschende Partei werden, was ein um so größeres Unglück wäre, da dieser Chassidismus uns schon im ganzen Lande verhaßt gemacht hat.; Die Vorgänger des jetzigen Rabbinen waren aber sämmtlich wie die; Chassidim ihre Gegner'nenpen,. und darum verlangen, chir, daß es der jetzige auch sei. , > Die Schweiz. Endingen, im December. (Pxipatmitth.) Der. 7. Decembex. «mtr, V na®. war für die israelitische Gemeinde Endingen, ein freudiger und, ^erhebender Tag.: Trotz der schlechten Witterung und der seit dem Crawall vom 28. .October hier herrschenden Mißstimmung brachte dieser Tag der Amtseinführung unseres vielverehrten . Herrn; Rabbiners Dr... Kayserling. Heiterkeit in die Gemüther. -777. Morgens, 1 0 Uhr, eine, halbe Stunde nach, dem Gottesdienste, .,wurde Herr, vr. K, in einem Wichen' Zuge von, seiner. Wohnung, nach der /Synagoge geführt.: Das Bezirksamt mit Schreiber und; Weibel, die Vorsteherschaften zu Endingen und Lengnau, die Schulpflege,, die Lomdim., die Schuljugend,,5pi;n Aren drei 'Lehrern geführt. Die Mädchen waren mit Kränzen geschmückt. Am Portal der Synagoge und an der Kanzel waren schöne Kränze mit passenden Inschriften angebracht!. In-, der. - Synagoge, nahmen- Bezirksamt, Nabbinat urid/die^ ersten Vorsteher ihren Platz.aus der Tribüne/ .Per gemischte Sängerchor, zum größten Theil aus der Schuljugend bestehend, stellte sich auf die Terrasse .beim. Tabernakel. Feierliche Eröffnung durcheinen. deutschen Choral. Der Amtsschreiber verlast den. regierungsräthljchen Erlaß über die Wahl des Herrn Dr. Kayserling. In einer gut gehaltenen Jede empfahl der Bezirksarntmunn dem.Rabbiner die nunseiner Leitung unterstellten Gemeinden. Der ,Chor, sang ein sehr passendes Weihelied. Der Rabbinerbestieg die Kanzel. Tief ergriffen setzte er an einer dreiviertelstündigen- Red^ die chm gewordene Aufgabe -auseinander und iw welchem Sinne und Geiste , er - sie zu; lösen sich-vornehme. Die eben so klare und -bündige als tiefgefichtte-Rede -verfehlte ihren Eindruck nicht -und wirkte erhebend und begeisternd auf die Zuhörer. Rach der Predigt würde abermals' ein Choral, und Le Keelohenu: gefungen . - Nach mittags - ein Festessen, dasauch die Frau Rabbiner/ Tochter des Herrn vr. Philippson, mit ihrer Gegenwart beehrte, -wo' es sehr gemächlich herging', Die Trinffprüche der Heiterkeit Dörflichen. den - GemüthernAusdruck. Lehrer Dreisüs -sprach von, Nacht und Licht,, wie. die Rabbinatswirren die Gemeinde in ein dunkles Labyrinth - geführt und wie der Regierungsrath den. Ariadnefaden zum Ausgang 'gesunden, wie der Name Kayserling gleich -einem Zauberworte die beunruhigten - Geister beschwichtigte Diebisherigen Vorgänge deuten auf ein segensreiches Wirken - des' neu eingeführten Rabbiners. Oberlehrer Bollag sprach von der Vereinigung der Gemeinden,-die es möglich gemachteinen würdigen Rabbiner zu erwerben/ und empfahl fernere Vereinigung.zur Erreichung so edlen Zweckes.- D'äs Mahl wurde-gewürzt durch die Toaste der Herren Bezirksamtmann- Rabbiner/'Vorftcher'-rc. ^-^ h ir , Der Tag ist. als ein heiter ernster, wohlthüender würdig, in. die Annalen von Endmgen-LengnaU eingetragen zu werden: mit dem Schlußsätze,-der deü Wünsch-uüftrer Gemeinde ausspricht: Möge der Herr unfern würdigen Rabbiner Dr. Kayserling zum' segensreichen Wirken, inmitten unserer Gemeinde erhalten! ' ' -! Frankreich. '. ■ Paris, 27. December.; Der Minister Le'ööffentlichen Unterrichts unddes Cuttus hat, ' wiö' LerÄs ke-' legraphisch erwähnt, - an die DepartementssPräftcM Uri die geistlichen Genossenschaften betreffendes^Rundschreiben. gerichtet. Dasselbe lautet nach dem MoniteNr, der es heute veröffentlicht: .; : -n- . ■ Paris, 1.-December 1861. ■' . , Herr, Prüftet! mit Bedauern 1 habe ich'in mehreren Fällen bemerkt, daß viele geistliche Genossenschaften die ' gesetzlichen Bestimmungen über die Aufnahme minderjähriger Kinder in ihre Anstalten entweder nicht-kennen oder mißachten. Sie scheinen zu glauben/ 'daß ihre Perantwortlichkeit -hinreichend durch fromme Zwecke'oder < durch die Bestätigung Seitens: der kirchlichem Oberen 2'

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